Städtebauliche Wettbewerbe
Städtebauliche Wettbewerbe dienen dazu, verschiedene Lösungsvorschläge für eine städtebauliche Aufgabe von externen Büros, Studenten oder sonstigen Wettbewerbsteilnehmern zu erhalten. Die Gemeinde schreibt bei der Auslobung eines Wettbewerbes Rahmenbedingen fest und definiert ein bestimmtes Leistungsspektrum sowie elementare Grundsätze und Prinzipien, die alle eingehenden Entwürfe berücksichtigen müssen.

Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge stellen meist ein breites Spektrum an unterschiedlichen Lösungsansätzen für die Aufgabenstellung dar. Die Stadt erhält so eine gute Übersicht über mögliche Entwicklungen einer Fläche. Der Verfahrensablauf von städtebaulichen Wettbewerben kann sehr stark variieren. Oft werden in einem ersten Schritt, der sogenannten Vorprüfung, formelle Aspekte der Wettbewerbsbeiträge geprüft, z. B. ob sie fristgerecht eingegangen sind oder der Beitrag die geforderten Leistungen enthält. Zum Beispiel kann in der Auslobung gefordert sein eine bestimmte Anzahl an Wohnungen zu planen. Weicht ein Entwurf von dieser Vorgabe ab kann er vom Wettbewerb ausgeschlossen werden.

In einem zweiten Schritt werden die zugelassenen Wettbewerbsbeiträge anhand von vorab festgelegten Beurteilungskriterien bewertet. Beurteilt werden je nach Aufgabenstellung die städtebauliche, technische, funktionale und ökologische Qualität der Planung. Weitere Kriterien können das Leitbild des Entwurfes, die Orientierung an der vorhandenen Bebauung, die Wirtschaftlichkeit und die Umsetzbarkeit des Entwurfes sein. In mehreren Durch-gängen werden von einem Preisgericht die besten eingegangen Arbeiten ausgewählt. In einer abschließenden Diskussion wird eine Rangfolge gebildet und der Gewinner des Wettbewerbes ausgewählt.

