Das Frauenfilmfestival 2026 startet im Frauenmonat März mit einem Dokumentarfilm über die politisch aktiven Frauen in der DDR. Es folgen Filme zum Kampf um das Wahlrecht für Frauen in der Schweiz, zur historischen Wahlrechtsbewegung in England und zur Sternstunde der Demokratie: der Verankerung des Artikels 3, 2 im Grundgesetz.
Politische Frauen in der DDR
am Montag, 16. März, um 19 Uhr im Dritten Ort, Ziegeleistraße 14 in Waltrop
Dokumentation über 15 Frauen aus der ehemaligen DDR, von der Metallurgin bis zur Schriftstellerin. Vor dem Hintergrund einer politisch postulierten, realiter aber mit diversen Hemmnissen ringenden Gleichstellung spürt der Film dem Spagat der Protagonistinnen zwischen Beruf und Privatleben nach. Im Dialog mit dokumentarischen wie subtil kritischen Spielfilmen und im Kontrast zu propagandistischen Wochenschauen enthüllt der Film essayistisch die Vielfalt ostdeutscher Biografien.
Durch eine Montage, die Kontraste wie Analogien herausarbeitet, und unterfüttert mit kollektiven Erinnerungen aus Schlager, Pop und Kunst am Bau wird auf unterhaltsame Weise greifbar, wie unterschiedlich sich Frauen mit dem Patriarchat arrangierten oder dagegen aufbegehrten.
Zwischen die 15 Frauen-Interviews montiert der Regisseur – mit viel Humor, Ironie und einem guten Blick für starke Bilder – ausführlich recherchiertes Archivmaterial der damaligen Zeit, wie Fernsehberichte, Fotos, Filmausschnitte. Entstanden ist kein bitterer Film über Unterdrückung, sondern ein Film über weibliche Kraft und Stärke. (Quelle: Filmdienst)
Eintritt frei! Anmeldung erwünscht: gleichstellung@castrop-rauxel.de oder gleichstellungsstelle@waltrop.de
Frauenwahlrecht in der Schweiz
am Montag, 1. Juni, um 19.00 Uhr im BoGi´s Café, Leonhardstraße 2 in Castrop-Rauxel
Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem beschaulichen Schweizer Dorf lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Der Dorf- und Familienfrieden gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen. [Quelle: katholisches Filmwerk)
Kampf um das Wahlrecht und Emanzipation in England
am Montag, 7. September, im BoGi`s Café, Leonhardstraße 2 in Castrop-Rauxel
Die mit historischen Ereignissen unterfütterte Geschichte einer Londoner Wäscherin, die 1912 mit der Bewegung zur Durchsetzung des Frauenwahlrechts in Berührung kommt. Das politische Engagement der Suffragetten bildet den Kern des überzeugend gespielten Spielfilms, der inszenatorisch geschickt die Auswirkungen der gesellschaftlichen Benachteiligung wie des militanten Aktivismus auf Individualität und Privatleben der unterdrückten Frauen in den Mittelpunkt rückt. (Quelle: Filmdienst)
Die Mütter des Grundgesetzes
am Montag, 7. Dezember, um 19 Uhr im Dritten Ort, Ziegeleistraße 14 in Waltrop
Zum Internationalen Tag der Menschenrechte. Bonn 1948/49: Die Abgeordnete und Juristin Dr. Elisabeth Selbert kämpft im „Parlamentarischen Rat“ für die Aufnahme des Satzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in das Grundgesetz der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland. Trotz massiver Widerstände ihrer Kollegen gibt sie nicht auf und hält hartnäckig an ihrem Vorhaben fest. Neben Kolleg:innen aus dem Parlament, steht auch ihre Sekretärin Irma dem Vorhaben äußerst skeptisch gegenüber. Erst das Scheitern einer Affäre mit einem Abgeordneten und die Schicksale anderer Frauen verändern die enge Weltsicht Irmas, so dass sie voller Elan die Kampagne Elisabeth Selberts unterstützt. Beide ziehen nun an einem Strang im Kampf um Gleichberechtigung und holen sich dabei die Unterstützung der Frauen aus ganz Deutschland. Elisabeth Selbert erlebt die Sternstunde ihres Lebens, als am 23.05.1949 bei der Verkündigung des neuen Grundgesetzes unter Artikel 3, Absatz 2 ihre Formulierung „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ vorgetragen wird. Damit ist ein Meilenstein in der Geschichte weiblicher Emanzipation erreicht, der weitere gravierende gesellschaftliche, gesetzliche und politische Veränderungen anstößt. (Quelle: katholisches Filmwerk)