Mehr Grün, mehr Lebensqualität
Freiräume besser miteinander verknüpfen und für die Anlieger attraktiver machen – das möchte die Stadt Castrop-Rauxel gemeinsam mit fünf weiteren Kommunen im zentralen Ruhrgebiet: Auf dem Weg zur grünsten Industrieregion haben sie sich mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) zusammengeschlossen, um den Grünzug E in den Stadtgebieten von Herne, Castrop-Rauxel, Dortmund, Bochum, Witten und Hattingen aufzuwerten. Das Ziel des interkommunalen Pilotprojektes ist es, den grünen Korridor als Raum für Natur, Freizeit und Erholung zu qualifizieren und damit die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern.
Der Bereich Stadtplanung und Bauordnung der Stadtverwaltung ruft interessierte Castrop-Rauxelerinen und Castrop-Rauxeler auf, sich an der Onlinebefragung zu beteiligen.
Castroper Holz und Langeloh sind Teil des Grünzug E
Der von Nord nach Süd verlaufende Grünzug E ist eine von insgesamt zehn Grünzugachsen im regionalen Freiraumnetz der Metropole Ruhr. Er erstreckt sich über eine Fläche von rund 75 Quadratkilometern und entspricht damit ungefähr der Größe von 10.000 Fußballfeldern. Das grüne Band sorgt bereits heute für die Frischluftzufuhr in den angrenzenden Städten und hat einen hohen Wert für Naherholung und Artenschutz. Bisher ist der Grünzug E jedoch kaum als zusammenhängender Freiraum wahrnehmbar. Zum Grünzug gehören unter anderem das Castroper Holz, das Naturschutzgebiet Langeloh, die Harpener Teiche, das Oelbachtal bis hin zum Kemnader See sowie der Gethmannsche Garten.
Zukunftsvision in drei Phasen
Unter dem Titel „Greenvision“ (2023) entwickelten die beteiligen Städte unter Federführung des RVR in Phase 1 der Planung ein Leitmotiv für die Neuausrichtung des Grünzugs E. Laufende Einzelprojekte wurden in ein Gesamtkonzept überführt, Zielvorstellungen für einen zusammenhängenden, erlebbaren Freiraum wurden erarbeitet.
In Phase 2 fand Anfang November dieses Jahres eine kooperative Ideenwerkstatt in der Jahrhunderthalle Bochum mit drei Planungsteams statt. Im Rahmen dieser Werkstatt erarbeiteten die Büros KRAFT.RAUM, wbp landschaftsarchitekten und GREENBOX in Kooperation mit Karres en Brands erste Handlungsansätze aus den Leitzielen der Greenvision weiter. Fachliche Unterstützung kam nicht nur aus den sechs beteiligten Kommunen, sondern auch von der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet sowie dem RVR.
Jetzt geht es darum, die Einschätzungen und Zielvorstellungen der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Onlinebeteiligung abzufragen und in den weiteren Planungsprozess einzubinden. Die Arbeitsergebnisse der Ideenwerkstatt werden unter Berücksichtigung von Hinweisen eines Expertengremiums weiterentwickelt und in Phase 3 bis zum Mai 2025 vom Büro plan-lokal aus Dortmund in eine Umsetzungsstrategie überführt. Diese soll die beteiligten Kommunen dabei unterstützen, Fördermittel für ihre Projekte zu beantragen und die Weiterentwicklung des Grünzugs E in die Umsetzung zu bringen. Es geht unter anderem darum, den Grünzug für die Menschen erlebbarer zu machen und die Erreichbarkeit von Orten im Grünzug zu verbessern.