Foto des Castroper Freibads
 
Startseite > Stadtinformation, Kultur, Freizeit und Sport > Kultur
Jedem Kind ein INstrument-Logo

Jedem Kind ein Instrument 

Programmbeschreibung

"Jedem Kind ein Instrument" ist eine musikpädagogische Initiative für das
Ruhrgebiet: Bis 2010 sollen alle Erstklässler der gesamten Region die Möglichkeit
erhalten, ein Musikinstrument zu erlernen. Das Angebot ergänzt den
Musikunterricht und wendet sich explizit an alle Grundschulkinder, unabhängig
ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Umfeld. Um die Integration unterschiedlicher
Gruppen zu gewährleisten, gibt es Stipendien und Gebührenbefreiungen
für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen. Die Instrumente
sind kostenlose Leihgaben. Jede Musikschule bietet eine Vielfalt an Instrumenten
aus Europa und anderen Teilen der Welt an.


"Jedem Kind ein Instrument" in der Grundschule

Bis zu 15 verschiedene Instrumente entdecken die ABC-Schützen im ersten Schuljahr.
Die Lehrer führen beispielsweise Geige und Querflöte, Posaune ebenso wie Horn,
Mandoline oder die türkische Bağlama vor. Die Kinder probieren die Instrumente aus
und bauen einige auch nach, um die Prinzipien der Tonerzeugung verstehen zu können.
Übungen zu Takt und Rhythmus stehen ebenso auf dem Programm wie Singen,
Basteln und Tanzen. Musikschullehrerinnen und -lehrer unterrichten mit ihren Grundschulkolleginnen
und -kollegen gemeinsam im Tandem eine Schulklasse.


Ihr zuvor selbst ausgewähltes Musikinstrument lernen die Kinder im zweiten Schuljahr
näher kennen. Die Instrumente sind Leihgaben für den Unterricht und für das
Üben zu Hause. Musikschullehrer unterrichten Kleingruppen von durchschnittlich fünf
Kindern. Bereits in den ersten Unterrichtsstunden erlernen sie das gemeinsame Musizieren.
Von der dritten Klasse an kommt zum Instrumentalunterricht das Spiel im Ensemble
"Kunterbunt" hinzu. Jahrgangsübergreifend üben die Kinder einmal wöchentlich das
Zusammenspiel als Schulorchester. Dabei geht es ebenso um die musikalische Ausbildung
wie um die Erfahrung, außerhalb des klassischen Schulunterrichts gemeinsame
Aufgaben und Ziele zu haben. Am Ende eines jeden Schuljahres gestalten die
Kinder ein großes Abschlusskonzert vor Eltern, Verwandten und Freunden.

 

Teilnahmebeiträge

Mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 ist das erste Schuljahr "Jedem Kind ein Instrument"
an den teilnehmenden Grundschulen kostenfrei.

Im zweiten Jahr ist der Maximalbeitrag für den Instrumentalunterricht auf 20 Euro
pro Monat festgesetzt. Im dritten und vierten Jahr kosten Ensemblestunde und Instrumentalunterricht
zusammen maximal 35 Euro pro Monat.

Kinder von ALG-II- und Sozialhilfe-Empfängern sind von den Beiträgen befreit. Darüber
hinaus stehen Stipendien zur Verfügung, die auf Empfehlung der Schulleitung
unbürokratisch von der Zukunftsstiftung Bildung vergeben werden.

 

Vom Projekt zum Ruhrgebietsprogramm

Das Projekt "Jedem Kind ein Instrument" hat 2003 in Bochum als Kooperation der
Musikschule Bochum, der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. und den
Grundschulen begonnen. Die Idee überzeugte: Die Kulturstiftung des Bundes und das
Land NRW beschlossen im Jahr 2006 gemeinsam mit der Zukunftsstiftung Bildung,
das Projekt auszudehnen. Mit neuem Konzept und unter Trägerschaft einer eigens
dafür gegründeten Stiftung entstand ein Programm für das ganze Ruhrgebiet.
Die von den drei Initiatoren zugesagte Förderung für das Ruhrgebiets-Programm
erstreckt sich bis zum Schuljahr 2010/2011, wenn Essen und das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt
Europas sind. Das Land NRW hat eine Fortführung nach diesem Zeitraum
zugesagt.

 

Träger des Programms

Träger des Programms ist die gemeinnützige Stiftung Jedem Kind ein Instrument. Sie
fördert die kreativen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten von Kindern insbesondere
auf dem Gebiet der Musikerziehung und wirbt für diesen Zweck Spenden ein.
Die Mitarbeiter der Stiftung beraten die Musikschulen in allen relevanten Fragen der
Umsetzung und übernehmen überregionale Aufgaben (z.B. Konzeption, Kommunikation,
Stipendienvergabe, Fortbildung der Musikschullehrer, Wissenschaftliche Begleitung).
Sie gewährleisten den Wissenstransfer in alle Musikschulen der Region, begleiten
die Instrumentenbeschaffung und unterstützen die Schulen bei dieser Herausforderung,
die weit über die eigentlichen Musikstunden hinausgeht.

 

Finanzierung des Programms

Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm bis zum Schuljahr 2010/2011
insgesamt 10 Mio. Euro, das Land Nordrhein-Westfalen 15,4 Mio. Euro zur Verfügung.
Die Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. bringt 630.000 Euro ein.
Die ab dem zweiten Schuljahr erhobenen Teilnahmebeiträge decken die Kosten für
die Lehrkräfte in Höhe von circa 9,6 Mio. Euro ab. Die teilnehmenden Kommunen erbringen einen Eigenanteil von insgesamt circa 2,5 Mio. Euro. Für den Stipendienfonds und für den Ankauf der Instrumente werden darüber hinaus noch 12,5 Mio. Euro Spenden- und Sponsorengelder benötigt.
"Jedem Kind ein Instrument" ist ein Programm der Kulturstiftung des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS-Treuhand e.V. unter Beteiligung der Kommunen des Ruhrgebiets, privater Förderer und der teilnehmenden Familien.

Es ist ein Kooperationsprojekt im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010. Bundespräsident Horst Köhler unterstützt die Initiative als Schirmherr.


Link

http://www.jedemkind.de/

 

Träger 

STIFTUNG JEDEM KIND EIN
INSTRUMENT

Willy-Brandt-Platz 1-3
44787 Bochum

TELEFON 02 34.54 17 47-13
TELEFAX 02 34.54 17 47-99

E-MAIL info@jedemkind.de

 

KONTO 10 11 10
BANK GLS Bank
BLZ 430 609 67

VORSTAND
Manfred Grunenberg
Gabriele Spengler

 

Ansprechpartner

VHS
Herr Düding
Tel. 02305/106-2638/49
Fax: 02305/106-2424