Stadtteilgespräche 2008/2009
Stadtteilgespräch Castrop, Obercastrop, Behringhausen
am 4. Juni 2008
Ca. 40 Personen fanden sich am 4. Juni 2008 in der Johannes-Rau-Realschule in der Kleinen Lönsstraße zusammen. Nach Begrüßung durch Bürgermeister Beisenherz, der noch einmal einen Rück- und Ausblick auf die Zukunftsgespräche gab, erfolgte eine Zusammenfassung der bisherigen Aktivitäten und Planungen in den drei Stadtteilen. Dabei wurden von Martin Oldengott, Bereich Stadtentwicklung, die demografischen Rahmenbedingungen dargestellt und die sich hieraus ergebenden zukünftigen Veränderungen in der Zusammensetzung der Einwohnerzahlen bzw. Altersstrukturen in den genannten Ortsteilen. Ein Überblick über die bisherigen Planungen bzw. baulichen Maßnahmen rundete den Informationsblock ab.
Im Anschluss an den Informationsblock diskutierten Herr Matthias Zimmer (Vorsitzender Altstadt-Marketing e. V.), Herr Klaus-Michael Lehmann (Mitglied im Kunst- und Gestaltungsbeirat der Stadt Castrop-Rauxel) und Herr Professor Dr. Philipp Walkenhorst (Vorsitzender des Vereins "Hände weg vom Stadtgarten e.V.", Parkbad Süd) unter Moderation von Frau Christa Schriever (WAZ Castrop-Rauxel) in einer Talk-Runde über die Gegenwart und Zukunft der drei Stadtteile. Dabei wechselten die Äußerungen zwischen Lob und Kritik. Die mangelnde Pflege und Unterhaltung des öffentlichen Raumes zog sich dabei wie ein roter Faden durch die Diskussion, die durch Fragen und Anregungen aus dem Publikum ergänzt wurde. Allen Diskussionsteilnehmern war wichtig, dass die Altstadt als Oberzentrum und als "Kaufhaus" erhalten und ausgebaut wird. Qualitätsbildung und Qualifizierung der Angebote standen dabei im Vordergrund. Allgemein wurde anerkannt, dass sich die Bemühungen von Altstadt-Marketing, Cityring und Stadtverwaltung auf einem richtigen Weg befinden und Schwerpunkte der Stadtentwicklungspolitik bleiben müssen. Eine bessere Einbeziehung der Bürger bzw. Vereine wurde gefordert, damit die vorhandenen Potentiale stärker eingebunden und genutzt werden können. Die auf den Weg gebrachten Initiativen, wie ISG, Stadt macht Platz und Ab in die Mitte wurden positiv bewertet. Kritikpunkte waren die fehlende Pflege des öffentlichen Raumes und die mangelnde Sensibilität bei Fragen der Baukultur, auch im Sinne des erhaltenden Denkmalschutzes.
In der abschließenden Diskussionsrunde mit dem Publikum wurden viele Anregungen seitens der Bürgerschaft an die Verwaltung und Politik gerichtet, die bei zukünftigen Planungen einbezogen werden sollen.
Stadtteilgespräch Habinghorst und Pöppinghausen
am 16. Juni 2008
Bürgermeister Beisenherz konnte an diesem Abend ca. 40 Personen in der Aula der Fridtjof-Nansen-Realschule an der Lange Straße begrüßen. Martin Oldengott, Bereichsleiter Stadtentwicklung, gab anschließend einen Überblick über die zur Zeit laufenden Planungen und Baumaßnahmen in den beiden Stadtteilen. Dabei wurde auf die unterschiedlichen Entwicklungen der Stadtteile Pöppinghausen und Habinghorst differenziert eingegangen. Bestimmend für die beiden Stadtteile ist und wird der Umbau des Emschersystems und der Nebenläufe sein. Diese Baumaßnahmen erfordern zum einen Geduld, aufgrund der Bauzeitenlänge, sind aber schon jetzt als Qualitätsgewinn für den Norden der Stadt erkennbar bzw. absehbar.
In der anschließenden Talk-Runde unter Leitung von Anne Buerbaum (Stadtanzeiger) wurden Akteure aus den Stadtteilen um Meinung und Kritik gebeten.
Ursel Beushausen als engagierte Bürgerin, Herr Schulte-Hullern als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Lange Straße und Michael Goerke als Leiter des Stadtteilzentrums in Pöppinghausen waren fachkundige und zugleich kritische Gesprächspartner.
Insgesamt stellte sich sehr schnell heraus, dass die Entwicklung in den Stadtteilen Habinghorst und Pöppinghausen sehr unterschiedlich verläuft. Daher wurde vereinbart, für den Stadtteil Pöppinghausen einen gesonderten Zusatztermin im Rahmen des Zukunftsprojektes einzurichten. Dieser soll im November 2008 erfolgen.
Der Schwerpunkt der Diskussion lag im Stadtteilteil Habinghorst, dessen Ausländerproblematik sowie der zukünftigen Entwicklung der Lange Straße. Hauptkritikpunkte waren hier Zustand und Beschaffenheit des Straßenraumes sowie der Besatz an Ladenlokalen. Bei der Frage der Öffnung der Lange Straße für den Individualverkehr gab es positive wie negative Meldungen. Bemängelt wurde allgemein die fehlenden Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche. Die Qualität des öffentlichen Raumes, was Pflege und Unterhaltung angeht, wurde als verbesserungswürdig dargestellt. Eine Chance sahen viele Bürgerinnen und Bürger in einer Entwicklung des Habinghorster Marktes. Mögliche Angebote für altengerechtes Wohnen im Stadtteil wurden hier einstimmig angemeldet. Die künftige Entwicklung des ehemaligen Kraftwerkgeländes wurde durchaus positiv bewertet, dies im Zusammenhang mit der neuen Umgehungsstraße (Klöcknerstraße). Allgemein wurde festgehalten, dass die Lange Straße Qualitäten besitzt und als Herz des Stadtteiles Habinghorst angesehen wird. Festgehalten wurde aber auch, dass die Lange Straße weiterer Unterstützung, vor allem in städtebaulicher Hinsicht, bedarf.
Stadtteilgespräch Ickern am 23. Juni 2008
Bürgermeister Beisenherz begrüßte in der Franz-Hillebrandt-Schule die Teilnehmer des Stadtteilgespräches in Ickern. Dabei ging er auf die sichtbar schwache Teilnehmerresonanz ein, da lediglich ca. 25 Personen die Möglichkeit der Information und Diskussion wahrnahmen. Ein Großteil der Teilnehmer waren Funktionsträger aus Politik und Initiativen.
In einem Informationsblock erfolgte zunächst ein Überblick über die demografischen Veränderungen der Stadtteile Ickern-Nord und Ickern-Süd. Martin Oldengott ging dabei auf die zukünftigen Anforderungen aufgrund der veränderten Bevölkerungs- und Altersstrukturen ein. Gleichzeitig wurden die Planungen und Entwicklungen im Castrop-Rauxeler Norden dargestellt.
In der anschließenden Talk-Runde, unter Leitung von Ilse-Marie Schlehenkamp (Ruhr-Nachrichten Castrop-Rauxel), wurden Torsten Schnelle (Leiter Agora), Detlef Kipar (Vorsitzender Werbering Ickern) und Klaus-Dieter Tesch (Vorsitzender Menschen an der Emscher) als lokale Akteure des Stadtteils befragt.
Vielleicht durch die geringe Teilnehmerzahl bedingt, ergab sich eine sehr intensive, offene und konstruktive Diskussion. Die Teilnehmer bewerteten allgemein die Entwicklung in Ickern als positiv und stellten die künftigen baulichen Veränderungen in einen positiven Zusammenhang. Dabei wurden die sich abzeichnenden Veränderungen am Ickerner Markt positiv beurteilt (lediglich die Parkplatzsituation wurde kontrovers diskutiert). Besonders die anstehenden Umbaumaßnahmen an der Emscher wurden seitens Herrn Tesch als wichtig und richtig bezeichnet. Es gilt nun, die vorhandenen Qualitäten in die Ortsteillagen hineinzuvernetzen und Einfluss zu nehmen auf eine Mitwirkung im direkten Umfeld der Emscher. Im Bereich der Aapwiesen wurden die begonnen Privatisierungen als Chance der städtebaulichen Entwicklung in diesem Stadtteil gesehen. Die Entwicklung aus dem städtischen Grundstück neben dem Neubau Lummerland, wurden in der Diskussion dahin gelenkt, hier ein zusätzliches, neues Angebot für generationsübergreifendes Wohnen zu schaffen.
Viele Fragen zur besseren Aktivierung der Bürgerschaft, des Werberinges wurden angesprochen. Dabei wurde das bürgerschaftliche Engagement, das in großem Maße schon in der Agora spürbar und sichtbar ist, als beispielgebend herausgestellt. Durch diese Kultureinrichtung an der Zechenstraße hat der Stadtteil Ickern eine wesentliche Aufwertung, nicht nur hinsichtlich des Image, erhalten. Die Vernetzung mit der Kultureinrichtung in den Stadtteil soll und muss gestärkt und weiterentwickelt werden. Ein weiteres Thema in dieser Diskussion war die Planung zur B 474n. Wie auch bei den vorher stattgefundenen Info-Veranstaltungen zu dieser Straßenplanung, wurde diese Straße als negativ und ablehnenswert beurteilt. Diese Straße scheint sich als Dauerthema im Norden unserer Stadt zu verfestigen.
Stadtteilgespräch in Merklinde/Bövinghausen
am 12. August 2008
Was hat sich in den letzten drei Jahren in Merklinde/Bövinghausen getan? Wie wird sich der Stadtteil zukünftig entwickeln? Zu diesem Thema hatte Herr Bürgermeister Johannes Beisenherz und der Bereich Stadtentwicklung am 12. August Bürgerinnen und Bürger in die Marienschule in Merklinde eingeladen, sich einerseits über die Entwicklungen in ihrem Stadtteil zu informieren, andererseits, um aktuelle Themen zu diskutieren. Rd. 40 interessierte BürgerInnen nahmen dieses Angebot wahr. Als lokale Experten für den Stadtteil waren zudem Frau Hildegard Dolny vom Verein zur Erhaltung der Marienschule e.V., Herr Klaus-Hermann Pelzing vom SuS Merklinde sowie Herr Heinz-Peter Junker von der Ruhr-Lippe-Wohnungsgesellschaft vor Ort.
Nach einem Impulsreferat durch Herrn Martin Oldengott vom Bereich Stadtentwicklung wurden die Bürgerinnen und Bürger, wie auch die lokalen Experten, durch Frau Ilse-Marie Schlehenkamp (Ruhr Nachrichten) zu einer lebhaften Diskussion ermuntert.
Folgende Themen standen dabei im Vordergrund:
• Akzeptanz und Annahme der Angebote des SuS Merklinde sowie
der Marienschule,
• Verlängerung der L 654n in Bezug auf die hohe Verkehrsbelastung
der Gerther Straße,
• Erhöhung der Umschlagmenge des Abfallentsorgers Remondis und
dessen Auswirkungen auf die Gerther Straße,
• unzureichende Verkehrslenkung für den gewerblichen Verkehr/fehlende
Beschilderung,
• Defizite bei der Verkehrssituation in der Johannesstraße sowie im
Bereich des Bahnüberganges,
• Defizite bei der fußläufig erreichbaren Nahversorgung,
• Zustand und Angebot an Fuß- und Radwegen in Merklinde/Bövinghausen,
• Wunsch nach mehr Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum.
Insgesamt wurde deutlich, dass trotz vieler angesprochener kritischer Aspekte und Verbesserungsvorschlägen die Merklinder Bürger insgesamt die Situation in ihrem Stadtteil überwiegend positiv bewerten. Lediglich vier Bürger beurteilten in einer Punktabfrage die Situation in Merklinde/ Bövinghausen negativ.
Stadtteilgespräch Dorf Rauxel, Deininghausen, Dingen
am 3. September 2008
"Die Dingener fühlen sich in Dingen wohl!" so lautete ein Ergebnis, das Bürgermeister Beisenherz und Martin Oldengott vom Stadtteilgespräch Dingen, Deininghausen und Dorf Rauxel mit zurück ins Rathaus nehmen konnten. Zwar waren nur wenige Bürger der Einladung zum Dialog mit der Stadtverwaltung gefolgt, dennoch konnte über jeden Stadteilteil und seine Eigenheiten diskutiert werden.
ach einem kurzen Einführungsreferat über Vergangenes und Zukünftiges in den drei Stadtteilen hatten die Bürger die Möglichkeit, in einer von Christa Schriever (WAZ) moderierten Talkrunde Stellung zu beziehen und Fragen zu stellen. Zwei engagierte Bürgerinnen aus den Stadtteilen - Marion Lipka von der Siedlergemeinschaft Dingen und Barbara Luther vom Verein "Bürger für Deininghausen e. V." - standen ebenfalls für eine Diskussion zur Verfügung.
Das Thema Nahversorgung stellte ein stadtteilübergreifendes Thema dar. Einerseits wurde ein besseres Nahversorgungsangebot gewünscht, wenngleich auch deutlich wurde, dass viele Dingener ihre Einkäufe überwiegend in Dortmund-Mengede erledigen. Andererseits wurde festgestellt, dass es durchaus kleinflächige Angebote in Deininghausen und Dorf Rauxel gibt, die allerdings nicht ausreichend von den Bürgern angenommen werden. Auch besondere Serviceleistungen, wie z.B. Bringdienste, werden nur selten beansprucht.
Altengerechtes und barrierefreies Wohnen stellte ebenfalls ein Thema in allen Stadtteilen dar. Gerade für Deininghausen, wo viele Menschen schon seit Jahrzehnten in ihren Wohnungen leben, wurde Bedarf angekündigt. In diesem Zusammenhang wurde der Wunsch geäußert, von Seiten der Stadt eine stärkere Zusammenarbeit mit den Wohnungsgesellschaften zu forcieren.
Während die Situationen in Dorf Rauxel und Dingen insgesamt positiv bewertet wurden, überwogen in Deininghausen kritische Äußerungen, die sich über die Themen Pflege der Grünflächen, Sicherheit, Image und Angebote für Jugendliche erstreckten. Positives wurde hingegen aus dem Programm "Soziale Stadt" berichtet. Mehrere kleine Projekte, wie z. B. "Sport für Frauen", werden von den Bewohnern mittlerweile sehr gut angenommen.
Stadtteilgespräch Rauxel/Bladenhorst
am 16. September 2008
Knapp 60 Personen waren der Einladung der Stadt Castrop-Rauxel in das Johannesheim in Rauxel gefolgt. In Vertretung für Herrn Bürgermeister Johannes Beisenherz, der dienstlich verhindert war, begrüßte Martin Oldengott vom Bereich Stadtentwicklung die Bürgerinnen und Bürger und bedankte sich bei Frau Anne Buerbaum (Stadtanzeiger), die an diesem Abend die Moderation übernommen hatte.
Zu Beginn der Veranstaltung berichtete Herr Oldengott kurz über die demografische Entwicklung der Stadt Castrop-Rauxel sowie der Ortsteile Rauxel/Bladenhorst. Im Anschluss daran wurde ein Rück- und Ausblick über durchgeführte und geplante Maßnahmen in den Ortsteilen gegeben. Schwerpunkte hierbei waren der Ausbau und die Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur, die anstehenden baulichen Maßnahmen zur Öffnung des Deininghauser Baches in der Schulstraße sowie das Thema Nahversorgung im Stadtteil. Diese Schwerpunkte bestimmten auch in der folgenden Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern die Wortbeiträge.
Als Talkgäste begrüßte Frau Anne Buerbaum Herrn Manfred Pietschmann als ehemaligen Sprecher der Deutschen Bahn AG und Herrn Kerschner als Vertreter des VFR Rauxel. Beide Gesprächspartner vermittelten ein lebendiges Bild der Ortsteile. Herr Pietschmann ging im Wesentlichen auf die Situation des Hauptbahnhofes Castrop-Rauxel am Berliner Platz und das Umfeld ein. Herr Kerschner appelierte an alle Bürgerinnen und Bürger "etwas zu tun" und sich zu engagieren. Der VFR Rauxel betreut über 150 Kinder und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Sozialisierung und Integration.
In der anschließenden Diskussion hatten die Bürgerinnen und Bürger ausreichend Zeit und Gelegenheit, Ihre Wünsche und Anregungen vorzutragen. Wie auch in anderen Ortsteilen bestimmte das Thema Verkehr/verkehrliche Belastung die Diskussion. Trotz des rechnerisch ausreichenden Angebotes an Nahversorgungsbetrieben wurde die Einkaufsituation als nicht zufriedendstellend dargestellt. Wie künftig die Schulstraße nach Umbau des Deininghauser Baches aussehen wird, war ein weiteres Thema an diesem Abend. Grundsätzlich gab es eine breite Zustimmung für den Umbau der Schulstraße, der, wie in einem vorweggenommenen Ortstermin festgestellt wurde, auch als Chance begrüßt wird.
In einer Gesamtbetrachtung lässt sich festhalten, dass eine grundsätzliche Zufriedenheit in Rauxel/Bladenhorst besteht und die Situation als positiv eingeschätzt wird. Wie auch in den anderen Stadtteilen deutlich geworden ist, sind es viele "kleine Dinge", die auf den Nägeln brennen und durch die Stadtverwaltung abgearbeitet werden müssen.
Stadtteilgespräch in Frohlinde am 23. September 2008
45 Teilnehmer waren der Einladung von Bürgermeister Beisenherz zum Stadtteilgespräch in Frohlinde gefolgt, das wie vor drei Jahren in der Ökoinsel stattfand. Als lokale Akteure aus dem Stadtteil waren Friedhelm Steinert vom FC Frohlinde und Ulrike Voit-Bornkessel vom Verein zur Betreuung der Schulkinder der Lindenschule vor Ort, um von ihrer Tätigkeit in und für Frohlinde zu berichten. Christa Schriever (WAZ) übernahm die Moderation des Abends.
Unzureichende Parkmöglichkeiten an Schule, Kindergarten und Sportplatz sowie das hohe Verkehrsaufkommen im Ortsteil und damit verbundene Gefahrenquellen für Kinder, waren die bestimmenden Themen des Abends. Wenngleich die Parkplatzproblematik am Sportplatz in naher Zukunft behoben werden soll, wurde insgesamt festgehalten, dass das hohe Verkehrsaufkommen im Verkehrs- bzw. Mobilitätsverhalten der Familien begründet ist. Bewusstseinsbildung und kreative Ideen, wie z. B. walking busses, könnten eine Möglichkeit bieten, die Situation zu Bring- und Abholzeiten zu entschärfen. Die mögliche Einrichtung eines Kreisverkehres im Bereich Dortmunder Straße/Wakefieldstraße soll ebenfalls der Verkehrsberuhigung im Ortsteil dienen.
Das Thema Hochwasserschutz und Gewässer stellte den zweiten wichtigen Themenblock des Abends dar. Hier wurde dringender Handlungsbedarf am Mühlenteich/-bach angeführt. Die zeitnahe Behebung des Wasserschadens an der Lindenschule war ebenfalls ein Thema, das die Bürger bewegte. Bis Mai 2009 soll der Schaden endgültig behoben worden sein.
Weitere Themen des Abends waren u. a.:
• hohes Lkw-Aufkommen in der Merklinder Straße,
• Erweiterung Friedhof Frohlinde und die Sanierung der Trauerhalle,
• Wunsch nach mehr Unterstützung des FC Frohlindes,
• Belebung des Ortskerns,
• Radweg durch Frohlinde,
• längere Betreuungszeiten für Kinder.
Trotz der angeführten Kritikpunkte ist resümierend festzuhalten, dass in Frohlinde, laut der Familienbefragung 2007, die zufriedensten Familien in Bezug auf ihr Wohnumfeld leben.
Stadtteilgespräch Schwerin am 24. September 2008
Am 24. September fand das Stadtteilgespräch in Schwerin statt. Trotz geringer Teilnehmerzahl oder gerade auch deshalb, wurde lebendig diskutiert. Welche Vorteile bringt die L654n? Was tut sich am Neuroder Platz? Ist das Angebot an Spielplätzen in Schwerin ausreichend? Welche Wünsche, Lob und Kritik haben die Bürger? Diese und viele weitere Themen standen im Vordergrund der Veranstaltung, zu der die Stadtverwaltung in das Dietrich-Bonhoeffer-Haus eingeladen hatte. Nach einem kurzen Einführungsvortrag von Martin Oldengott zu Vergangenem und Zukünftigen aus dem Stadtteil, leitete Ilse-Marie Schlehenkamp (Ruhrnachrichten) die Diskussion, in der neben den Bürgern drei lokale Akteure aus dem Stadtteil teilnahmen. Lorenz Ewert (Elefanten-Apotheke), Karl Heinz Jakob (Blau-Gelb Schwerin) und Norma Speckmann (Ev. Kindergarten Regenbogenhaus) berichteten von ihren Tätigkeiten in und für den Stadtteil.
Das Thema Verkehr - bezogen auf unterschiedliche Einzelaspekte - stand im Mittelpunkt der Diskussion. Der geplante Ausbau der L654n sowie der Kreisverkehr am Neuroder Platz wurden insgesamt positiv bewertet. Kritisch hingegen betrachtet wurde der Kreisverkehr am Neuroder Platz als Gefahrenpunkt für Kinder. Ausserdem angeführt wurde die mangelnde Pflege und Gestaltung des Kreisels. Weitere Anmerkungen zum Thema Verkehr bezogen sich auf folgende Aspekte:
• fehlende Parkmöglichkeiten im Zentrum von Schwerin,
• Wunsch nach besserer Anbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen Neuroder Platz und Sportplatz sowie dem nordöstlichen Teil des Stadtteils,
• mangelhafte Wegeverbindung für Bewohner des Seniorenheims zum Neuroder Platz.
Die Entwicklung auf Graf Schwerin wurde ebenfalls insgesamt positiv bewertet, wobei in diesem Zusammenhang die Zukunft des bisherigen Supermarktes an der Dortmunder Straße kritisch betrachtet wurde. Am 15. Oktober fand zwischenzeitlich auf Graf Schwerin der offizielle Spatenstich sowie eine Informationsveranstaltung zu der zukünftigen Entwicklung des Areals statt. Auch zukünftig soll über die Entwicklung auf Graf Schwerin kontinuierlich informiert werden.
Zum Thema Versorgung wurde der Wochenmarkt als verbesserungswürdig dargestellt, hier besteht der Wunsch nach einer größeren Anzahl an Marktständen.
Im Bereich Kinder und Jugend wurde ein weiterer Bedarf an U 3 Betreuung sowie an Kinderspielplätzen festgestellt.
Einmal mehr wurde auch in Schwerin die Vereinsarbeit der örtlichen Sportvereine hervorgehoben, die neben sportlichen Angeboten eine hohe gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Insgesamt besteht der Wunsch nach mehr Unterstützung durch die Stadt, aber auch durch die Bürger.
Stadtteilgespräch Henrichenburg
am 15. Oktober 2008
Nach acht Stadtteilgesprächen fand am 15. Oktober das letzte Gespräch im Maximilian-Kolbe-Haus in Henrichenburg statt. Rund 30 Teilnehmer ließen sich über durchgeführte und geplante Maßnahmen in ihrem Stadtteil informieren. Im Anschluss an den Einführungsvortrag leitete Anne Buerbaum (Stadtanzeiger) die Diskussion zwischen Bürgern, Verwaltung, Bürgermeister Beisenherz und zwei Kommunalpolitikern - Josef Berkel (CDU) und Burkhardt Kapteinat (SPD) - ein.
Der mögliche Ausbau der B474n sowie das Radwegenetz in Henrichenburg waren die bestimmenden Themen des Abends. Aus Sicht der Bürger besteht aufgrund der hohen Verkehrsbelastung der B235 ein eindeutiger Bedarf für den Bau der Straße. Das Radwegenetz wurde ebenfalls kritisiert und der Ausbau an unterschiedlichen Stellen in Henrichenburg gefordert.
Zusätzliche Baulandausweisungen, wie z.B. am Alten Garten, wurden von den Bürgern im Hinblick auf sinkende Einwohnerzahlen negativ betrachtet. Herr Bürgermeister Beisenherz erläuterte daraufhin, dass aufgrund veränderter Haushaltsstrukturen trotz Einwohnerrückgang auch weiterhin Bedarf an zusätzlichen Wohneinheiten besteht, der im Innenbereich auf unter oder nicht genutzten Flächen umgesetzt werden soll. Damit soll ein weiterer Verbrauch von Freiflächen verhindert werden.
Die mögliche Bebauung des Gemeindeplatzes stieß insgesamt auf Unmut bei den Teilnehmern.
Weitere Themen des Abends waren:
• Lärmbelästigung durch die Baustelle am Düker,
• "Unsicherheit" und Vandalismus durch Jugendliche am Gemeindeplatz,
• fehlende Angebote für Jugendliche,
• unzureichendes ÖPNV-Angebot in Becklem,
• Wunsch nach Park & Ride-Parkplatz.
Stadtteilgespräch Pöppinghausen am 1. Oktober 2009
Auf besonderen Wunsch der Bürgerinnen und Bürger in Pöppinghausen fand am 1. Oktober 2009 ein zusätzliches Stadtteilgespräch im Center Pöppinghausen statt. Rd. 60 Personen waren gekommen, um mit Herrn Bürgermeister Beisenherz über die Zukunft Pöppinghausens zu diskutieren.
Im Vordergrund der Diskussion stand der Umbau der Emscher, der ebenfalls den Neubau eines Kanals beinhaltet. Silke Wienforth und Reiner Tatus von der Emschergenossenschaft standen als Projektleiter für Fragen und Kritik zur Verfügung. Aufgrund des großen Interesses an diesem Thema regte Herr Bürgermeister Beisenherz an, einen zusätzlichen Termin mit der Emschergenossenschaft in Pöppinghausen zu vereinbaren, um die Bürger im Detail über die Umbaumaßnahmen zu informieren.
Der Zustand der Straßen in Pöppinghausen und hier insbesondere des Westrandweges führte ebenfalls zu angeregter Diskussion. Auch zu diesem Thema wird es in naher Zukunft einen Informationsabend in Pöppinghausen geben.
Ebenfalls auf Unmut stieß der Pflegezustand des städtischen Teils des Pöppinghauser Friedhofes. Noch vor dem nächsten Feiertag wird der Zustand verbessert werden, so Bürgermeister Beisenherz.
