Kinderbetreuung allgemein | Stadt Castrop-Rauxel

Kinderbetreuung allgemein

  • Auftrag des Kindergartens
  • Betreuungsformen nach Altersstufen Kindertagespflege
  • Betreuungszeiten: 45 Stunden
  • Ausbau U3-Betreuung
  • Integrative Erziehung von Kindern mit Behinderung
  • Online-Anmeldeverfahren "Kita-Navigator"

Auftrag des Kindergartens

1. Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat neben der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag als Elementarbereich des Bildungssystems. Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung und die Information der Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung; der Kindergarten ergänzt und unterstützt dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.

2. Der Kindergarten hat seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag im ständigen Kontakt mit der Familie und anderen Erziehungsberechtigten durchzuführen. Er soll insbesondere

  • die Lebenssituation jedes Kindes berücksichtigen,
  • dem Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigenaktivität verhelfen, seine Lernfreude anregen und stärken,
  • dem Kind ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen,
  • die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigungen und Begabungen fördern,
  • dem Kind Grundwissen über seinen Körper vermitteln und seine körperliche Entwicklung fördern,
  • die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des Kindes unterstützen und ihm dabei durch ein breites Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten elementare Kenntnisse von der Umwelt vermitteln.

3. Der Kindergarten hat dabei die Aufgabe, das Kind unterschiedliche soziale Verhaltensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben zu lassen und jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander, insbesondere auch der Geschlechter untereinander, erlernt werden soll. Die Integration behinderter Kinder soll besonders gefördert werden. Behinderte und nichtbehinderte Kinder sollen positive Wirkungsmöglichkeiten und Aufgaben innerhalb des Zusammenlebens erkennen und altersgemäße demokratische Verhaltensweisen einüben können. Auch gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen soll Verständnis entwickelt und Toleranz gefördert werden.

Betreuungsformen nach Altersstufen

Die unterschiedlichen Träger der Stadt Castrop-Rauxel bieten in 38 Kindertageseinrichtungen, darunter sechs städtische Einrichtungen, über 2.000 Plätze an. Hier werden für Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Schulpflicht unterschiedliche Betreuungszeiten von je 25, 35 oder 45 Stunden in der Woche angeboten. Durch diese Wahlmöglichkeiten kann ein bedarfgenaues Angebot für Kinder und Eltern zur Verfügung gestellt werden, dass sich an den unterschiedlichen Öffnungszeiten orientiert. Somit werden berufstätigen Eltern größtmögliche Handlungsspielräume eröffnet.
  • Gruppenform I - Kinder im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung
  • Gruppenform II - Kinder im Alter von unter drei Jahren
  • Gruppenform III - Kinder im Alter von drei Jahren und älter

Der Ausbau eines ausgewogenen Angebots an Kindertageseinrichtungen soll Familien die Möglichkeit geben, eine auf ihre Lebenssituation passende Form der Betreuung zu wählen. Je nach Alter der zu betreuenden Kinder stehen unterschiedliche Betreuungsformen zur Auswahl. Allen gemeinsam ist, dass Kinder pädagogisch betreut, erzogen und gebildet werden.

Kindertagespflege

Die Kindertagespflege soll neben den Kindertageseinrichtungen zu einem gleichrangigen Angebot von Bildung, Erziehung und Betreuung ausgebaut und entwickelt werden. Tagespflege ist keinesfalls nur eine Betreuungsform für die unter Dreijährigen. Die Zahlen zeigen, dass sowohl die Altersgruppe der 3- bis 6-Jährigen als auch die der 6- bis 14-Jährigen Zielgruppen für dieses Betreuungsangebot sind.

Kindertagespflege i.S. des §23 des SGB VIII sah hinsichtlich der räumlichen Ausgestaltung die Betreuung im Haushalt der Tagespflegepersonen vor. Das Gesetz zum qualitätsorientierten und berufsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung (TAG) ermöglicht eine landesrechtliche Regelung, nach der Kindertagespflege darüber hinaus in anderen geeigneten Räumen, wie z.B. Tageseinrichtungen für Kinder, geleistet werden kann.

Der Einsatz von Tagespflegepersonen ist somit zusätzlich zur klassischen Form der Tagespflege: - in den vorhandenen Tageseinrichtungen für Kinder (TEK) aller Träger und sonstigen Kinderbetreuungseinrichtungen, - in Betreuungsgruppen für Kinder unter drei Jahren (z.B. Spielgruppen), - in Abdeckung von Betreuungszeiten außerhalb der Öffnungszeiten der TEK und sonstigen Kinderbetreuungseinrichtungen, - in sonstigen Betreuungsformen möglich.

Kontakt
Yvonne Hoffmann, Tel. 02305 / 106-2948, E-Mail y.hoffmann@awo-msl-re.de,
(Termine nach Vereinbarung)
und
Sonja Bölling, Tel. 02305 / 106-2950, E-Mail sonja.boelling@castrop-rauxel.de,
(Sprechstunde montags bis freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr)
im Haus der Jugend und Familie, Bochumer Straße 17

Förderung der freien Träger
Die Stadt Castrop-Rauxel hat die Fachberatungs- und vermittlungsaufgaben für Tagespflegepersonen und Eltern an die Arbeiterwohlfahrt delegiert.

Qualifizierung und Eignung der Tagespflegepersonen
Nach § 23 Abs. 3 SGB VIII sollen geeignete Tagespflegepersonen über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Nachforderungen der Kindertagespflege verfügen, die sie in qualifizierten Lehrgängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen haben. Die Qualifizierung zur Tagespflegeperson erfolgt nach den Richtlinien des Deutschen Jugendinstituts (DJI) mit 160 UE. Die Tagespflegepersonen müssen polizeiliche Führungszeugnisse und ärztliche Atteste aller volljährigen Familienmitglieder vorlegen. Nach der Eignungseinschätzung, mit einem Hausbesuch vor Ort, durch die Fachstelle und der erfolgreich abgeschlossenen Qualifizierung wird die Pflegeerlaubnis beim Jugendamt beantragt.

Vergütung der Tagespflegepersonen

Das SGB VIII legt in § 23 Abs. 2 die Gewährung einer laufenden Geldleistung fest, die eine angemessene Kostenerstattung für den Sachaufwand, einen angemessenen Beitrag zur Anerkennung der Förderleistung und die Erstattung nachgewiesener Aufwendungen für Beiträge zu einer Unfallversicherung sowie die hälftige Erstattung der Aufwendung zu einer angemessenen Alterssicherung der Tagespflegeperson umfasst. Die Vergütung für die Tagesmütter erfolgt durch den Träger. Die Höhe der laufenden Geldleistung wird vom Träger der öffentlichen Jugendhilfe festgelegt, soweit das Landesrecht nicht etwas anderes bestimmt. Die Vergütung der Tagespflegepersonen erfolgt durch den öffentlichen Träger.

Der Bereich Kinder- und Jugendförderung, Schule, die AWO und deren Tochtergesellschaft rebeq mbH bieten in Kooperation Qualifizierungskurse für Tageseltern an. Die Tageseltern sollen auf ihre Aufgabe, die Betreuung von Kindern, vorbereitet werden und sich bewusster für diese Aufgabe entscheiden. Darüber hinaus bietet die Fachstelle der AWO regelmäßig einen Erfahrungsaustausch und Fortbildungsangebote für Tageseltern an.

Elternbeiträge

Die Erhebung der Elternbeiträge erfolgt durch die Beitragsstelle des Bereiches 51 nach der jeweils gültigen Tabelle der Beitragssatzung.

Ausbau U3-Betreuung

Der Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren ist eine Zukunftsaufgabe in unseren KiTas. Bis 2013 wollen wir 35 Prozent der unter 3jährigen einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege vermitteln. Das Ziel dabei ist, dass jedes Kind von Geburt an die realistische Chance auf eine optimale Förderung seiner Entwicklung erhält. Außerdem soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessert werden.

Wir unterstützen die Entwicklung qualitativ hochwertiger Angebote für Kinder unter 3 Jahren in unseren Einrichtungen und streben einen weiteren Ausbau neuer Plätze für diese Altersgruppe an.

Integrative Erziehung von Kindern mit Behinderung

"Ein tolerantes Zusammenlaben von Menschen mit und ohne Behinderung in einer Gesellschaft ist eine Bereicherung für alle. Integrative Erziehung im Kindergarten weckt die Aufmerksamkeit füreinander, stärkt das gegenseitige Einfühlungsvermögen und fördert die Toleranz.“

Mit diesem Grundsatz sind aus vielen Tageseinrichtungen integrativ arbeitende Einrichtungen geworden. Die gelebte Gemeinschaft behinderter und nichtbehinderter Kinder soll als integrative Erziehung Sonderstellung und Sondereinrichtungen vermeiden und die gesellschaftliche Integration fördern. Der besonderen Aufgabestellung der integrativen Einrichtung wird durch die spezifische Gruppenform mit einer unterstützenden und fördernden Ausgestaltung der Rahmenbedingungen (Gruppengröße, Personalschlüssel) entsprochen. Mit dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz §7) besteht sogar die Verpflichtung für alle Regeleinrichtungen, Kinder mit einer Behinderung aufzunehmen und wohnortnah zu betreuen.

Kontakt

Claudia Wimber, Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendförderung
Haus der Jugend und Familie, Bochumer Straße 17
Tel. 02305 / 106-2542, E-Mail claudia.wimber@castrop-rauxel.de

Online-Anmeldeverfahren "Kita-Navigator"

Seit September 2017 ist der "Kita-Navigator" das zentrale Anmeldeverfahren für Kindergartenplätze in Castrop-Rauxel. Er gilt für alle Kindertageseinrichtungen in der Stadt. Eltern können sich online über alle Kitas informieren und ihre Kinder auch gleich in bis zu fünf Einrichtungen anmelden. Weitere Informationen zum "Kita-Navigator"

Betreuungszeiten

Die Stadt Castrop-Rauxel bietet Kindergartenplätze mit unterscheidlichen Betreuungszeiten an: zwischen 25, 35 und 45 Stunden kann gewählt werden. Nachweise für den Bedarf sind ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 lediglich für die maximale Betreuungszeit von 45 Stunden notwendig.

Ein 45 Stunden Betreuungsplatz wird vergeben, wenn einer der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Alleinerziehend (nur in Verbindung mit einem anderen Kriterium)
  • Berufstätigkeit / Berufsausbildung / Schulausbildung
  • Arbeitssuchend und / oder in Weiterbildungsmaßnahme
  • Pflegebedürftigkeit eines Familienangehörigen in der Familie
  • Besonderer Unterstützungsbedarf des Kindes / des Familiensystems

 

Ein Nachweis muss in der Kindertageseinrichtung vorgelegt werden, in der das Kind anmeldet wird. Die benötigten Formulare gibt es in der Kindertageseinrichtung oder zum Download auf dieser Seite.