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CAS.digital: Digitalisierungsstrategie entsteht im Bürgerdialog - Videokonferenz am 8. Oktober
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Einleitungstext

Die Stadt Castrop-Rauxel stellt sich zunehmend den vielfältigen Herausforderungen der digitalen Transformation. „Ein digitales Castrop-Rauxel – das ist meine Vision“, sagt Bürgermeister Rajko Kravanja. „Um dies zu realisieren, haben wir im Haushaltsplan eine volle Stelle für einen Digitalisierungsbeauftragten geschaffen.“ Am Donnerstag, 8. Oktober, lädt die Stadt ein zu einer Videokonferenz, um den Ansatz der Strategie für Castrop-Rauxel vorzustellen und sie gemeinsam im Bürgerdialog zu entwickeln.

Fortsetzungstext

Für Castrop-Rauxel soll es eine umfassende stadtweite Digitalisierungsstrategie geben. Bürgermeister Rajko Kravanja strebt in Hinsicht auf den digitalen Wandel eine moderne bürgernahe Verwaltung und eine zukunftsorientierte Kommune an. Die im Dialog entstehenden Handlungsansätze werden gesammelt und in thematischen Arbeitsgruppen in den nächsten Monaten weiterentwickelt.

Zweite Auftaktveranstaltung am 8. Oktober: Online

Die nächste Möglichkeit zur direkten Beteiligung im Digitalisierungsprozess für die gesamte Stadt gibt es am Donnerstag, 8. Oktober, von 18.00 bis ca. 20.30 Uhr im Rahmen eines interaktiven Zoom-Meetings. Dieser Termin war ursprünglich für den 31. August geplant. In Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung wird Castrop-Rauxel als eine von bundesweit zehn Modellkommunen den Dialog zwischen Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern während der Corona-Pandemie sowie daraus resultierende Ansätze für die Digitalisierung analysieren. Konkret ist eine Videokonferenz mit bis zu 75 Teilnehmenden geplant, die von der Bertelsmann Stiftung und Mitarbeitenden der Verwaltung moderiert wird.

Die Teilnehmenden werden Gelegenheit haben, ihre Erfahrungen mit Blick auf die digitalen Angebote in der Stadt und von Seiten der Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten zu schildern. In Kleingruppen können Teilnehmende während der Videokonferenz dann ihre individuellen Anregungen einbringen, die an das gesamte Plenum weitergegeben werden.

Eine Anmeldung für die Zoom-Konferenz ist mit dem Stichwort „Digitalisierung 08.10.“ per E-Mail an digitalisierung@castrop-rauxel.de der telefonisch unter 02305 / 106-2101 nötig. Auch hier werden die Teilnehmenden nach der Reihenfolge des Anmeldeeingangs ausgewählt und erhalten im Anschluss die entsprechenden Zoom-Zugangsdaten.

Zum Hintergrund

In der jüngeren Vergangenheit haben Bürgermeister Rajko Kravanja und Benjamin Matzmorr, Leiter des Bereichs Informationstechnik und zentrale Dienste, bereits erste wichtige Projekte gestartet. Im Bereich des Bürgerservice wurden erste Online-Dienste umgesetzt, die Cas-APP mit allen verfügbaren digitalen Angeboten in einer mobilen Anwendung wurde realisiert, und in der Verwaltung wurde damit begonnen, die elektronische Akte einzuführen. Die Erarbeitung und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie wird in vielfältigen, innovativen und kreativen Projekten erfolgen. Klares Ziel dabei ist es, dass in allen Lebensbereichen der Bürgerinnen und Bürger der größtmögliche Nutzen entsteht. 

Unter dem Arbeitstitel CityAgilSmart.digital (CAS.digital) stehen alle Themen der Digitalisierung auf der Agenda, die derzeit in vielen Kommunen Deutschlands diskutiert und teilweise bereits angegangen werden:

  • die Einführung eines Online-Portals mit bestehenden Dienstleistungen wie beispielsweise Urkunden-anforderungen, An- und Abmeldung der Hundesteuer, Kita-Navigator, aber auch mit vielen neuen digitalen Angeboten ab August 2020
  • die Einführung komfortabler und nachhaltiger Lösungen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung (hier läuft aktuell der großangelegte städtische Ausbau der digitalen Infrastruktur an den Schulen), Mobilität, Energie, Gesundheit und Pflege, Soziales Leben, Sport und Kultur, Öffentliche Sicherheit – alles, was mit dem Begriff Smart City gemeint ist: Ein Portal für die lokale Wirtschaft, eine smarte Straßenbeleuchtung, Laternenpfosten mit Sensoren zur Ozonmessung und Temperaturanzeige, eine Verkehrs-App für Castrop-Rauxel, virtuelle Formate für Kultur und Freizeit, nach denen die Nachfrage coronabedingt in jüngster Zeit stark gestiegen ist, die Messung und Abrufbarkeit der Luftqualität, eBike-Stationen zur nachhaltigen Mobilitätssteigerung und vieles mehr – das sind nur einige konkrete, denkbare Beispiele für derartige Angebote, von denen teilweise auch Menschen profitieren könnten, die kein Smartphone besitzen.
  • ein bürgerorientierter, offener und transparenter Dialog und die Teilhabe an politischen Entscheidungen: Um die Bedürfnisse der Bürger zu eruieren, wird die Stadt unter anderem eine digitale Plattform für den Bürgerdialog bereitstellen. Hier können Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einbringen, diese diskutieren, bewerten und entscheiden – so zum Beispiel über die Verwendung des Bürgerbudgets. Um aber auch diejenigen Menschen in den Digitalisierungsprozess mit einzubeziehen, die (noch) wenig moderne Technik nutzen, wird es auch Partizipationsformate geben, die face-to-face stattfinden. Miguel Garcia erklärt sein Vorgehen so: „Die Menschen beschreiben ihre Wünsche und Probleme – in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und der IT finde ich dafür smarte, digitale Lösungen.“
  • ein offener Austausch auch zu kritischen Aspekten wie zum Beispiel der Beachtung von Privatsphäre und Menschenrechten und der Gestaltung einer nachhaltigen und sicheren Stadt durch datenschutzkonformes Data-Sharing und die Einsehbarkeit von weiteren Open Data, wie es sie schon mit dem CasGeoportal gibt.

Neben dem Bürgerdialog werden auch Unternehmen, Verbände und Vereine von Anfang an in die Digitalisierungsstrategie eingebunden, um ihre gebündelten Bedürfnisse zu hören und zu berücksichtigen. Die Entwicklung der Ideen und Themen zu einer konkreten Strategie soll anschließend unter anderem in agilen Themen-Laboren stattfinden, in einer Art Bürgerworkshop. Im Rahmen eines engen interkommunalen Wissensaustausches werden dabei ebenso Erkenntnisse aus Modellkommunen berücksichtigt, die unter anderem durch die Unterstützung des Landes in der Digitalisierung bereits vorangeschritten sind.

Möglichst viele Menschen sowohl aus der Bürgerschaft als auch aus der Stadtverwaltung sollen dafür gewonnen werden, sich am Prozess zu beteiligen. Hierzu sind diverse Veranstaltungsformate vorgesehen. In einer Kultur der Offenheit soll Partizipation und Kollaboration gefördert und Castrop-Rauxel mit neuen Ideen und Arbeitsweisen zum Wohle und Nutzen aller Bürgerinnen und Bürger modern gestaltet werden.

Erste Auftaktveranstaltung am 20. August im Rathaus

Um den Digitalisierungsansatz mit den beiden Säulen „digitale Stadt“ und „digitale Stadtverwaltung“ vorzustellen und die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger in einem ersten Dialog zu eruieren, hatte die Stadt zum Auftakt zu einem Digitalisierungsevent am 20. August in den Ratssaal im Rathaus, Europaplatz 1, eingeladen. Mehrere Interessierte waren der Einladung gefolgt und es ergab sich ein reger Austausch. 

Zunächst wurde das bürgernahe Vorgehen bei der Entwicklung der Strategie mit dem Arbeitstitel „CityAgilSmart.digital“ (CAS.digital) dargestellt und zum Mitmachen eingeladen. Die Präsentation steht am Ende dieser Seite zum Download zur Verfügung. Dabei konnten sowohl die Menschen vor Ort als auch an den Bildschirmen zu Hause ihre Ideen und Wünsche äußern, denn die Veranstaltung wurde inklusive der Beiträge der Teilnehmenden vor Ort mit Unterstützung von CAS-TV Bürgerfernsehen e.V. live auf der Facebook-Seite www.facebook.com/StadtCastropRauxel übertragen.

In einem Impulsvortrag hatte zunächst der Chief Digital Officer der Stadt Herne, Pierre Golz, spannende Einblicke in die Digitalisierung seiner Stadt gegeben.

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