Eine Stadt - viele Teile
Die Gründung der Stadt Castrop-Rauxel war am 1926 ein Ergebnis der gesetzlichen Neuregelung kommunaler Grenzen, die das Zusammentreffen verschiedenster Gemeindewesen in diesem Gebiet ordnen sollte und ein Resultat wirtschaftlicher und steuerlicher Erwägungen.
Heute gliedert sich die Stadt in Behringhausen, Bladenhorst, Bövinghausen, Castrop, Deininghausen, Dingen, Frohlinde, Habinghorst, Henrichenburg, Ickern, Merklinde, Obercastrop, Pöppinghausen, Rauxel, Schwerin. Jeder Stadt-Teil, auch die „nur“ gefühlten, bringen ihre Individualität, liebenswerte Eigenheiten und Besonderheiten ein. Fast überall sieht man sich zumindest auch als Castrop-Rauxeler*in und als Kind des Ruhrgebietes, sogar wenn die Wurzeln vieler Familien und eine weitere Heimat außerhalb der Stadtgrenzen liegen.
In 100 Jahren hat sich die Europastadt im Grünen eine eigene Identität zwischen den Ruhrgebietsmetropolen Bochum und Dortmund geschaffen und ist zum beliebten Wohn- und Lebensstandort geworden - und zur Heimat von rund 75.000 Menschen.
1. April 1926
Die zehn Gemeinden Castrop, Rauxel, Bövinghausen, Merklinde, Frohlinde, Dingen, Habinghorst, Ickern, Bladenhorst, Pöppinghausen und der Nordteil von Deininghausen werden zur Stadt Castrop-Rauxel zusammengefasst. Die neue Stadt hat rund 54.000 Einwohner. Castrop-Rauxel gehört zum Landkreis Dortmund und zum Regierungsbezirk Arnsberg.
1. April 1928
Castrop-Rauxel wird kreisfrei. Der Landkreis Dortmund wird aufgelöst. Deininghausen gehört nun komplett zur Stadt Castrop-Rauxel.
1. Januar 1975
Im Zuge der kommunalen Neugliederung wird die Gemeinde Henrichenburg in das Stadtgebiet ein - bezogen. Castrop-Rauxel kommt zum Kreis Recklinghausen und damit zum Regierungsbezirk Münster.
100 Jahre Stadt Castrop-Rauxel - mit Wurzeln bis in die Antike
100 Jahre Stadt Castrop-Rauxel, das sind auch archäologische Handels- und Siedlungsfunde aus der Antike, fast 1.200 Jahre urkundlich nachgewiesene Geschichte und über 550 Jahre städtische Freiheit für die Bürger*innen.
Ein Jubiläum – viele Akteure
Der 100. Geburtstag soll das feiern, was die Stadt ausmacht - ihre Teile. Vereine, Schulen, Kitas, Organisationen, Soziale Einrichtungen, Unternehmen, Kleingärtner, Gemeinden, engagierte Einzelpersonen und Stadtteile etc. sind aufgerufen, das Jubiläumsjahr als eigenes niederschwelliges Fest zu erleben und identitätsstiftend anzunehmen. Die Stadtverwaltung stellt dafür die "Geburtstagsausstattung" zur Verfügung: Handfähnchen, Wimpelketten, historische Pop-Up-Infos zum Ausleihen, das Label „100 Jahre Castrop-Rauxel“, wahlweise eine finanzielle Unterstützung von 100 bis 200 Euro oder eine*n Kleinkünstler*in, der/die mit Ballonkunst, Zaubershow oder Walking-Acts kostenlos für einen Auftritt gebucht werden kann. Das Angebot ist auf ca. 70 bis 100 Veranstaltungen ausgelegt.
Mitmach-Geburtstag für Vereine, Gruppen und Organisationen
Stadtfamilie lebt das Jubiläumsjahr
Die Stadtfamilie bezieht in ihre Veranstaltungen den Gedanken des Jubiläums mit ein und erweitert bestehende Veranstaltungsformate dahingehend. Am Stadtmittelpunkt und einzelnen Standorten sowie dem Marktplatz werden eigene bürger- und familienfreundliche Jubiläums-Veranstaltungen im Bereich Sport, Feuerwehr- und Rettungsdienst, Kultur und Demokratie angeboten. Die Wirtschaftsförderung bietet Anknüpfungspunkte für Unternehmen (z.B. Firmenjubiläen). Eine Festschrift, ein Castrop-Rauxel Buch (Castrop-Rauxel einst & jetzt), Ausstellungen, Führungen und Vorträge mit Bezug zum Geburtstag sind geplant. Alle Veranstaltungen für das 1. Halbjahr, die bis zum Redaktionsschluss im Februar vorlagen, sind im Downloadbereich zu finden. Alle Veranstaltungen werden im Online-Veranstaltungskalender kontinuierlich ergänzt.
Stadtrat lädt zum Festakt
Mit der Stadtgründung wurde erstmals ein gemeinsamer Stadtrat für Castrop-Rauxel gebildet. Das Stadtjubiläum ist deshalb auch der Geburtstag des Stadtrates und ein Meilenstein für die demokratischen Prozesse der Stadt. Am 23. April kommt der Stadtrat zu einer "Historischen Sondersitzung" zusammen.
100 Jahre Castrop-Rauxel - 1 Euro pro Einwohner*in
Das Feiern eines Stadtjubiläums ist für eine Kommune mit deftigem Haushaltsdefizit nicht selbstverständlich. Deshalb bleibt das Stadtjubiläum bodenständig.1 Euro wird pro Einwohner*in als Budget angenommen, wovon der größte Einzelanteil über die Idee des Mitmach-Geburtstags direkt wieder bei den Menschen ankommt, die den Stadtgeburtstag und ihre Heimat feiern möchten.
Zudem unterstützen diese vier Castrop-Rauxeler Unternehmen das Stadtjubiläum: Bestattungen Kullick, die GASTROMATIX GmbH & Co. KG, die GLOBUS Markthalle und die Sparkasse Vest Recklinghausen. Für dieses Sponsoring bedankt die Stadtfamilie sich recht herzlich.
Stadt Castrop-Rauxel
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