Kolumne
Die Sommerferien haben begonnen
In den schönsten Wochen des Jahres steht die Erfüllung unserer Freizeitwünsche im Vordergrund - ob zu Hause, im eigenen Garten, auf Reisen oder bei Ausflügen. Erholen Sie sich von der Hektik und den Belastungen des Alltags, wo immer auch Sie Ihre Ferien verbringen. Schöpfen Sie neue Kräfte für die kommenden Aufgaben, die auf uns warten.
Die Besucherinnen und Besucher von Castrop-Rauxel im Rahmen der Kulturhauptstadt heiße ich herzlich willkommen. Ich freue mich, wenn Sie an unseren Freizeit- und Kulturangeboten teilnehmen. Lernen Sie die Schönheiten unserer Stadt und Landschaft, unsere Kultur und Gastfreundlichkeit kennen!
Unseren Kindern bieten engagierte Gruppen, Vereine und Einrichtungen wiederum ein abwechslungsreiches Casterix-Ferienspielprogramm an - dafür herzlichen Dank!
Ich wünsche allen eine schöne Sommerzeit mit erlebnisreichen und unbeschwerten Urlaubertagen und denen, die auf große Fahrt gehen, eine gute Rückkehr.
Herzliche Urlaubsgrüße,
Ihr Johannes Beisenherz
Das Sparpaket
Die Ankündigung der Bundesregierung war eindeutig, das Sparpaket würde die dramatische Finanzsituation der Kommunen nicht noch weiter verschlechtern. Doch es ist mal wieder anders gekommen. Für die vorgesehenen Einschnitte in die Sozialgesetze, insbesondere im Leistungsrecht des SGB II, in der Arbeitsmarktpolitik, im Rentenrecht oder im Wohngeld werden insbesondere die Kommunen mittel- oder unmittelbar aufkommen müssen. Wer durch die vorgelagerten sozialen Sicherungssysteme schlechter gestellt wird, landet mit seinen berechtigten Ansprüchen bei den Kommunen. Die kommunalen Sozialausgaben werden also noch weiter steigen. Mit den geplanten Eingriffen in den Haushalt des Bundesverkehrsministeriums ist auch vorgesehen, dass die Städtebauförderungsmittel, die einen maßgeblichen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in den Kommunen leisten, erheblich reduziert werden. Dadurch werden die Kommunen nach dem Auslaufen des Konjunkturprogramms Ende 2010 ihre Investitionen auch zu Lasten des ortsansässigen Handwerks und der regionalen Unternehmen noch weiter einschränken müssen.
Eine Hilfe für die Kommunen sieht anders aus. Die Kommunen brauchen rasch finanzielle Hilfe. Der vorgeschlagene Rettungsschirm für die Kommunen muss umgehend beschlossen werden, ansonsten werden wir noch über viele Sparlisten in Castrop-Rauxel diskutieren und entscheiden müssen.
Ihr Johannes Beisenherz
Kulturhauptstadt 2010: Local-Hero Castrop-Rauxel
In Castrop-Rauxel ist immer was los!Die letzten Wochen haben es gezeigt und der Ausblick auf die nächsten Wochen unterstreicht dies noch: Castrop-Rauxel entwickelt sich immer mehr zu einer Stadt, in der Kultur in ihrer ganzen Bandbreite eine bedeutende Rolle spielt. Kultur wird zu einem Aushängeschild für die Stadt Castrop-Rauxel.
Die Liste der Attraktionen der letzten Wochen ist lang: !Sing - Day of Song u.a. an der Wartburginsel, die Ausstellungen von Jan Bormann am Hammerkopfturm, Castrop kocht über, Solidarparty im Südbad, Schachtzeichen, das Projekt "im flug vergangen" und so weiter und so weiter. Die Liste ließe sich noch weiter führen.
Und weiter geht es in den nächsten Wochen: Die WM kann an zahlreichen Public-Viewing Orten geschaut werden - das Highlight natürlich in der Europahalle -, die Vorstellungen des WLT auf dem Markplatz im Rahmen von "Bühne raus", die gesamte Local-Heroes Woche, die interkulturelle Woche, die Ruder Bundesliga auf dem Rhein-Herne Kanal, die Gedicht-Projekte "Castrop-Rauxel ... ein Gedicht und "Europe ... a poem" von Roy Kift, das Internationale Tanz- und Musikfestival in der AGORA, der Tag des offenen Denkmals und natürlich die vielen Sommerfeste der Vereine, die ab jetzt fast an jedem Wochenende stattfinden.
Das lässt sich sehen und macht Lust zum Hingehen, Zuschauen und Mitmachen! So kommt keine Langeweile auf und Castrop-Rauxel zieht wieder ganz viele Menschen aus der Region in unsere Stadt.
Ihr Johannes Beisenherz
Meine Sprechstunde am 20. Mai um 10.00 Uhr im Ratssaal im Rathaus
Ziel meiner Bürgersprechstunde ist es, nicht nur von bürgernaher Verwaltung zu reden, sondern sie auch "da, wo der Schuh drückt" zu praktizieren. Ich möchte Probleme aus erster Hand erfahren und helfen, sie schnellstmöglich zu lösen. Nur im Austausch mit Ihnen kann ich erfahren, wo Ihre Anregungen für meine Politik liegen, was Sie befürworten, kritisieren oder auch ablehnen.
Ich freue mich jedes Mal wieder, wenn mir die Menschen ihre Gedanken, Meinungen, aber auch Sorgen mitteilen. Dadurch ist eine bürgernahe Politik erst möglich. Ich freue mich auf das Gespräch mit Ihnen!
Selbstverständlich können Sie mir auch mit einem Brief oder per E-Mail Ihre Anliegen mitteilen.
Eine Anmeldung zur Sprechstunde ist nicht erforderlich.
Ihr Johannes Beisenherz
Bitte gehen Sie wählen am 9. Mai!
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
am kommenden Sonntag, 9. Mai 2010, finden in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen statt. Die Landtagswahl ist eine wichtige Wahl, in der nicht nur die zukünftige Entwicklung des Bundeslandes NRW entscheidend bestimmt wird, sondern auch die weitere Entwicklung der Städte, Gemeinden und Kreise. Es ist Ihre Entscheidung. Sie wählen die Abgeordneten des Landtags, Ihre Vertreterinnen und Vertreter.
Liebe Bürgerinnen und Bürger Castrop-Rauxels, wählen gehen ist keine Pflicht. Es ist ein Recht. Lassen Sie sich Ihr Recht nicht nehmen. Gehen Sie am 9. Mai wählen!
Ihr Johannes Beisenherz
1. Mai - Ein Feiertag für den Alltag
Es gibt tausend Gründe, am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, nicht auf dem Sofa sitzen zu bleiben. Der 1. Mai ist dafür da, den kritischen Verstand wachzurufen. Und der 1. Mai ist der einzige Feiertag, der sich ganz und gar mit dem Alltag beschäftigt. Und zwar mit dem Alltag derjenigen, die ihr Geld nicht mit Börsenspekulationen verdienen, sondern die hart dafür arbeiten müssen. Und der 1. Mai ist auch der einzige Feiertag, der sich mit denen beschäftigt, die keine Arbeit haben. Solange Menschen diesen 1. Mai gefeiert haben, ging es immer um die Würde der Arbeit und um den Respekt, den die Arbeit, den die arbeitenden Menschen in der Gesellschaft verdienen.
Der DGB hat diesen 1. Mai 2010 unter das Motto gestellt: "Gute Arbeit, Gerechte Löhne, Starker Sozialstaat". Das ist ein richtiges Motto. In Castrop-Rauxel lädt der DGB traditionell zur 1. Mai-Kundgebung in Ickern auf dem Marktplatz ein. Ich lade Sie alle ein, mit dem DGB und mir zusammen für "Gute Arbeit, Gerechte Löhne, Starker Sozialststaat“ in Ickern zu demonstrieren.
Ihr Johannes Beisenherz
Kondolenzschreiben an polnische Partnerstadt Nowa Ruda
Anlässlich des tragischen Flugzeugunglücks in Polen, sendete Bürgermeister Johannes Beisenherz seinem Amtskollegen in der polnischen Partnerstadt Nowa Ruda, Tomasz Kilinski, ein Kondolenzschreiben, das die Anteilnahme der Stadt Castrop-Rauxel am Verlust des polnischen Volkes ausdrückt:
"Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kilinski,
Lieber Herr Kollege,
Mit Bestürzung und großer Betroffenheit habe ich, haben die Menschen in unserer Stadt und der Bundesrepublik Deutschland von der verheerenden Flugzeugkatastrophe in unserem Nachbarland Kenntnis genommen.
Es ist eine schreckliche Tragödie, die das polnische Volk mit aller Härte trifft. Dies sind Augenblicke, die unfassbar sind, in denen man innehält, Momente, die einem die eigene, unabwendbare Vergänglichkeit vor Augen führen.
Unsere Gedanken sind bei Ihnen, sehr geehrter Herr Kollege, sowie bei den trauernden Familien der vielen Opfer und beim polnischen Volk.
In freundschaftlicher Verbundenheit spreche ich Ihnen allen, unseren polnischen Freunden in Nowa Ruda, persönlich, wie auch im Namen der Europastadt Castrop-Rauxel unser tiefstes Mitgefühl und unsere herzliche Anteilnahme aus."
Ihr Johannes Beisenherz"
Frohe Ostern!
Die Osterferien haben begonnen. Zeit für viele Bürgerinnen und Bürger einmal kurz auszuspannen und die ersten schönen und warmen Tage für intensive Ausflüge oder die Arbeit im eigenen Garten zu nutzen. Die Tage bringen vielleicht auch etwas Zeit für einen vergnüglichen Einkaufsbummel in der Altstadt, an der Lange Straße oder in Ickern oder am Abend für einen Besuch der vielfältigen kulturellen Angebote in unserer Stadt (unter www.castrop-rauxel.de finden Sie entsprechende Angebote).
Genießen Sie die Osterzeit und tanken Sie Energie für die Zeit nach Ostern!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein ruhiges und entspanntes Osterfest!
Ihr Johannes Beisenherz
Das wird ein harter Winter!
Die weiße Pracht sieht sicherlich, wenn man spazieren geht, sehr schön und idyllisch aus. In unserem Stadtgebiet gibt es viele Möglichkeiten solche Spaziergänge zu machen (z.B. Stadtgarten, Castroper Holz, Volkspark ickern, Goldschmieding Park etc). Das ist die schöne Seite. Es gibt aber auch eine andere: Der harte Winter wird mit seinen extremen Temperaturen den Haushalt der Stadt zusätzlich belasten. Schon jetzt erkennt man an vielen Stellen im Stadtgebiet, dass der Frost bleibende Schäden hinterlassen wird. Die Sanierung der Straßen und Gehwege wird die Stadt viel Geld kosten und wird auch nicht sofort erfolgen können, dafür fehlt nicht nur das Geld, sondern auch das Personal.
Die Vorhersagen für die nächste Woche sagen noch einmal viel Schnee voraus. Das garantiert viel Freude für Spaziergänger und Kinder, die rodeln können, aber auch erhöhte Aufmerksamkeit für Autofahrerinnen und Autofahrer und weiterhin eine hohe Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EUV und seinem Räumdienst, der bisher hervorragende Arbeit geleistet hat.
Ihr Johannes Beisenherz
Kulturhauptstadt 2010
Castrop-Rauxel ist nicht einfach dabei - Castrop-Rauxel ist mittendrin!
Am Samstag begann offiziell die Kulturhauptstadt 2010 mit einer tollen Feier in Essen. Einen Tag später gab es den offiziellen Startschuss in Castrop-Rauxel zum Kulturhauptstadtjahr 2010. Ebenfalls eine gelungene Veranstaltung, die Lust auf mehr in diesem Jahr gemacht hat.
Dabei wurde deutlich: Kultur ist viel mehr als Freizeitvergnügen. "Theater zum Beispiel ist wie alle Kunst kein Luxus, sondern ein Grundnahrungsmittel“, hat es der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, Rolf Bolwin, einmal auf den Punkt gebracht. Und für Grundnahrungsmittel muss in einer Stadt gesorgt sein! Kurz: Kultur macht schlau, sozial und glücklich! Deshalb darf Kultur gerade in der Kommune nicht zu einem Nischenprodukt verkommen, das als erstes dem Rotstift zum Opfer fällt.
Eine Botschaft liegt mir dabei persönlich besonders am Herzen: Kultur an der Emscher und Ruhr - das ist nichts Elitäres. Kultur im Ruhrgebiet - das ist vielmehr der Ausdruck von lebendiger Vielfalt und Kreativität in einer offenen Bürgergesellschaft. Dieses Ziel kann das Ruhrgebiet nur durch die Mithilfe möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger erreichen. Sie sind es, die durch ihre Ideen und ihre Kreativität entscheidende Impulse für die Entwicklung der Ruhrregion gesetzt haben und weiterhin setzen. Zum Mitgestalten - und nicht nur zum Zuschauen - sind alle Menschen in Castrop-Rauxel und der Region aufgerufen. Denn je mehr Menschen sich beteiligen, desto lebendiger und vielfältiger wird sich Castrop-Rauxel und das Ruhrgebiet seinen Gästen präsentieren.
Sehr gerne schließe ich mich der Einschätzung des Bundestagspräsidenten Lammert an: "Der Zweck der Kulturhauptstadt besteht nicht darin, 365 Tage ein Feuerwerk abzubrennen, sondern einen auf Jahrzehnte nachwirkenden Beitrag zur kulturellen (und ich ergänze: zur sozialen und bildungspolitischen) Infrastruktur zu leisten.“ Wenn uns die Kommunalaufsicht lässt, werden wir dies gerne befördern.
Castrop-Rauxel ist bereit! Castrop-Rauxel freut sich auf Ruhr.2010!
Ihr Johannes Beisenherz
Weihnachtsgrüße des Bürgermeisters
Liebe Castrop-Rauxelerinnen und Castrop-Rauxeler,
immer, wenn sich etwas dem Ende nähert, lehnen die Menschen sich zurück und betrachten das Vergangene. Am Jahresende steht das Weihnachtsfest. Und das Weihnachtsfest steht, gegen alle Hektik, für Frieden und Besinnlichkeit. Es ist das Fest der Familie. Töchter und Söhne, die am anderen Ende der Welt leben, kommen über Weihnachten nach Hause. Mütter und Väter, deren Leben die Arbeit bestimmt, verbringen das Fest mit ihren Kindern. Die Zeit um Weihnachten scheint zeitlos zu sein.
Nicht nur im Privatleben, sondern auch bezogen auf unser Castrop-Rauxel lohnt ein Rückblick auf das Jahr 2009. Familienfreundlichkeit wurde auch in diesem Jahr groß geschrieben. Castrop-Rauxel hat sein Angebot für Familien weiter ausgebaut, um für alle Kinder und Eltern eine lebenswerte Stadt zu sein. Ich erinnere an die erweiterte U3-Betreuung, die Einrichtung der Familienzentren, viele Frühstücksaktionen in Grundschulen sowie erhebliche Sanierungsmaßnahmen in Kindergärten und Schulen.
Dass der Stadtteil Habinghorst auf dem Weg ist, in das Landesprogramm "Soziale Stadt“ aufgenommen zu werden, bestärkt uns darin, nicht nur das zu fördern, was ohnehin wächst. Wir müssen gerade auch dafür Sorge tragen, dass kein Stadtteil den Anschluss verliert. Die "Soziale Stadt Deininghausen“ hat es vorgemacht und wird es weiter zeigen: Es ist immer besser, füreinander zu sorgen, als sich umeinander Sorgen zu machen. Von sozialer Verantwortung kann sich niemand freisprechen. Und soziale Verantwortung kostet zunächst einmal kein Geld. So schlecht es auch im kommenden Jahr um die finanzielle Lage der Stadt gestellt sein wird, so gut müssen wir das Potenzial in uns nutzen, gemeinsam unser Leben in unserem Castrop-Rauxel positiv zu gestalten.
8,2 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung sind für Castrop-Rauxel eine wirklich schöne Bescherung. Diese Millionen können längst nicht alle Finanzlöcher stopfen, doch für viele dringend notwendige zusätzliche Investitionen in Bildung und Sport sind sie ein wahrer Segen. Die Janusz-Korczak-Gesamtschule und die Waldschule bekommen eine neue Sporthalle, an der Franz-Hillebrand-Hauptschule entsteht ein neues Lehrschwimmbecken, das Familienzentrum Mikado wird ausgebaut, ein Demenzcafé wird eingerichtet und vieles andere mehr.
Wirtschaftlich hat sich Castrop-Rauxel 2009 ausgesprochen gut entwickelt. Zwar haben wir den Zuschlag für den Bau eines Gesundheitscampus am Stadtmittelpunkt leider nicht erhalten, dafür aber viele andere Erfolge zu verbuchen. Das Gewerbegebiet Ickern I/II ist mit Neuansiedlungen ausgelastet. Mit dem Gelände Graf Schwerin ist die letzte große altindustrielle Zechenbrache in Castrop-Rauxel vollständig saniert. Hier geht es im nächsten Jahr in die Vermarktung. In der Altstadt sorgen C&A und das neu eröffnete ehemalige Hertiegebäude für weitere Belebung.
Nicht zuletzt war 2009 für Deutschland und Castrop-Rauxel auch ein Superwahljahr. Neben der Wahl des Europaparlaments und des Bundestags haben wir in Castrop-Rauxel auch noch bei der Kommunal- und Kreistagswahl unsere Stimme abgegeben. Zugegeben, mit der Wahlbeteiligung kann man nicht zufrieden sein, aber mit dem Ergebnis schon. Auf kommunaler Ebene wurde die bestehende Politik bestätigt, und ich darf für sechs weitere Jahre ihr Bürgermeister sein. Dieser Aufgabe werde ich mich weiterhin aufrichtig, mit Freude und vollem Einsatz widmen.
Danken möchte ich allen, die tagtäglich dazu beitragen, dass Castrop-Rauxel eine freundliche und ehrliche Stadt ist, in der die Menschen sich mit Respekt und Toleranz begegnen. Ein Beispiel dafür war die Interkulturelle Woche im vergangenen Herbst, die gezeigt hat, dass jeder vom anderen noch etwas lernen kann.
Und nur wer offen ist zu lernen, ist auch bereit etwas zu tun. "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Mit den Worten von Erich Kästner lassen Sie uns im Kulturhauptstadtjahr 2010 der ganzen Welt zeigen, wie gut Castrop-Rauxel auch in Sachen Kultur ist.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich wünsche Ihnen, Ihren Familien, Angehörigen und Freunden frohe und geruhsame Weihnachtsfeiertage. Bleiben Sie gesund, erholen Sie sich gut und kommen Sie gut ins und durch das Neue Jahr!
Ihr Johannes Beisenherz
Nichts ist sicher,
nur die Unsicherheit ist sicher. Seit über einem Jahr wird nun über die Zukunft von Opel in Deutschland und damit über mehrere Tausend Arbeitsplätze diskutiert und etliche Millionen Steuergelder sind schon zur Stabilisierung des Konzerns geflossen. Immer wieder müssen die Beschäftigten neu um ihren Arbeitsplatz bangen. Auf dem Rücken von vielen Familien, die mit ihren Kindern um ihre Existenz bangen und viele Zukunftssorgen plagen, saniert ein Unternehmen seine Strukturen. Dabei werden nicht nur die Sorgen und Ängste der Menschen mit Füßen getreten, auch deutsche Landesregierungen und die Bundesregierung werden wie dumme Jungen und Mädchen vorgeführt. So geht das nicht. Die Beschäftigten von Opel und die vielen Beschäftigten der Zulieferer-Betriebe brauchen endlich eine verlässliche Perspektive, was sie erwartet, damit sie hoffentlich in Ruhe und ohne Zukunftssorgen Weihnachten planen können!
Ihr Johannes Beisenherz
Erschütternd ...
Nachdem ich in der Zeitung über die Zerstörungen auf dem Friedhof St. Lambertus gelesen hatte, habe ich mir selber ein Bild von der Zerstörung und der Verwüstung vor Ort gemacht. Mir bot sich ein erschreckendes Bild. Viele Gräber waren total zerstört, Blumen aus dem Boden gerissen, Leuchten zerstört, Steine umgeworfen und das auf breiter Ebene. Ich muss ehrlich sagen, ich war erschüttert über soviel Zerstörungswut. Ich frage mich, was geht in den Köpfen von solchen Leuten vor, die soviel Zerstörungswut zeigen und nicht vor der letzten Ruhestätte vieler Menschen haltmachen und die Gefühle der Angehörigen mit Füßen treten. Ich hoffe, dass die Polizei durch ihre Arbeit die Täter schnell fasst, um deutlich zu machen, dass so etwas kein Kavaliersdelikt ist.
Ihr Johannes Beisenherz
!Misch mit
... bei der interkulturellen Woche.
Den Auftakt der "Interkulturellen Woche" bildete am 28. September ein Fest der Kulturen im Bürgerhaus an der Leonhardstraße. Mit "Deininghausen kocht!" am 3. Oktober enden sechs Tage im Zeichen der Interkulturalität mit einer großen Abschlussveranstaltung in Deininghausen. Über dreißig weitere Begegnungsprojekte, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Konzerte, Vorträge, Feste, Bildungsveranstaltungen und Mitmachaktionen umfasst das Programm.
Sie sind Bürgerin oder Bürger mit oder ohne Migrationshintergrund, Sie sind Christ, Muslim, Buddhist, gehören einer anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an; Sie leben in dieser Stadt, arbeiten hier, haben eine Familie oder sind Single. Alles was in dieser Stadt geschieht, geht Sie direkt an! "Misch mit!" ist eine herzliche Einladung an alle Menschen, die in Castrop-Rauxel ihren Lebensmittelpunkt haben, sich "einzumischen".
Das Motto "Misch mit!" macht unter anderem deutlich, worum es bei der Integration geht: Wenn unsere Gesellschaft immer vielfältiger und auch bunter wird, hängt ihre Entwicklung davon ab, ob sich wirklich alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam und solidarisch beteiligen und mitgestalten. Wichtige Voraussetzung hierfür sind Toleranz und ein respektvolles Verständnis für andere Lebensweisen.
Seien Sie mit dabei und mischen Sie mit!
Ihr Johannes Beisenherz
Dank nach der Wahl
Liebe Castrop-Rauxelerinnen, liebe Castrop-Rauxeler,
ich möchte auf diesem Wege allen, die mir anlässlich meiner Wiederwahl zum Bürgermeister auf vielfältigste Weise ihre Glückwünsche übermittelt haben, ganz herzlich danken.
Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen und Ihre freundliche Unterstützung und freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit in den nächsten sechs Jahren mit allen Bürgerinnen und Bürgern für Castrop-Rauxel.
Ihr Johannes Beisenherz
Demokratie stärken - wählen gehen!
Wählen gehen ist zuallererst ein Recht. Das Recht mit seiner Stimme zu entscheiden, was in der Kommune, im Kreis, im Land oder Bund läuft. Wählen gehen ist ein Teil der Freiheit des Einzelnen, die im Grundgesetz verankert ist. Wählen gehen ist ein Mittel der Teilhabe an der Gesellschaft, an einer freiheitlich demokratischen Ordnung, für die lange gekämpft wurde. Wählen gehen ist die Möglichkeit mit einem einzigen Kreuz auszudrücken, was die Zukunft bringen soll.
Gehen Sie wählen!
Ihr Johannes Beisenherz
Wahlaufruf des Stadtrates (pdf)
Jeden Tag ein Abenteuer mit Casterix erleben!
Jeden Tag im Sommer gibt es für Kinder und Jugendliche in Castrop-Rauxel quasi ein neues Abenteuer zu erleben. Dafür sorgt das Casterix-Programm. Zum 21. Mal bietet das Casterix-Programm in den Sommerferien wieder jede Menge Ferienspaß für kleine Abenteurer, Entdecker, Bastler, Sportler und Künstler. In den letzten Tagen habe ich regelmäßig Aktionen von Casterix besucht. Die Fahrradrally im Center Pöppinghausen - wer fährt am schnellsten und geschicktesten? -, Tennis beim RVR - wer folgt Steffi oder Boris? -, die NaBeBa-Naturwerkstatt - hier empfangen mich zwei kleine echte Schweine am Gartentor -, Afrika in der Agora - tolle Trommeln geben hier den Ton an - oder das Casterix-Mobil. Ein Höhepunkt jagt den anderen, da kann keine Langeweile aufkommen, egal wie das Wetter ist. Ich freue mich, dass es wieder gelungen ist, so ein attraktives Programm für Kinder und Jugendliche in Castrop-Rauxel zusammenzustellen. Casterix zeigt, wie kinderfreundlich Castrop-Rauxel ist! Ich werde noch einige andere Stationen in den nächsten Tagen besuchen.
Ihr
Johannes Beisenherz
Bilder vom Casterix-Programm finden Sie hier.
Ausbildung für alle Jugendlichen auch in der Krise!
Die Wirtschafts- und Finanzkrise darf nicht zu einer Krise auf dem Ausbildungsmarkt werden. Junge Menschen brauchen gerade jetzt Perspektiven. Wird jetzt auf Ausbildung verzichtet, legen wir den Grundstein für die Krise nach der Krise. Nur mit gut ausgebildeten Fachkräften werden wir aus der Krise gestärkt hervorgehen.
Wir brauchen Ausbildungsplätze.
Diese Herausforderung müssen wir jetzt gemeinsam anpacken. Wir müssen jetzt gemeinsam verhindern, dass die Jugendlichen zu Leidtragenden der Krise werden. Alle Akteure müssen sich dafür einsetzen, dass alle Jugendlichen trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen Ausbildungsplatz erhalten. Alle Jugendlichen haben ein Recht auf eine Berufsausbildung.
Auch hier gilt: Bildung ist Menschenrecht. Die Krise darf nicht zur Sackgasse für Zukunftschancen werden!
Ihr
Johannes Beisenherz
Kinderbetreuung ist Zukunftsinvestition
Es ist mittlerweile allgemeiner Konsens, dass der Grundstein für die Zukunftschancen unserer Kinder schon im Vorschulalter gelegt wird. Aus diesem Grund ist der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung eine zentrale Herausforderung für die Kommunen. Die Stadt Castrop-Rauxel hat in den letzten Jahren trotz schlechter Haushaltlage massiv in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert, um die Bildungschancen der Kinder zu erhöhen und die Zukunftschancen in der Gesellschaft zu garantieren.
Mit dem Ausbau sind die Anforderungen an die Arbeit der Beschäftigten kontinuierlich gestiegen. Viele Einrichtungen entwickeln sich von der Tageseinrichtung für Kinder zu komplexen Familienzentren. Das Berufsbild der Beschäftigten hat sich verändert und erweitert. Pädagogische Fachkräfte sind heute zugleich Experten für frühkindliche Bildung, Erwachsenenbildner und Netzwerker im Sozialraum. Das erfordert von den Beschäftigten viel Einsatz und Engagement. Einsatz und Engagement benötigen aber auch eine wertschätzende Bezahlung und eine umfassende Gesundheitsförderung.
Deswegen unterstütze ich die Kampagne der Gewerkschaft Ver.di "Chancen fördern - Anerkennung fordern".
Ich hoffe, dass es zu einer schnellen Einigung kommt, da die Streikaktionen Kindern und Eltern viel abverlangen, die oft an die Grenzen in ihrer Tagesplanung stoßen.
Ihr
Johannes Beisenherz
Freibaderöffnung: Super Wetter und
das Parkbad Nord eröffnet dieses Jahr früher als sonst, so wie wir es im letzten Jahr angekündigt haben. Die Wartungsarbeiten sind abgeschlossen und dem Schwimmspaß im Freibad steht nichts mehr im Wege. Also Badehose und Badeanzug einpacken und ab ins erfrischende Nass! Am 28. Juni gibt es dann wie in den letzten Jahren das große Spielfest mit vielen kleinen und großen Attraktionen im Parkbad Nord. Dazu lade ich Sie und Euch alle herzlich ein!
Ihr
Johannes Beisenherz
Gesundheitscampus vor der Entscheidung
Am 12. Mai soll die Entscheidung der Landesregierung fallen, welcher Standort im Ruhrgebiet den Gesundheitscampus NRW bekommt. Eine spannende Entscheidung. Castrop-Rauxel für die Region Emscher-Lippe gehört zu den aussichtsreichen Kandidaten. Am 11. Mai haben wir als Stadt Castrop-Rauxel noch einmal die Möglichkeit unser Konzept einer Jury vorzustellen. Über ein Jahr lang haben wir darauf hingearbeitet. In vielen Gesprächen mit nationalen und internationalen Experten haben wir unser Konzept entwickelt und strategische Partnerschaften geschlossen. So ist ein tragfä-higes Netzwerk für den Gesundheitscampus entstanden. Jetzt liegt die Entscheidung bei der Landesregierung. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und müssen nun die Daumen drücken.
Ihr
Johannes Beisenherz
1. Mai
Liebe Castrop-Rauxelerinnen, liebe Castrop-Rauxeler,
ich freue mich. Ich freue mich auf den 1. Mai, nächste Woche Freitag. Seit über hundert Jahren begehen wir den 1. Mai als den Tag der Arbeit. Dieser Tag ist fest und sicher in meinem Kalender als ein sehr wichtiger Feiertag verankert. Der Tag ist arbeitsfrei und dazu gedacht, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für geschützte Arbeitsverhältnisse, für die Sicherung und den Ausbau von Arbeitnehmerrechten und für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen demonstrieren. Gerade in der jetzigen schwierigen wirtschaftlichen Lage brauchen wir engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aktiv in gesellschafts- und unternehmenspolitische Abläufe eingreifen. Ich bin froh, dass seit dem letzten Jahr wieder eine starke Gewerkschaftsbewegung in Castrop-Rauxel den 1. Mai auf dem Marktplatz in Ickern begeht. Es war schon immer schöner - und auch erfolgreicher - für die eigenen Interessen gemeinsam zu kämpfen. Deswegen ist es wichtig, am 1. Mai ab 11.00 Uhr auf dem Ickerner Markt Flagge zu zeigen. Betriebsräte, Personalräte und die Vertreter der Gewerkschaften sind starke Partner.
Bis zum 1. Mai!
Ihr
Johannes Beisenherz
Zum Konjunkturprogramm
Liebe Castrop-Rauxelerinnen, liebe Castrop-Rauxeler,
das geplante Konjunkturprogramm II der Bundesregierung heiße ich nur allzu gern willkommen. Es würde nicht nur für eine Sicherung des Vermögensbestandes der Kommunen sorgen, sondern auch den Mittelstand und die Arbeitplätze stärken. Allerdings können Nothaushalt-Kommunen wie unser Castrop-Rauxel dieses Geld nur nutzen, wenn es ohne eine Verpflichtung zum Eigenanteil vergeben wird. Was nützten uns zwei Millionen für eine Sanierung, wenn wir 20 Prozent der Kosten aus eigener Tasche zahlen müssten? Diese finanziellen Möglichkeiten haben wir, wie viele andere Ruhrgebietsstädte auch, einfach nicht.
Außerdem wünsche ich mir für die Verteilung der Gelder ein vereinfachtes Vergaberecht, damit die Ideen schnell umgesetzt werden können. Denn Sanierungsbedarf gibt es natürlich, vor allem an unseren Schulen und in der Infrastruktur. Noch dazu wären es rentierliche Maßnahmen, die nachfolgenden Generationen zugute kämen. Umso lieber würde ich Unterstützung für derartige Projekte in Anspruch nehmen. So hoffen wir, dass die Bundesregierung ganz unbürokratisch und mit Rücksicht auf die besondere Lage der Nothaushalt-Kommunen ihre Entscheidung über die finanzielle Verteilung trifft.
Ihr
Johannnes Beisenherz
Weihnachtsgrüße des Bürgermeisters
Liebe Castrop-Rauxelerinnen, liebe Castrop-Rauxeler,
das Weihnachtsfest enthält eine Botschaft, die gerade in diesem Jahr hohe Aktualität hat. Sie ist ein Aufruf für Frieden, für Verzicht auf Gewalt und für Mitmenschlichkeit. Diese Weihnachtsbotschaft enthält keine hohlen Worte, sondern alle Zeit gültige lebendige Werte.
Es gibt viele Menschen unter uns, die sie jeden Tag mit Leben erfüllen - in der Familie, im Beruf, in der Freizeit. Und ganz viele leben sie in ihrem Ehrenamt in der Altenpflege und im Sport, in Jugendzentren und bei der Feuerwehr, im privaten häuslichen Bereich, in Vereinen, Verbänden und Organisationen. Und ich möchte auch andere erwähnen, die mit gutem Beispiel vorangehen. Schüler, die sich mutig dazwischenstellen, um Angriffe von Rechtsextremen auf ausländische Mitschüler abzuwehren. Die Kirchen und Moscheen, die zur Begegnung der Religionen und Kulturen einladen. Oder Benefizveranstaltungen wie die Aids-Gala, die Hilfe leisten für Menschen, die Hilfe dringend nötig haben. Ihnen allen möchte ich von ganzem Herzen danken!
Menschen, die sich für andere einsetzen, machen unsere Welt heller und freundlicher. Sie alle zusammen bilden das menschliche Gesicht unserer Stadt.
Zu einem Jahresrückblick gehören leider aber auch die Schattenseiten. Gerade jetzt tauchen vor unseren Augen die Schreckensbilder von den Anschlägen in Indien und vielen anderen Ländern auf, die viele Menschen das Leben gekostet haben. Es stimmt immer wieder traurig, dass es immer noch Menschen gibt, die glauben, mit Hass und Gewalt könne man die Dinge besser machen. Deshalb ist es gut, dass Castrop-Rauxel für ein friedliches Miteinander aller Nationen, Religionen und Kulturen steht.
Für Castrop-Rauxel war das Jahr 2008 alles in allem ein gutes Jahr. In unserer Stadt konnte die Arbeitslosenquote gesenkt werden, sie bleibt aber nach wie vor auf einem unbefriedigenden Niveau. Neue Arbeitsplätze wurden angesiedelt, andere konnten gesichert werden. Neue Ansiedlungen in unseren Gewerbegebieten und geplante Investitionen wie z.B. C&A in unserer Altstadt oder das Logistik-Unternehmen Carat in Ickern machen deutlich, dass Castrop-Rauxel ein guter Standort im Ruhrgebiet ist.
Wir sind 2008 weiter den Weg gegangen, Castrop-Rauxel als familien- und kinderfreundliche Stadt auszubauen. Der Neubau des Kindergartens Lummerland, die Sanierung der Grundschulen, weitere Einrichtungen von Familienzentren und Spielplätzen und der Ausbau der U3 Betreuung sind hier wichtige Beispiele. Aber der aktuelle Familienbericht über Castrop-Rauxel zeigt auch unsere Mängel auf.
Daher müssen wir den Weg einer kinder- und familienfreundlichen Stadt auch in den nächsten Jahren konsequent weitergehen.
Zur sozialen Stadt Castrop-Rauxel gehört auch, dass wir weiter optimale Bedingungen schaffen für ältere Menschen. Mit dem Mehrgenerationenhaus Agora und dem Seniorenwohnpark am Stadtgarten haben wir schon einen guten Einstieg.
Sozialpolitisch haben wir den Cass-Pass auf den Weg gebracht. Ein kleiner Schritt auf dem Weg, allen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Wir haben in diesem Jahr nach langer intensiver Diskussion das Sportstättenkonzept beschlossen. Hier gibt es jetzt Planungssicherheit für Vereine und Aktive für die nächsten Jahre.
2008 war auch das Jahr des intensiven Dialogs mit den Menschen vor Ort. Das Zukunftsprojekt ist wieder in die Ortsteile gekommen. Viele interessante und gute Vorschläge sind entwickelt worden und werden nun bearbeitet. Mit dem Bürgerbeirat Landwehrbach ist deutlich geworden: Castrop-Rauxel nimmt Bürgerbeteiligung ernst.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Castrop-Rauxel ist eine Stadt, auf die wir alle stolz sein können. Und dass dies auch so ist, zeigte sich besonders beeindruckend bei der Präsentation historischer Filme über unsere Stadt. Unglaublich, wie groß der Ansturm auf die Karten war und noch ist! Vier Vorstellungen in der Kurbel und eine Großveranstaltung in der Stadthalle waren innerhalb kürzester Zeit restlos ausverkauft. Und dazu noch eine lange Warteliste! Das ist nicht nur einfach Nostalgie! Das ist nicht nur der Wunsch, Persönlichkeiten unserer Stadt wie Wilhelm Kauermann, Herbert Koch, Hugo Paulikat oder Hans Ettrich noch einmal zu sehen. Das ist Ausdruck der Identifikation mit unserer Heimatstadt! Das ist das Interesse, noch einmal zu sehen, wie sie war und was aus ihr geworden ist. Dazu hat jede und jeder von Ihnen ein Stück beigetragen. Gemeinsam müssen wir dieses positive Image weitertragen. Die Menschen sind Castrop-Rauxels größte Stärke, egal woher sie kommen. Sie machen diese Stadt so unverwechselbar.
Sorge macht mir weiterhin die finanzielle Lage unserer Stadt. Bei allen positiven Vorzeichen und Anstrengungen vor Ort wird es auch im nächsten Jahr um die Finanzsituation der Stadt schlecht bestellt sein. Die globale Finanzkrise wird auch uns treffen und die Situation verschärfen. Aus eigener Kraft kann die Stadt Castrop-Rauxel auch künftig nicht mehr gegensteuern. Castrop-Rauxel, wie viele andere Städte auch, benötigt eine andere Förderung als bisher. Diese Erkenntnis muss endlich auch in Bund und Land reifen.
Dennoch: Lassen Sie uns optimistisch in das Jahr 2009 schauen und gemeinsam den Weg zu einer liebenswerten, modernen und sozialen Stadt weitergehen!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich wünsche Ihnen und Ihren Familien und Freunden ein schönes Weihnachtsfest und persönliche Zufriedenheit, Glück und Gesundheit im neuen Jahr!
Ihr
Johannes Beisenherz
Hinweis: Das Video zur Weihnachtsansprache, aufgenommen von TV-Emscher-Lippe, finden Sie hier.
Die Ansiedlung des Gesundheitscampus...
...in Castrop-Rauxel ist weiterhin möglich. Die Kriterien, die die Landesregierung für die Ansiedlung festgelegt hat, sind für Castrop-Rauxel alle zu erfüllen. Das ist erst einmal eine gute Nachricht. Bisher war noch völlig unklar, welche Vorstellungen die Landesregierung hat. Jetzt sehen wir klar. Wir kön-nen jetzt in Ruhe unsere Bewerbung, die für die gesamte Region Emscher-Lippe und das Münsterland steht, ausarbeiten. Die Voraussetzungen sind gut. Ein privater Initiativkreis mit über 50 Vertretern aus der Wirtschaft unterstützt uns. Im Frühjahr 2009 soll die Entscheidung fallen. Ich bin guten Mutes.
Ihr
Johannes Beisenherz
Meine Sommertouren 2008
Meine Sommertouren 2008 haben mal wieder gezeigt, dass Castrop-Rauxel viele schöne Ecken und Orte hat, an denen man in seiner Freizeit verweilen kann und die Aussicht, die Natur oder die an-spruchsvolle Architektur in unserer Stadt genießen kann. Egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, es gibt jede Menge Punkte, die man sich ansehen sollte (einen kleinen Eindruck liefert die Fotostrecke). Die professionelle Führung des Sauerländi-schen Gebirgsvereins und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs machen Touren durch Castrop-Rauxel zu einem wunderschönen Ereignis. Es lohnt sich jederzeit mit diesen beiden Vereinen sich auf den Weg durch unsere Stadt und über die Stadt-grenzen hinaus zu machen. An dieser Stelle noch einmal mein herzlicher Dank an die Verantwortlichen der beiden Vereine für die Vorbereitung und Durchführung der Touren 2008.
Die TeilnehmerInnenzahl bei beiden Touren (insgesamt über 100 Menschen) hat mich darin bestätigt auch im nächsten Jahr wieder zu wandern und Fahrrad zu fah-ren. So kann und konnte ich viele interessante Gespräche mit Castrop-Rauxeler Bür-gerinnen und Bürgern führen. Schön auch, dass viele Neu-Castrop-Rauxeler an den Touren teilgenommen haben und so ihre neue Heimat noch etwas besser kennen gelernt haben.
Es hat wieder einmal Spaß gemacht, mit den Bürgerinnen und Bürgern unter der kompetenten Leitung des SGV und des ADFC in unserer Stadt zu wandern und zu radeln.
Ihr
Johannes Beisenherz
Die "schönsten Tage des Jahres"
Liebe Castrop-Rauxelerinnen und Castrop-Rauxeler,
Geht es Ihnen nicht auch so? Erst freut man sich monatelang auf den Urlaub, dann ist es endlich so weit und man darf die Koffer packen. Aber allzu schnell sind die "schönsten Tage des Jahres" auch schon wieder vorbei. Reisen bildet. Wir haben andere Landschaften, andere Kulturen, andere Menschen kennen gelernt. Aber auch die Lebensverhältnisse konnten wir sehen - vorausgesetzt, wir waren nicht in abgeschirmten Urlaubsoasen fern der Lebenswirklichkeit unserer Gastgeber untergebracht.
Diese Lebenswirklichkeit steht nicht selten im krassen Gegensatz zur behüteten Umgebung unserer Urlaubsquartiere. So gerne auch ich dem eher kühlen Wetter unserer Breiten in wärmere Länder entfliehe - ich komme jedes Mal ebenso gerne wieder nach Castrop-Rauxel zurück, wo ich etwas bewusster zu schätzen lerne, wie schön es bei uns ist.
Es dauert dann schon eine ganze Weile, bis auch ich mich wieder über Schlaglöcher und rote Ampel aufrege, über "Knöllchen" und die Steuererklärung und über den Lärm von der Baustelle nebenan. Eben genau deshalb ist es gut, ab und zu über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Vor uns liegt ein hoffentlich schöner Sommer. Doch egal wie das Wetter wird, eines ist jedenfalls sicher: Der Castrop-Rauxeler Kalender ist wieder prall gefüllt mit unterhaltsamen, interessanten und vergnüglichen Veranstaltungen (WLT-Bühne raus..., ExtraSchicht, Casterix und die vielen kleinen und großen Sommerfeste der Vereine).
In diesem Sommer wünsche ich Ihnen schöne Urlaubstage - sollten Sie diese noch vor sich haben - und allen, die ihre freie Zeit in unserem schönen Castrop-Rauxel mit seiner herrlichen Umgebung verbringen, erholsame Tage, an denen sich sicher so manch Neues entdecken lässt.
Ihr Johannes Beisenherz
Ansprache zum 1. Mai 2008, Markt Ickern
Guten Morgen, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt!
Schön, Sie hier auf dem Markt in Ickern begrüßen zu können! Es gibt wieder eine Mai-Kundgebung des DGB in unserer Stadt! Das freut mich außerordentlich. Der DGB setzt nun seine langjährige Tradition wieder fort, die in den letzten 10 Jahren eingeschlafen war. Und das ist gut so!
Ich erinnere mich noch sehr gut an die großen Kundgebungen in meiner Jugendzeit und später auf dem Castroper Markt und hier auf dem Markt Ickern! Es waren für mich gesellschaftspolitische Highlights! Hier wurden klare Worte gesprochen und die Dinge beim Namen genannt. Und heute ist wieder ein guter Anfang gemacht! Aber ich hätte mir gewünscht, dass noch viel mehr Menschen heute hier wären. Gerade in so turbulenten Zeiten eines unsicheren Arbeitsmarktes, gerade in Zeiten der Globalisierung, in denen der arbeitende Mensch immer weniger Wert ist, gerade in Zeiten ungelöster Probleme für Jung und Alt, für den Berufseinsteiger wie -aussteiger müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach außen hin demonstrieren, dass sie mit ihrer Situation nicht zufrieden sind. Das betrifft vor allem auch unsere Region, unsere Stadt, die es durch den Strukturwandel, durch eine sinkende Sozialstruktur, durch den demografischen Wandel und katastrophaler Finanzausstattung besonders schwer hat, die Probleme auf dem Arbeitsmarkt und die Soziallasten zu schultern! Und deshalb, liebe Freunde, ist es gut, dass Ihr hier seid; denn Ihr zeigt damit, dass Ihr mithelfen wollt, die Dinge in unserer Stadt zu verbessern! Und sagt denen, die an Stammtischen bloß schimpfen und meckern, denen, die populistischen Parolen ohne Nachdenken hinterherlaufen, denen, die sich resigniert zurückziehen, oder auch denen, die sich ängstlich wegducken, sagt ihnen, dass sie einen falschen Weg gehen, dass sie auf dem Holzweg sind, der nicht zum Ziel führen kann! Wer etwas verändern will, muss Flagge zeigen und sich einmischen!
Heute vor 75 Jahren - oder genauer: morgen - hatten die Nazi-Schergen begonnen, die Gewerkschaftsbewegung brutal zu zerschlagen. Viele auch aus der Arbeiterbewegung mussten ihr Leben lassen. Wir sind es diesen Menschen und den vielen Millionen weiteren, die von den Nazis in den Tod getrieben wurden, schuldig, für unsere Demokratie einzutreten, um unsere Grundrechte zu kämpfen! Und dazu gehört das Recht auf Arbeit, das Recht auf Bildung, das Recht auf Demonstration, das Recht der freien Meinungsäußerung, also auch das Recht, auf die Straße zu gehen oder hier auf diesen Marktplatz, um deutlich zu machen, dass es noch viel zu verbessern gibt in unserer Gesellschaft, auch und gerade in der Arbeitswelt.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe auch deshalb bewusst an das Datum vor 75 Jahren erinnert, weil ich Sorge habe, dass sich Rechtsradikale wieder breit machen wollen in unserer Gesellschaft, auch in unserer Stadt! Und der Rechtsradikalismus kommt heute in biederer Maske daher, unter Tarnnamen, hinter denen sie ihre perfiden Ziele verstecken! Ihr Ziel ist klar: Sie wollen fundamentale Menschen- und Bürgerechte abschaffen! Für Demokraten kann es dagegen nur eine Haltung geben: Enttarnung und kompromisslose Ablehnung! Wir werden Rechtsradikalen und Rechtsextremisten keine Chance lassen und sie überall da, wo sie auftreten, massiv bekämpfen!
Auch deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist es eine gute Sache, dass der DGB-Ortsvorsitzende Udo Behrenspöhler den Mut gehabt hat, zur alten Mai-Kundgebung zurückzufinden. Danke dafür! Lieber Udo, meine Bitte an den DGB: Führt diese Tradition auch in den nächsten Jahren weiter! Und du wirst sehen: Die Zahl der Kundgebungsteilnehmer wird wachsen!
Seit über hundert Jahren begehen wir den 1. Mai als "Tag der Arbeit". Seinen Ursprung hat dieser Tag in den Vereinigten Staaten. Dort stellten die amerikanischen Gewerkschaften schon 1865 erstmals die Forderung nach der Einführung des Acht-Stunden-Tags. Bis dahin galten in den meisten US-Betrieben Arbeitszeiten von elf bis dreizehn Stunden. Die Arbeiterorganisationen konnten den Zehn-Stunden-Tag als Regelarbeitszeit durchsetzen. Damals ein gewaltiger Erfolg!
Der 1. Mai als "Tag der Arbeit" ist geblieben - die Themen und damit die Forderungen haben sich aber weitgehend geändert. Aber sie berühren die Menschen noch genauso wie vor hundert Jahren!
Liebe Freunde, wer heute hier ist, zeigt mit dem Finger auf diese Themen! Wer den "Tag der Arbeit" so begeht wie ihr, dass sein Sinn wieder erkennbar wird, der setzt ein klares Zeichen!
Jeder, der hier ist,
- sagt JA zu gerechtem Lohn für gute Arbeit! Wenn es der Wirtschaft besser geht, wenn wieder mehr Geld erwirtschaftet wird, dann muss es auch bei allen ankommen!
- Er sagt JA zu dem Recht auf gute Ausbildung für alle! Es ist ein Skandal, wenn immer noch viele nach der Schule in die Perspektivlosigkeit entlassen werden.
- Er sagt JA zum ungeteilten Recht auf bestmögliche Bildung für alle! Sozial schwächer gestellte junge Menschen dürfen wegen ihrer Herkunft nicht abgehängt werden!
- Er sagt JA zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie! Und deshalb müssen die Angebote für Kinderbetreuung ausgebaut werden!
- Er sagt entschieden NEIN zur Bespitzelung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern!
- Er sagt entschieden NEIN zu Dumpinglöhnen und einem Leben in 1-Euro-Jobs und fordert nachhaltig den gesetzlichen Mindestlohn!
- Er setzt sich ein für die Mitbestimmung in Betrieben und Unternehmen und wehrt sich gegen den Abbau von Personalvertretungsrechten!
- Und er kämpft für eine gerechte Alterssicherung, die seiner Lebensleistung entspricht und ihn nicht in Altersarmut führt!
Liebe Freunde, der Kampf um Nokia war für mich ein aktuelles Schlüsselerlebnis. Es ist bitter genug, wenn Unternehmen in Schieflage geraten und Menschen entlassen müssen, damit es weitergehen kann. Das Beispiel Opel zu Beginn meiner Amtszeit ist mir noch bitter in Erinnerung. Aber es ist geradezu schändlich, wenn ein Unternehmen Milliarden-Gewinne einfährt - erzielt durch die Arbeitskraft und den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - und trotzdem das Werk schließt, um es in anderen Teilen der Erde neu aufzubauen, um noch höhere Gewinne zu erzielen. Wer Globalisierung so versteht, der spielt mit den arbeitenden Menschen. Der degradiert sie zu bloßen Schachfiguren in den Händen der Großaktionäre und kalten Manager. Das ist menschenunwürdig! Damit das nicht Schule macht, müssen wir zusammenstehen und uns dagegen wehren!
Opel, Nokia und viele andere Beispiele treffen auch Menschen in unserer Stadt. Es brechen Arbeitsplätze weg, die kaum aufzufangen sind durch kommunales Handeln. Da können wir uns noch so sehr anstrengen, die Gewerbegebiete voll zu kriegen, um dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen, wir hinken immer ein Stück hinterher, wenn das so weitergeht! Obwohl wir - und das will ich ausdrücklich erwähnen - viele z. T. hoch spezialisierte klein- und mittelständische Unternehmen, viele Handwerksbetriebe und Dienstleister in unserer Stadt haben, die einen guten Job machen. Sie sind die solide Basis der Wirtschaftskraft unserer Stadt. Sie sichern den Großteil der Arbeits- und Ausbildungsplätze. Sie sind die Innovationsträger und wirtschaften erfolgreich, weil es in der Regel eine enge Verzahnung zwischen Unternehmer und Arbeitnehmer gibt. Und dies muss selbstverständlich sein in einer solidarischen Gesellschaft. Deshalb ist es richtig, wenn wir heute einstehen für gute Arbeit und mehr soziale Gerechtigkeit, für Mitbestimmung auf Augenhöhe und gerechten Lohn!
An vorderster Front kämpfen dabei die Betriebs- und Personalräte und die Vertreter der Gewerkschaften. Sie brauchen unseren Schulterschluss, sie brauchen unsere Unterstützung! Ich danke euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, für eure verantwortungsbewusste Tätigkeit. Ohne euren tatkräftigen Einsatz, ohne euer alltägliches Engagement stünde Castrop-Rauxel im Kampf um Lehrstellen und Arbeitsplätze, um gerechten Lohn und ein soziales Klima nicht da, wo es heute steht. Lasst uns auf diesem Wege gemeinsam weitermachen - zum Wohle der Menschen in unserer Stadt!
Glück auf!
(Anmerkung: Es gilt das gesprochene Wort)
Sprenung Kraftwerk-Schornstein
Ein herzliches Dankeschön
Für das besondere Engagement bei der Sprengung des Kraftwerk-Schornsteins am 06.04.2008 in Castrop-Rauxel danke ich allen Helfer. THW, Feuerwehr, DRK, Polizei, Ordnungsamt sowie die beteiligten Behörden und Unternehmen haben in vorbildhafter Weise zusammengearbeitet. Über 500 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, um einen reibungslosen und vor allem sicheren Ablauf der Sprengung zu bewerkstelligen.
Mein Dank gilt auch den Menschen aus dem Evakuierungsbereich, die die Unannehmlichkeiten an diesem Tag geduldig ertragen haben. Mehr als vierzig Jahre haben einige von Ihnen im direkten Umfeld des Kraftwerks und des Schornsteins gelebt. Mit der Sprengung des einstmals höchsten Schornsteins Europas ist ein weiteres Stück Industrie zu Ende gegangen. Aber auch ein Stück Zukunft hat begonnen. Mit der durch E.ON derzeit beabsichtigen Nutzung des Geländes für die Wohnbebauung wird in integrierter Lage und - da bin ich sicher - in guter Nachbarschaft ein neuer Lebens- und Wohnraum geschaffen, der für die Entwicklung des Stadtteils und der gesamten Stadt auch unter den Vorzeichen des demografischen Wandels wichtig ist.
Abschließend möchte ich auch das Verhalten der Zuschauer positiv erwähnen. Mit ihrer Begeisterung haben sie die Sprengung zu einem wahren Erlebnis gemacht.
Einige Eindrücke von den Vorbereitungen in den Tagen vor der Sprengung, aus der Einsatzzentrale und Bilder der Sprengsekunden sowie der Schornsteinreste haben wir für Sie zusammengestellt: http://www.castrop-rauxel.de/Stadtinformation_Kultur_Freizeit_und_Sport/Stadtinformationen/Impressionen/Galerie.asp?
Ihr Johannes Beisenherz, 07.04.2008
Integrationskonzept beschlossen!
Ein gutes Signal für die Integration: Der Rat hat in der vergangenen Woche nach einer sehr sachlichen Debatte mit breiter Mehrheit bei nur drei Enthaltungen ein umfassendes Konzept zur Integrationsförderung für unsere Stadt beschlossen.
Mein Dank gilt den Verfassern, die im Integrationsrat intensiv über alle Parteigrenzen hinweg am Konzept mitgearbeitet haben.
Integration ist in Castrop-Rauxel Thema: ca. sieben bis acht Prozent unserer Stadtbevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Neben den vielen Integrationsbemühungen der Vergangenheit wurde nun mit dem Integrationskonzept eine solide Basis geschaffen, die Vieles zusammenfasst. Jetzt geht es darum in einem zweiten Schritt, die beschriebenen Maßnahmen voran zu treiben und mit Leben zu füllen. Dies ist nur möglich, wenn alle Beteiligte aufeinander zugehen und den offenen Dialog suchen und führen. Ein offenes Miteinander ist die Basis für einen erfolgreichen Integrationskurs in unserer Stadt.
Es gibt viele gute Beispiele wie Integrationsarbeit aussehen kann: die AGORA oder z.B. der Verein IBFS mit Murat Vural. Die Arbeit dort macht Mut. Hier müssen wir ansetzen und konsequent weiter machen.
Es grüßt Sie herzlichst aus dem Rathaus
Ihr Johannes Beisenherz, 18.03.2008
Wo führt das hin?
Die Ankündigung des Nokia Vorstandes, das Nokia Werk in Bochum in wenigen Monaten zu schließen, führt uns noch einmal drastisch vor Augen, welchen Wert bzw. welche Bedeutung der arbeitende Mensch in unserem Wirtschaftssystem noch hat. Milliarden-Gewinne Jahr für Jahr, Sponsoring über öffentliche Subventionen, Sonderschichten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber keine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter des Unternehmens.
Die Arbeitswelt befindet sich in einem immer schnelleren Wandel. Weder geregelte Arbeitsverhältnisse noch die gerechte Teilhabe am gesellschaftlich erwirtschafteten Wohlstand sind heute selbstverständlich. Die hohe Arbeitslosigkeit grenzt viele Menschen aus. Der Abstand zwischen Arm und Reich vergrößert sich. Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben oft wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Viele Frauen haben trotz guter Bildungsabschlüsse keinen fairen Zugang zu beruflichem Aufstieg, häufig nicht einmal zu Existenz sichernder Erwerbsarbeit. Wer nur eine geringe Qualifikation oder besondere Schwierigkeiten auf dem Arbeitmarkt hat, droht abgekoppelt zu werden. Lebensqualität wird durch steigenden Druck, mehr Konkurrenz und das Verlangen nach ständiger Verfügbarkeit und totaler Flexibilität bedroht. In vielen Fällen reicht auch nicht mehr nur ein Job, um eine Existenz zu garantieren - von einem Job morgens in den nächsten Job am späten Nachmittag und das bei schlechten Arbeitsbedingungen und teilweise Dumpinglöhnen. Unternehmen, die ihre Entscheidungen in erster Linie am Börsenkurs und an den geringstmöglichen Arbeitskosten orientieren, entlassen Beschäftigte in großer Zahl.
Eine erschreckende Entwicklung! Es ist Aufgabe der Politik, dem entgegenzusteuern! Deshalb: Der Wandel der Arbeitswelt muss sozial gestaltet werden. Der Mensch gehört in den Mittelpunkt der politischen Bemühungen und nicht die bestmögliche Profitrate. Jede Frau und jeder Mann muss in Würde arbeiten können. Wer Vollzeit arbeitet, muss von seiner Arbeit auch leben können.Eigentlich traurig, dass man um Selbstverständlichkeiten (wieder) kämpfen muss.
Ihr Johannes Beisenherz, 21.01.2008
Klimaschutz in Castrop-Rauxel - Wir arbeiten daran!
Die Verleihung des European Energy Award an die Stadt Castrop-Rauxel!
Bereits 1997 hat der Rat der Stadt auf Initiative der SPD hin in einem umfangreichen Maßnahmenkatalog erste klimaschutzpolitische Schritte auf den Weg gebracht. Seit 2004 beteiligt sich Castrop-Rauxel freiwillig am "European Energy Award". Im Dezember 2006 hat der TÜV Rheinland in seinem Audit-Verfahren festgestellt, dass die Stadt 56,2% der möglichen Punkte erreicht. In seinem Bericht stellt der TÜV fest, dass "die Qualität der Tools der Stadt Castrop-Rauxel außergewöhnlich gut sei und die Stadt mit 56,2% die erforderliche 50% Marke übersprungen habe." Mit dieser Auszeichnung befindet sich Castrop-Rauxel in einem exklusiven Club von 16 Städten. Castrop-Rauxel liegt vorn, wenn es um Klimaschutz geht! Wir wollen aber auch vorn bleiben, deswegen ist der Preis für uns Ansporn, noch intensiver weiterzumachen - wie das folgende Beispiel zeigt:
Die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach!
Die flächenmäßig größte Solaranlage in Castrop-Rauxel entsteht derzeit auf dem Dach des Rathauses. 2000qm2 groß wird die Anlage sein mit einer Leistung von 100kw. Sie wird wahrscheinlich im Laufe des Novembers ans Netz gehen. Weitere Anlagen werden folgen!
Klimaschutz in Castrop-Rauxel - eine ökologische und finanzielle Verpflichtung!
Ihr
Johannes Beisenherz, 18.10.2008