Beteiligte prüfen weitere Lösungen für Wegeführung während der Bauzeit

Im Mittelpunkt der Gespräche standen insbesondere Ideen, wie Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende die Brücke „Sprung über die Emscher“ sowie den Natur- und Wasser-Erlebnis-Park „Emscherland“ während der Bauarbeiten möglichst schnell und unkompliziert erreichen können. Die eingebrachten Vorschläge werden nun gemeinsam mit allen Beteiligten weiter geprüft und für die nächste Ausschusssitzung vorbereitet. Dabei wurde deutlich, dass eine grundlegende Verschiebung der Baumaßnahme nicht realisierbar ist.

Überschneidung mit der IGA 2027 Ruhrgebiet

Hintergrund ist die zeitliche Überschneidung des Brückenneubaus mit weiteren laufenden Infrastrukturmaßnahmen sowie mit der Internationalen Gartenausstellung 2027 Ruhgebiet. Ursprünglich war vorgesehen, die neue Brücke rechtzeitig zum Beginn der IGA im Frühjahr 2027 fertigzustellen. Das Projekt kann auch nicht auf das Jahr 2028 verschoben werden, da mehrere Bauprojekte aufeinander aufbauen bzw. bezüglich möglicher Umleitungen voneinander abhängig sind. Dazu gehören unter anderem der Brückenbau am Westring sowie Sanierungsarbeiten an mehreren Bahn-Brücken.

Ziel aller Beteiligten ist es, die Einschränkungen während der Bauzeit für alle Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig für alle Besucherinnen und Besucher den Zugang zum Emscherland und zur IGA sicherzustellen.

Luftbild Wartburgstraße

Brückenneubau und Ausbau der Wartburgstraße

Die Emschergenossenschaft und der Kreis Recklinghausen beginnen im Frühjahr 2026 mit den Baumaßnahmen an der Wartburgstraße in Castrop-Rauxel. Die Straße wird beidseitig um einen Geh- und Radweg verbreitert. Die Emscher-Brücke wird in diesem Zug erneuert und um eine Steganlage für den Rad- und Fußverkehr unter der Brücke ergänzt.

Für diese Maßnahmen wird ab Herbst eine Vollsperrung zwischen Freiheitstraße und Heerstraße erforderlich. Im Vorfeld der Baumaßnahme luden die Emschergenossenschaft und der Kreis Recklinghausen im April zu einer Informationsveranstaltung ein.

Neben der B 235 ist die Wartburgstraße in Castrop-Rauxel eine der meist frequentierten Nord-Süd-Verbindungen, die die Stadtteile Habinghorst/Henrichenburg mit dem nördlich des Rhein-Herne-Kanals gelegenen Becklem verbinden. Der Kreis Recklinghausen plant, die Wartburgstraße zwischen der Heerstraße und der Freiheitstraße komplett auszubauen und durch beidseitige Geh- und Radwege zu verbreitern.

Darüber hinaus wird die damalig im Zuge der Beseitigung einer Unfallhäufungsstelle errichtete Baustellenampel durch eine dauerhafte Anlage ersetzt. Im Zuge dessen wird auch die der Emschergenossenschaft gehörende Emscher-Brücke an der Wartburgstraße um vier Meter von aktuell 10,7 auf zukünftig 14,7 Meter aufgeweitet.

Da die ursprünglich 1911 errichtete Brücke, die im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört wurde und 1950/1951 neu aufgebaut wurde, nicht mehr saniert werden kann, ist ein Neubau des Brückenbauwerks unumgänglich. Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Maßnahmen (Straßenausbau durch den Kreis sowie Brückenneubau durch die Emschergenossenschaft) hatten der Kreis Recklinghausen und die Emschergenossenschaft nach der bereits zusammen durchgeführten Planung für Brücke, Straße und Radwege auch eine Ausschreibungsgemeinschaft für den gemeinsamen Bau gebildet.