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Kita- und OGS-Gebühren für Juni - Notbetreuung in Kitas und Grundschulen
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Kita leerer Gruppenraum
Einleitungstext

Die Stadtverwaltung Castrop-Rauxel hat Notgruppen für Kinder in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen eingerichtet, deren Eltern in Berufen der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten, und wird Kita- und OGS-Beiträge für April, Mai und Juni nicht abbuchen!

Im Newsletter des städtischen Familienbüros finden Familien Tipps für lehrreiche Unterhaltung zu Hause.

Die aktuellen Betreuungsregelungen finden Sie im Detail in der ab dem 7. Mai gültigen Coronabetreuungsverordnung des Landes NRW sowie in der ab dem 14. Mai gültigen Fassung.

Fortsetzungstext

 

 

Inhalt dieses Artikels

 

Kita- und OGS-Beiträge für April, Mai und Juni werden ausgesetzt

Da die Kinderbetreuung alle Familien während der aktuellen Schließung von Kitas und Schulen vor große Herausforderungen stellt, kommt die Stadt Castrop-Rauxel ihnen auch finanziell entgegen. Für die Monate April und Mai hat die Stadtverwaltung keine Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und die Offene Ganztagsbetreuung abgebucht, und auch für Juni werden sie ausgesetzt.

Eltern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben oder per normaler Überweisung bezahlen, mögen ihren Dauerauftrag vorerst bitte löschen bzw. nicht überweisen. Dies gilt auch für Eltern, deren Kinder momentan in einer Notgruppe betreut werden. Die Beiträge für April, Mai und Juni werden ausnahmslos allen erlassen.

Auch die Verpflegungsentgelte der städtischen Kitas und der Offenen Ganztagsschulen werden nicht abgebucht bzw. brauchen nicht überwiesen zu werden. Wichtiger Hinweis: Wie nicht städtische Träger bezüglich der Verpflegungsbeiträge entscheiden, müssen Eltern bei ihrer jeweiligen Kindertageseinrichtung erfragen.

Rückfragen beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Elternbeiträge des Bereichs Leistungen für Kinder, Jugend und Familie der Stadtverwaltung per E-Mail unter tageseinrichtung@castrop-rauxel.de.

 

Kinderbetreuung zu Hause bleibt vorrangig

Vorranging bleibt der Hinweis, seine Kinder im Sinne eines verantwortlichen Handels zu Hause selbst zu betreuen. Denn nach wie vor gilt es, Infektionsketten zu unterbrechen und mit möglichst wenigen Menschen Kontakt zu haben, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren und dessen Ausbreitung zu verlangsamen.

Regina Kleff, Beigeordnete für Soziales der Stadt Castrop-Rauxel, wendet sich mit dem dringlichen Appell an die betroffenen Familien, das Betreuungsangebot wirklich nur in zwingend erforderlichen Fällen zu nutzen: „Wirklich nur dann, wenn Eltern aus der kritischen Infrastruktur die Betreuung ihrer Kinder nicht anderweitig - verantwortungsvoll und nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts - organisieren können, sollte die Notbetreuung in der Kita, bei der Tagesmutter oder in der Schule erfolgen. Es kommt auf jeden einzelnen an, damit die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auch Wirkung zeigen können. Wir schaffen es nur gemeinsam!“

Die entsprechende Arbeitgeberbescheinigung, dass sie in ihrem Job unentbehrlich sind, können Eltern unten auf dieser Seite herunterladen, den ersten Abschnitt vom Arbeitgeber ausfüllen und unterschreiben lassen, den zweiten Abschnitt selbst ausfüllen und unterschreiben, und sie dann bei der betreffenden Kita, Tagespflegeperson oder Schule einreichen.

 

Aktuelle Betreuungsregelung und Gruppen der kritischen Infrastruktur

Die Betreuungsregeln in Kitas und Schulen wurden vom Land NRW bereits mehrfach angepasst, so dass zunehmend mehr Erziehungsberechtigte den Notdienst in Anspruch nehmen können. Das Betreuungsangebot an Wochenenden bzw. Feiertagen ist dagegen zum Ende der Osterferien ausgelaufen. 

Kinder folgender Berufsgruppen bzw. Familienmodelle können im äußersten Notfall nach Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung eine Betreuung in Anspruch nehmen.

  • Erziehungsberechtigte, die in der kritische Infrastruktur tätig sind (seit 16.03.), dabei reicht es aus, wenn ein Elternteil dieses Kriterium erfüllt (seit 23.03.). 
  • Erziehungsberechtigte, die in unverzichtbaren Tätigkeitsbereichen arbeiten (seit 23.04.).
  • Alleinerziehende (seit 27.04.), die berufstätig sind oder
    sich aufgrund einer Schul- oder Hochschulausbildung in einer Abschlussprüfung befinden.

 

Laut Landesregierung zählen folgende Berufsgruppen zur kritischen Infrastruktur:

1. Sektor Energie

  • Strom, Gas, Kraftstoffversorgung (inklusive Logistik)
  • insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze

2. Sektor Wasser, Entsorgung

  • Hoheitliche und privatrechtliche Wasserversorgung
  • insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze

3. Sektor Ernährung, Hygiene

  • Produktion, Groß-und Einzelhandel (inklusive Zulieferung, Logistik)

4. Sektor Informationstechnik und Telekommunikation

  • insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze

5. Sektor Gesundheit

  • insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, niedergelassener Bereich,
  • Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore

6. Sektor Finanz- und Wirtschaftswesen

  • insbesondere Kreditversorgung der Unternehmen , Bargeldversorgung, Sozialtransfers
  • Personal der Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes  (insbesondere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes)

7. Sektor Transport und Verkehr

  • insbesondere Betrieb für kritische Infrastrukturen, öffentlicher Personennah- und Personenfern- und Güterverkehr
  • Personal der Deutschen Bahn und nicht bundeseigenen Eisenbahnen zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes
  • Personal zur Aufrechterhaltung des Flug- und Schiffsverkehrs

8. Sektor Medien

  • insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko-und Krisenkommunikation

9. Sektor staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)

  • Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung und Justiz, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justizvollzug, Veterinärwesen, Lebensmittelkontrolle, Asyl- und Flüchtlingswesen einschließlich Abschiebungshaft, Verfassungsschutz,
  • aufsichtliche Aufgaben sowie Hochschulen und sonstige wissenschaftlichen Einrichtungen, soweit sie für den Betrieb von sicherheitsrelevanten Einrichtungen oder unverzichtbaren Aufgaben zuständig sind
  • Gesetzgebung/Parlament

10. Sektor Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe

  • Sicherstellung notwendiger Betreuung in Schulen,Kindertageseinrichtungen,
  • Kindertagespflege, stationären
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

 

Schließung von Schulen und Kitas und deren stufenweise Öffnung ab Mai

Die nordrheinwestfälische Landesregierung hatte angeordnet, dass Schulen, Schulkinderhäuser, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, heilpädagogische Kindertageseinrichtung etc. ab Montag, 16. März, bis mindestens zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben. Sie werden im Mai im Rahmen eines Stufenplanes mit strengen Hygieneauflagen wieder geöffnet. Detaillierte Informationen zu den aktuell gültigen Regeln finden sich in der Coronabetreuungsverordnung ab dem 7. Mai und in der Coronabetreuungsverordnung ab dem 14. Mai. Die Schulen und Kitas setzen unter Umständen die Landesvorgaben individuell um, je nach Raumkapazität und -bedarf und anderem. Eltern und Schüler werden deshalb gebeten, sich in der jeweiligen Schule bzw. Betreuungsstelle zu informieren.

Alle weiteren Informationen zu den Maßnahmen der Stadt Castrop-Rauxel, mit denen die Verbreitung des Coronavirus gebremst werden soll, finden Bürgerinnen und Bürger ebenfalls auf der städtischen Internetseite - täglich aktualisiert.

 

Keine weiteren Schulausflüge in diesem Schuljahr - das Land NRW übernimmt Stornierungskosten

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW hat sämtliche schulischen Exkursionen und Austausche für das gesamte Schuljahr untersagt. Gleichzeitig übernimmt das Land anfallende Stornierungskosten für abgesagte Ausflüge.

Diese Regelung gilt auch in Castrop-Rauxel – unabhängig von der Dauer des derzeit ruhenden Schulbetriebs – für sämtliche Exkursionen im Sinne der Richtlinien für Schulfahrten, die seit Beginn der Schließungen am 16. März bis zum Beginn der Sommerferien geplant waren. Damit können der Bezirksregierung Münster die Stornokosten zum Beispiel für Reiseveranstalter, Transportunternehmen und Unterkünfte in Rechnung gestellt werden.

Den Antrag auf Erstattung von Stornokosten können ausschließlich die Schulen selbst bis zum 15. Mai 2020 an die dafür eingerichtete E-Mail-Adresse stornokosten@bezreg-muenster.nrw.de senden. Diesem Antrag sind die Rechnung der Vertragspartner inklusive aller berücksichtigten Rückzahlungen sowie der Vertrag oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, aus denen die Höhe der Stornierungskosten hervorgeht, beizufügen.

Die Auszahlungen der Erstattungen werden laut Schulministerium voraussichtlich am 15. Juni 2020 an die Schulen beginnen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Schulministeriums

 

Arbeitgeberbescheinigung