Vergnügungssteuer in Bürgerservice | Stadt Castrop-Rauxel

Produkt Vergnügungssteuer

Steuererleichterungen für Unternehmen (Liquiditätshilfen) wegen der Auswirkungen des Coronavirus

Auch in Castrop-Rauxel stellt das Coronavirus die Unternehmen und Betriebe vor existenzielle Belastungsproben. Behördlich angeordnete Geschäftsschließungen, damit wegfallende Kunden und Endabnehmer sowie unterbrochene Dienstleistungs- und Lieferketten führen bereits jetzt in vielen Unternehmen zu massiven und damit existenziellen Liquiditätsproble-men.

Bürgermeister Rajko Kravanja und Stadtkämmerer Michael Eckhardt haben daher entschieden, ab sofort den von der Krise betroffenen Unternehmen mit zinslosen Steuerstundungen (Gewerbesteuer und Vergnügungssteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungsbeträgen (Gewerbesteuer) entgegenzukommen und Ermessensspielräume zugunsten der Steuerpflichtigen weitestmöglich auszunutzen.

Um Stundungs- und/oder Herabsetzungsanträge möglichst unbürokratisch, schnell und mit wenig Aufwand abwickeln zu können, stehen die entsprechenden Anträge auf zinslose Stundung der Vergnügungssteuer sowie auf Stundung der Gewerbesteuer und/oder Herabsetzung von Gewerbesteuer-Vorausleistungen unten auf dieser Seite bereit.

Die Formulare können ausgefüllt und unterschrieben an den Bereich Finanzen zurückgesandt werden (Stadt Castrop-Rauxel, Bereich Finanzen, Europaplatz 1, 44575 Castrop-Rauxel). Die Rücksendung der unterzeichneten Anträge ist auch in digitaler Form möglich (Scan). Bitte senden Sie diese Anträge an finanzbereich@castrop-rauxel.de

(26.03.2020)

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Besteuert werden die im Stadtgebiet von Castrop-Rauxel veranstalteten Vergnügungen gewerblicher Art. Das sind insbesondere Tanzveranstaltungen sowie das Halten von Spiel-, Geschicklichkeits-, Unterhaltungs- oder ähnlichen Apparaten in Spielhallen oder ähnlichen Unternehmen und in Gastwirtschaften, Beherbergungsbetrieben, Vereins-, Kantinen- oder ähnlichen Räumen sowie an anderen für jeden zugänglichen Orten.

Tanzveranstaltungen sind spätestens zwei Wochen vor deren Beginn anzumelden. Die Steuer beträgt 22 Prozent des Entgelts der ausgegebenen Eintrittskarten oder wird nach der Größe der Tanzfläche berechnet, wenn kein Eintrittsgeld erhoben wird. Die Steuer beträgt dann je Veranstaltungstag und angefangene 10 qm Veranstaltungsfläche 1,50 EUR. Tanzveranstaltungen werden in der Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2022 nicht besteuert und brauchen in diesem Zeitraum daher nicht steuerlich angemeldet zu werden.

Der Halter von Geldspiel- oder Unterhaltungsapparaten hat die erstmalige Aufstellung eines Apparates oder dessen Ersatz/Tausch sowie jede Änderung hinsichtlich Art und Anzahl der Apparate bis zum 7. Werktag des folgenden Kalendermonats schriftlich anzuzeigen.

Die Steuer beträgt bei Apparaten mit Gewinnmöglichkeit ab dem 01.01.2018 20 Prozent des Einspielergebnisses.

Die Steuer bemisst sich bei Apparaten ohne Gewinnmöglichkeit (sog. Unterhaltungsapparate) nach festen Sätzen. Sie beträgt je Apparat und angefangenen Kalendermonat 40 EUR für Apparate, die in Spielhallen oder ähnlichen Unternehmen aufgestellt sind bzw. 20 EUR für Apparate, die in Gaststätten, Imbissbuden oder an sonstigen Orten aufgestellt sind.

Ab dem 01.01.2020 unterliegen der Besteuerung im Gebiet der Stadt Castrop-Rauxel das entgeltliche Vermitteln oder Veranstalten von Pferde- und/oder Sportwetten in Einrichtungen, die neben der Annahme von Wettscheinen – (auch an Terminals o.ä.) – auch das Mitverfolgen von Wettereignissen ermöglichen (Wettbüros). Wer ein Wettbüro eröffnet und in Betrieb nimmt, hat dieses unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen nach der Inbetriebnahme anzuzeigen. Der Steuersatz beträgt 1,5 Prozent des Brutto-Wetteinsatzes.