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30. Frauenkulturtage vom 1. bis 20. März
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Titelbild Programmflyer Ausschnitt
Einleitungstext

Nach 30 Jahren Frauenkulturtage in Castrop-Rauxel und 100 Jahren Frauenwahlrecht in Deutschland sind die Forderungen von Frauen an die Gleichberechtigung unverändert eindringlich. Einkommen, Arbeitsleistung und Machtpositionen sind immer noch Aufgabenfelder, in denen die Gleichberechtigung in Deutschland nicht umgesetzt ist. Das Problem der Gewalt gegen Frauen ist geblieben.

Fortsetzungstext

Programmübersicht

Das Programm der 30. Frauenkulturtage vom 1. bis 20. März zeigt die unterschiedlichen Facetten des Strebens nach Gleichberechtigung. Von Wellness bis Handwerk, von Veranstaltungen zum Lachen bis zu erschütternden Informationen über die Misshandlungen von Mädchen reicht das diesjährige Programm unter dem Motto „30 Jahre Frauenkulturtage in Castrop-Rauxel - Gewinnerinnen geben nie auf!“.

Auftakt mit Humor

Dass Frauen der Humor beim Streben nach Gleichberechtigung nicht abhandenkommt, zeigt der Auftakt mit Kabarettistin Lioba Albus am Freitag, 1. März, in der Aula des Adalbert-Stifter-Gymnasiums, Leonhardstraße 8. Von 18.00 bis etwa 22.00 Uhr wird nach der Begrüßung durch Bürgermeister Rajko Kravanja nicht nur das neue Programm „Das Weg ist mein Ziel“ gezeigt, sondern auch Gelegenheit zum Austausch beim leckeren Catering des Frauenhauses gegeben, an dessen Förderverein Frauen helfen Frauen e.V. auch der Erlös des Abends geht.

Karten gibt es im Vorverkauf für 15 EUR im Café Zu Hause, Dortmunder Straße 154, im SPD-Büro, Wilhelmstraße 1, und in der Buchhandlung Leselust, Münsterstraße 14. 

Neue Themen

„In 30 Jahren haben sich auch die Themen der Veranstaltungen verändert, die während der Frauenkulturtage angeboten werden“, meint die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Lasser. „Die Rückkehr in den Beruf nach der Babypause, Sicherheit beim Online-Shopping, Reparaturen und Sanierungen selbst durchführen sind Beispiele für die veränderte Interessenlage von Frauen, die die Kooperationspartner Volkshochschule und Verbraucherzentrale aufgreifen.“

Beratung bei Problemen

Katrin Lasser, die auch das Frauenhaus Castrop-Rauxel leitet, stellt auch in Aussicht, dass das Frauenhaus zukünftig stärker präventiv arbeiten kann. Im Gebäude des Jugendzentrums BoGi´s Café, Leonhardstraße 2, soll bald ein Beratungsbüro eingerichtet werden, dass bei allen Fragen rund um familiäre Probleme unterstützt, möglichst bevor die Spirale von häuslicher Gewalt beginnt. Auch Kooperationsprojekte mit Schulen sind angedacht. Zum einen leiden gerade Kinder unter den Auswirkungen von Gewalt, zum anderen geht es darum zu sensibilisieren, wo häusliche Gewalt beginnt. „Wichtig ist es auch, einen neutralen Ort für ein erstes Treffen mit den Frauen zu haben. Eine Verabredung, beispielsweise in einem Café, ist für offene Gespräche, die oft auch emotional ablaufen, ungeeignet. Deshalb sind wir so froh, dass die Stadt uns bei der Suche nach Räumlichkeiten unterstützt“, unterstreicht Lasser. Kurz nach den Frauenkulturtagen soll das Angebot an den Start gehen.

Während der Frauenkulturtage bietet das Team der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Caritasverbandes am 5. und 12. März offene Sprechstunden für Frauen von Frauen im Büro am Lambertusplatz 16 an: am Dienstag, 5. März, von 9.30 bis 11.00 Uhr und am Dienstag, 12. März, von 11.00 bis 12.00 Uhr. Ohne Terminabsprache wird im vertraulichen Rahmen ein Gespräch und eine erste Orientierung zu Themen rund um die Familie angeboten. Fragen zur Erziehung, zu Schulproblemen, Partnerschaft und Trennung sowie zur allgemeinen persönlichen Lebenssituation und zu Mutter-Kind-Kuren können dort beantwortet werden. Auch die Verbraucherzentrale bietet wieder eine spezielle Rechtsberatung für Frauen an. 

Literarisch-musikalische Revue zur Gleichberechtigung

Eine literarisch-musikalische Revue rund um die Gleichberechtigung ab den goldenen 20er Jahren zeigt die Schauspielerin Jutta Seifert mit Witz und Tiefgang am Dienstag, 5. März, ab 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek, Im Ort 2. Karten gibt es im Vorverkauf in der Stadtbibliothek und an der Abendkasse zum Preis von 8 EUR.

Internationaler Frauentag

Zum Netzwerken oder einfach nur um Freunde und Bekannte zu treffen, eignet sich besonders gut der Internationale Frauentag am Freitag, 8. März. Vom internationalen Frühstück von 10.00 bis 12.30 Uhr im „Dein Treff“ in Deininghausen, Dresdner Straße 14, geht es um 17.00 Uhr zur Lesung eigener Werke der Literaturwerkstatt ins Bürgerhaus an der Leonhardstraße bei Kaffee und Kuchen sowie Musik von Schorsch Zimoch oder zur selben Zeit ins Jugendzentrum BoGi´s Café, ebenfalls Leonhardstraße, wo ganz handfest mit Stick- und Häkelnadel an einem Netzwerk gearbeitet wird. 

Wir gemeinsam – lady_like. Beauty & Wellness

Ein ganz neues Veranstaltungskonzept hat die Kooperation der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, der Frauen Union der CDU, des Frauenhauses, des Internationalen Bildungs- und Kulturvereins für Frauen (IBKF) e.V., Kosmetik A. Baumert und der Buchhandlung Leselust erarbeitet: ein Entspannungsabend für Frauen von Frauen mit Lesungen, Massage, Cocktailbar, Getränken und Essen, Typberatung, Kosmetik, Büchern, Genähtem und vielem mehr am Freitag, 15. März, von 18.00 bis 21.00 Uhr in der Aula des Adalbert-Stifter-Gymnasiums, Leonhardstraße 8. Der Eintritt ist frei. Der Erlös des Abends geht an die Vereine Frauen für Frauen e.V. und IBKF.

Frauenball

Mit dem traditionellen Frauenball in der AGORA, Zechenstraße 2a, am Samstag, 16. März, von 19.00 bis 22.00 Uhr, haben die Frauenkulturtage ein weiteres beliebtes Veranstaltungsformat.  

Vorträge und Ausstellung

Informative Vorträge zum Frauenwahlrecht, Genitalverstümmlung und eine Ausstellung zur geraubten Kindheit von TERRE DES FEMMES e.V. Menschenrechte für die Frau vom 20. März bis 6. April im Oberen Foyer des Ratssaals am Europaplatz gehören ebenfalls zum Programm der Frauenkulturtage.

Zukünftige Aufgaben der Gleichstellung

Viel wurde im Kampf um die Gleichberechtigung in den letzten 100 Jahren gewonnen. Seit 1949 ist der Gleichstellungsauftrag des Grundgesetzes verpflichtend. „In meiner Generation“, sagt die scheidende Gleichstellungsbeauftragte Angelika Himmert rückblickend, „wurden im Laufe der Zeit alle gesetzlichen Grundlagen angepasst. Gleichberechtigung ist einklagbar. Von der nächsten Generation erwarte ich mir die erreichten Fortschritte zu pflegen und zu wahren und weiter daran zu arbeiten eine tatsächliche Gleichstellung herzustellen.“

Ansprechpartnerin

Für weitere Informationen steht Gleichstellungsbeauftragte Angelika Himmert unter Tel. 02305 / 106-2107 oder per Mail an gleichstellung@castrop-rauxel.de zur Verfügung.

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