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Industriekultur

 

Bergehalde Schwerin
Die rekultivierte Abraumhalde der Zeche Graf Schwerin ist mit 147 Metern über NN die höchste Erhebung in Castrop-Rauxel. Durch vorbildliche landschaftliche Gestaltung ist diese Halde, auf deren Kuppel eine stählernde Sonnenuhr des Künstlers Jan Bormann trohnt, ein beliebter Ausflugsort. Der Blick über Castrop-Rauxel belohnt für den Aufstieg. Die Halde wird über ein Wegenetz erschlossen. Sie sind mit unterschiedlichsten Materialien aus der schwerindustriellen Zeit gestaltet: Grubenhözer im Süden, Eisenbahnschwellen im Norden, Stahlbrammen im Osten und Eisenbahnschien im Westen. Kunstobjekte steigern die Erlebnisqualität. Adresse: Bodelschwingher Straße

Sonnenuhr aus Stahlsteelen

Zeche ERIN
Eng verbunden mit der Entwicklung der Stadt ist die Zeche ERIN. 1867 gründete sie der Ire William Thomas Mulvany und gab ihr den keltischen Namen "Grüne Insel".
1983 wurde die Zeche ERIN, die letzte noch bestehende Zeche im Stadtgebiet, stillgelegt. Das Streben-Fördergerüst ERIN, das 1954 über Schacht 7 in Betrieb genommen wurde, ist heute ein stadtbildprägenden Wahrzeichen. Die Zechenfläche wurde zum Dienstleistungs-, Gewerbe- und Landschaftspark ERIN weiterentwickelt. Moderen Gründerzentren und Gewerbeansiedlungen sind in einer irischen Landschaft mit sanften Hügeln und Bachläufen entstanden. Der 68 Meter hohe Förderturm wird nachts, ebenso wie der Hammerkopfturm, angestrahlt. Sie sind Teil des Kunstprojekts "Nacht-Tag-Panorama" des Emscher Landschaftsparks. Adresse: Erinstraße.

Erin-Park bei NachtErinturm mit Herbstlaub und Gründerzentrum

Hammerkopfturm mit Keltischem Baumkreis
Der ehemaliger Luft- und Personenbeförderungsschacht der Zeche Erin wurde um 1920 erbaut. Als einer der ältesten heute in Nordrhein-Westfalen noch vorhandenen Türme seiner Bauart besitzt er technikgeschichtliche Bedeutung und ist Ausdruck der Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Stadt.
In Erinnerung an William Thomas Mulvany, den irischen Gründer der Zeche Erin, ist um den restaurierten und denkmalgeschützten Hammerkopfturm ein Keltischer Baumkreis errichtet worden. Der Baumkreis orientiert sich am mythischen Baumkalender der Kelten. Jeder Baum steht sowohl für zwei Abschnitte des Jahres, als auch für Charaktereigenschaften, die auf unter ihrem Zeichen geborene Menschen übertragen werden. Finden Sie heraus, ob die Eigenschaften "Ihres" Baumes auf Sie zutreffen. Bodelschwingher Straße 3

 

Hammerkopfturm mit Baumkreis 

Bergbeamtenhaus
Das Bergbeamtenhaus neben dem Hammerkopfturm wurde im Jahre 1902 vom damaligen "Gelsenkirchener Bergwerksverein" erbaut. Es stellt in typischer Weise durch Größe, architektonischen Aufwand und repräsentative Details den gehobenen Typus des Zechenwohnungsbaus dar und ist in seiner ehemaligen Funktion und Architektur einmalig für den Bereich des Ruhrgebietes.
Adresse: Bodelschwingher Straße 5.

Bergbeamtenhaus  


Taubenvatta-Denkmal
Dem einstmals sehr beliebten "Rennpferds des Bergmannes" ist in Castrop-Rauxel auf einem neugeschaffenen Platz an der Oberen Münsterstraße 1986 ein Denkmal gesetzt worden, das im Ruhr-Revier einzigartig ist. Es zeigt einen "Taubenvatta" bei seiner Passion - es ist insgesamt zweiteilig gestaltet und stellt eine Verbindung mit dem angrenzenden Eckhaus her: Im Giebel befindet sich nämlich ein Taubenschlag mit einer Taube; das Gesamtobjekt ist aus Bronze gefertigt.
Unmittelbar neben dem "Taubenvatta-Denkmal" ist bei Ausschachtungsarbeiten für die Neugestaltung der Oberen Münsterstraße ein historischer Brunnen wiederentdeckt worden. Symbolisch ist an dieser Stelleein Springbrunnen im gleichen Durchmesser geschaffen worden, verbunden mit einem kaskadenähnlichen freien Wasserlauf.
Adresse: Obere Münsterstraße/Kuopio-Platz.

 

Taubenvatta-Denkmal