Denn „wenn man Freunde in Europa hat, dann kämpft man nie gegeneinander, sondern immer miteinander für ein gemeinsames Europa“, betonte die stellvertretende Bürgermeistern Katrin Lasser-Moryson beim Empfang der Gäste im Rathaus. „Deswegen freue ich mich so sehr, dass ihr das Kinder- und Jugendparlament, das ich immer herzlich gern begleite, besucht.“ Zusammen mit der Ersten Beigeordneten Regina Kleff dankte sie dem Jugendforum des KiJuPa unter Leitung von Claudia Wieser und Tina Teschlade und der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) mit Schulleiter Michael Krimpmann, die den Austausch mit einem vielfältigen Programm verschönerten.

So verbrachte die deutsch-französische Gruppe nach einem Willkommensfrühstück im Marcel-Callo-Haus einen großen Teil des ersten Austauschtages in der Gesamtschule, in der sie der stellvertretende Schulleiter begrüßte: „Ich hoffe, dass Europa durch euch besteht und besser wird.“ Beim Singen mit dem Chor der siebten und achten Klassen, beim Kochen, beim Sport und im kreativen Austausch entdeckten die Jugendlichen schließlich neben vielen Gemeinsamkeiten auch die Unterschiede der beiden Schulsysteme, welches in Frankreich deutlich längere Schultage und Unterricht auch am Samstag vorsieht. Anschließend entstand im Jugendzentrum BoGi’s Cafe ein buntes Kunstwerk zur Europäischen Freundschaft, die beim gemeinsamen Shoppen in Dortmund und in lustiger Kegelrunde endgültig besiegelt wurde.

Persönliche Begegnung für ein starkes Europa

„Wir fühlen uns in Castrop-Rauxel so herzlich aufgenommen wie in keiner anderen Stadt, in der wir mit dem CJV waren“, sagen Jasmine Aguemmoune (17) und Baptiste Dumand-Enders (17) aus Vincennes. Auch KiJuPa-Mitglied Emily Parasseril (15) ist von der offenen und verbindlichen Atmosphäre des Austausches begeistert: „Wir hatten direkt eine Verbindung zu den Franzosen und haben viel gelacht.“ Damit zeigte der Austausch die Bedeutung echter, persönlicher Treffen, wenn es darum geht, Menschen aus einem anderen Land wirklich kennenzulernen: „Begegnungen wie diese tragen so viel dazu bei, dass die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland auch in turbulenten Zeiten stabil bleibt“, fasst Tina Teschlade zusammen. „Und wenn möglich, soll es auch einen Gegenbesuch in Vincennes geben.“

Wie das Jugendforum des KiJuPa der Stadt Castrop-Rauxel ist auch das Jugendparlament der Stadt Vincennes eine gewählte Interessensvertretung von Jugendlichen, dort zwischen 15 und 18 Jahren. Die Mitglieder engagieren sich dafür, dass die Meinungen junger Menschen innerhalb der Kommunalpolitik berücksichtigt werden. So konnte die Stadtgesellschaft in Vincennes bereits zum Beispiel durch den Sportpass bereichert werden, der jungen Menschen im Monat zwei kostenfreie Sport-Sonntage erlaubt. Auch ein Youth-Festival, Gesundheitskooperationen im Schulbereich, die Teilnahme an der „Nacht des Wassers“ in Kooperation mit Unicef oder die Installation einer Zeitkapsel im Jahre 2017, die 25 Jahre später geöffnet werden soll, initiierten die engagierten jungen Menschen.

Weitere Themen des Jugendforums

Beim Jugendforum in Castrop-Rauxel stehen aktuell unter anderem Aktionen zur Stärkung der Demokratie, ein politisches Picknick in den Wochen gegen Rassismus, die Vorbereitung der Kommunalwahlen im Rahmen eines politischen Abends und die Begehung von Angsträumen auf der Agenda. Hier finden Interessierte Informationen zum KiJuPa sowie die Kontaktdaten.

Weitere Informationen zu den Städtepartnerschaften

Gruppenbild der Jugendlichen aus Castrop-Rauxel und Vincennes