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Aktuelle Bürgerbeteiligungen
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Wappenaufkleber vor dem Rathausgebäude
Einleitungstext

Die Stadtverwaltung Castrop-Rauxel wünscht sich mehr Bürgerinnen und Bürger, die mitgestalten wollen. Im Dialog mit Verwaltung, Bürgern und Stadtrat sollen mehr Entscheidungen vorbereitet, begleitet und getroffen werden.

Bürgerbeteiligung in den Stadtteilen, Stadtteilgespräche, Workshops und Bürgerwerkstätten, Runde Tische, Bürgergremien, Austausch mit Bürgervereinen, Befragungen, Bürgermeistersprechstunden oder Vor-Ort-Termine sind nur einige Beispiele.

Konfliktfrei ist die Beteiligung bei schwierigen Themen dabei nie, aber wichtig ist sie der Stadt Castrop-Rauxel.

Fortsetzungstext

Aber auch über andere Kommunikationskanäle will die Stadt für ihre Bürger erreichbar sein und in den Dialog treten. Das Kontaktformular, die Facebook-Präsens der Stadt und Live-Chats im Internet mit dem Bürgermeister gibt es schon länger. Ein Instagram-Kanal wird aufgebaut. Über die Cas-APP erreichen Sie die Stadtverwaltung, den EUV Stadtbetrieb, die Feuerwehr und die Stadtwerke per Handy.

 

Einige Beispiel für die Spannbreite der Mitwirkungsmöglichkeiten finden Sie im folgenden Text. Dabei ist die Auflistung nicht vollständig, sondern soll einen Eindruck von der vielfältigen Ausgestaltung von Bürgerbeteiligung geben. Sie möchten mitmachen? Das Bürgermeisterbüro stellt für Sie gern den Kontakt zu den einzelnen Fachbereichen her. 

Aktuelle Bürgerbefragungen

Verkehrssicherheit: Elternhaltestellen
Die Verkehrsabteilung des Bereichs Bürgerservice und Ordnung und der Verkehrsplaner des Bereichs Stadtentwicklung führen Ende 2019 eine Befragung in den fünf Grundschulen durch, die bereits seit längerer Zeit über Elternhaltestellen verfügen. Anhand der Ergebnissen will die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den Schulen, Eltern, Kindern und der Polizei die Verkehrssicherheit der Schulwege überprüfen.

Bürgerbüro: Kundenzufriedenheitsbefragung
Das Bürgerbüro der Stadt Castrop-Rauxel arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Serviceangebote. Zu Jahresbeginn 2020 ist eine Befragung der Kundenzufriedenheit geplant. Der Ergebnisbericht ist öffentlich. Um eine repräsentative Erhebung machen zu können, bittet die Verwaltung um große Beteiligung.

 

Rückblick 2019

Bürgerdialog Entwicklung Wohngebiet Dingen
Im Oktober 2019 wurde vor jeglichem formellen Verfahren ein Bürgerdialog durchgeführt. Neben einer Ortsbegehung äußerten Anwohner und Interessierte ihre Wünsche und Sorgen hinsichtlich des neuen Baugebietes. Die Ergebnisse, Karten und Anmerkungen der Bürger sind unter Bürgerdialog Wohngebiet Dingen zu finden.

Mobilitätskonzept
Die Stadtverwaltung hat am 5. Juni 2019 eine Bürgerwerkstatt zur Erstellung eines gesamtstädtischen Nahmobilitätskonzept durchgeführt. Hintergrund ist das Anliegen, dass die Stadt Castrop-Rauxel fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt werden und der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft beitreten möchte. An der ersten Bürgerwerkstatt im Juni haben zahlreiche Bürger, aber auch Politiker und Vertreter verschiedener Organisationen teilgenommen. Arbeitsgrundlage waren dabei unter anderem verschiedene Themenkarten, die auch bei kommenden Arbeitsgesprächen und weiteren öffentlichen Veranstaltungen fortgeschrieben werden. Für die eigene Bearbeitung und das Einreichen von Ideen und Anmerkungen stellt die Stadt Castrop-Rauxel die Kartengrundlagen zur Verfügung. Die Ergebnisse können entweder bei der Verkehrsplanung der Stadt Castrop-Rauxel eingereicht oder bei einer der kommenden Veranstaltungen mitgebracht werden.

Schulentwicklungsplanung: Elternbefragung
Im Mai 2019 wurden Eltern der 2. und 3. Klassen nach ihren Wünschen bezüglich des Wechsels auf die weiterführenden Schulen befragt. Da die Schülerzahlen entgegen der Prognosen durch steigende Geburtenzahlen und einen positiven Wanderungssaldo von erwarteten 500 Erstklässlern auf rund 650 Kinder wuchsen, sehen Verwaltung und Politik dringenden Handlungsbedarf, die Auswirkungen auf die weiterführenden Schulen anzugehen. Um die Eltern bei der Auswahl einer passenden zusätzlichen Schuloption einzubinden, wurde die Umfrage auf Grundlage der heutigen Schulformen, wie auch auf der Grundlage eines weiteren Gesamtschulangebots durchgeführt. Auswertungen der Fragebogen-Aktion, an der 82 Prozent der Eltern der 11 Primarschulen teilgenommen haben, weisen den Bedarf an einer weiteren Gesamtschule im Norden der Stadt aus. Mehr als 16 Prozent der Befragten würden diese Schule auswählen. Die Ergebnisse der Befragung sind Grundlage für weitere Gespräche in den politischen Ausschüssen der Stadt und mit der Bezirksregierung. Die Verwaltung dankt ganz ausdrücklich den Eltern und den Schulen für die Unterstützung und die große Beteiligung an der Umfrage.

Bürgerwerkstatt "Aufwertung des landschaftsarchäologischen Parks Henrichenburg"
Rund 30 Castrop-Rauxeler Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich im Vorfeld der Antragstellung um Fördermittel aus dem Projekt "Dorferneuerung 2020" während einer öffentlichen Veranstaltung der Stadtverwaltung an Ideen zur gestalterischen Aufwertung und Nutzbarmachung des Landschaftsarchäologischen Parks. Dabei wurde unter anderem über den Park als künftiger Ort für Veranstaltungen gesprochen. Gerade neue Beleuchtungen im und um den Park sollen zur Aufwertung des Bereichs beitragen. So würden Bodenstrahler, die die Säulenbäume im Park illuminieren, die Struktur des historischen Ortes auch am Abend betonen. Geplant sind zudem neue Laternen entlang der Wege zwischen dem Rhein-Herne-Kanal, der Freiheitsstraße, der Wartburgstraße und der angrenzenden Siedlungen. Darüber hinaus soll ein Stromanschluss den Park als Veranstaltungsort attraktiver machen. Mit neuen Informationstafeln werden auch in Zukunft Besucher auf den historischen Ort aufmerksam. Wird der Antrag bewilligt, sollen diese Infostelen entsprechend dem Charakter des Parks an markanten Punkten des Burgplatzes aufgestellt werden. Gerade vor dem Hintergrund der künftigen größeren Vorhaben rund um das nahegelegene Wasserkreuz, u. a. der Sprung über die Emscher oder die IGA 2027, trägt auch die Inszenierung des Parks zusätzlich zur Aufwertung des gesamten Areals bei. Die Belange des Denkmalschutzes wurden berücksichtigt. Mehr zur Henrichenburg und anderen schönen Orten der Stadt ist unter "Sehenswertes" vermerkt.

Nachhaltigkeit nimmt Quartier
Für Merklinde ist in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. von 2017 bis 2019 eine Quartiersnachhaltigkeitsstrategie erarbeitet worden.

Ziel des Projektes ist es, entsprechend eines integrierten Ansatzes sowohl ökologische als auch soziale Herausforderungen in Merklinde gemeinsam zu betrachten und eine nachhaltige Quartiersentwicklung anzustoßen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer aktiven Bürgerbeteiligung, da der Wandel zu einer nachhaltigeren Gesellschaft nur als Gemeinschaftsaufgabe erfolgreich umgesetzt werden kann. In dem Prozess sind daher unterschiedlichste Formate der Bürgerbeteiligung angeboten worden: Bürgerabende, Quartiersrundgänge, Befragungen usw. Zudem hat sich der Bürgerverein „Wir sind Merklinde e. V.“ während des Projektzeitraums gegründet und erste (Beteiligungs-)Angebote im Quartier eingerichtet. Auch für das Jahr 2020 sind weitere Beteiligungsmaßnahmen in Merklinde geplant.

Elektromobilitätskonzept
2019 wurde das Konzept zur E-Mobilität fertiggestellt, um weitere geeignete Standorte für E-Ladesäulen im Stadtgebiet zu identifizieren. Um die Standorte entsprechend der Bedürfnissen der Bevölkerung zu planen, fanden im Vorfeld zwei Workshops statt, bei denen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten ihre Wünsche und auch ihre Expertise in den Prozess einzubringen. Zunächst wurden die aktuellen Ergebnisse der Konzepterstellung sowie einführende Informationen zum Thema Elektromobilität vorgestellt. Im Anschluss konnten die Teilnehmer der Workshops selbst anhand von Kartenmaterial und Tabellen Impulse und Vorschläge für wichtige Standorte geben. Ein vorläufiger Ergebnisworkshop fand im November 2018 für Bürgerinnen und Bürger sowie für Mitarbeiter der Verwaltung mit weiteren Diskussionsmöglichkeiten statt. Für die Stadt Castrop-Rauxel wurde das Konzept über den EUV Stadtbetrieb in Rahmen einer 50-prozentigen Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erstellt.

Bürgerbeteiligung-Bauen
Auf einer Internetseite sind baulichen Entwicklungen mit den zugehörigen Unterlagen, Karten und Gutachten hinterlegt, zu denen Bürgerinnen und Bürger formal Anregungen oder Stellungnahmen einreichen können. Dargestellt sind einerseits laufende Verfahren der Bauleitplanung mit der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zu Beginn des Verfahrens und der förmlichen Bürgerbeteiligung zum anderen bereits ausgereiften Entwurf. Zudem werden Projekte oder Planungen eingestellt, zu denen sich die Bürger informell äußern können. Weiterhin werden einzelne Bauvorhaben eingestellt, die zum Beispiel als überörtliche Planfeststellungsverfahren zugelassen werden (z.B. Ausbau des Rhein-Herne-Kanals) oder Vorhaben, die einer Umweltverträglichkeitsprüfung bedürfen.  

Weiterer Austausch

Exemplarische Angebote der Verwaltung zum Austausch mit Berufsgruppen, Vereinen, Gruppen, etc.

  • Die Wirtschaftsförderung organisiert zweimal im Jahr ein "Business-Frühstück" zum Austausch mit der lokalen Wirtschaft. Das kommende Treffen findet am 29. November im Rochus-Hospital, Glückaufstraße 10,  statt und ist bereits ausgebucht. Regelmäßig arbeitet die Wirtschaftsförderung auch am "Infotag Gesundheitsberufe" mit. Der nächste Informationstag ist für den 17. Februar 2020 geplant.
  • Der Bereich Vermessung und Geoinformation plant eine Vermieterbefragung für den qualifizierten Mietspiegel. Dabei werden ca. 4.500 statistisch zufällig ausgewählte Vermieter angeschrieben. 
  • In den Stadtteilen Habinghorst, Merklinde und Deininghausen gibt es sog. "Stadtteilkümmer" die Ansprechpartner für die Menschen vor Ort sind. Mehr zu den Aufgaben und Sprechzeiten sowie Kontaktdaten finden Sie hier.
  • Die Volkshochschule lädt zum jährlich Fachtag Bürger, VHS Dozenten, Kooperationspartner und Mitarbeiter ein, um die Programm- und Angebotsgestaltung zu besprechen. Anregungen für neue Kurse, werden bei ausreichender Nachfrage, gern aufgenommen.
  • Jederzeit zum Dialog vor Ort trifft sich der Bereich Stadtgrün- und Friedhofswesen. Vereinbarungen für Patenschaften im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements können ganzjährig geschlossen werden. 
  • Der Bereich Migration und Obdachlosenhilfe bietet auch in den Abendstunden und an den Wochenenden Anwohnersprechstunden im Quartiersbüro an der Harkortstraße 2.
  • Der Bereich Soziales ist mit seinen Projekten Café Pause, der Beteiligung am Seniorenfrühstück und den Informationsveranstaltungen des Beratungs- und Infocenters Pflege außerhalb des Rathauses Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger.
  • Die Verwaltung wirkt koordinierend beim Bündnis für Demokratie mit.
  • Zweimal im Jahr lädt die Stadtverwaltung alle Sportvereine zum gemeinsamen Austausch ein. Das nächste Treffen im Bürgerhaus, Leonhardstraße 4, findet im Frühjahr 2020 statt. Darüber hinaus nimmt die Verwaltung an den regelmäßigen Treffen des Stadtsportverbandes teil.
  • Zweimal im Jahr kommen die Stadtverwaltung und die Stadtteilvereine zusammen, um sich über Aktuelles und zukünftige Themen und Veranstaltungen auszutauschen.

Bürgerfragen und -anliegen in politischen Gremien
Zu Beginn aller Rats- und Ausschusssitzungen der politischen Gremien der Stadt Castrop-Rauxel haben Einwohnerinnen und Einwohner die Möglichkeit, Fragen an die Kommunalpolitiker zu richten. Diese „Einwohnerfragestunde“ gibt es bei Ratssitzungen bereits seit 1999 (nach der Kommunalwahl 2004 gab es solche Fragestunden in UWA, B1 und B3; seit 2009 in allen Ausschüssen).
Bei allen Ratssitzungen 2019 haben Einwohnerinnen und Einwohner von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.
Im Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung können Bürgerinnen und Bürger sowohl Themen auf die Tagesordnung bringen als auch während der Sitzung bei allen Tagesordnungspunkten mit Politik und Verwaltung diskutieren. Darüber hinaus wurde 2019 die Möglichkeit eines Bürgerbegehren/Bürgerentscheid genutzt.

Bürgerbeteiligung im weiteren Sinn ist natürlich auch im Einsatz in Vereinen, Gruppen oder im Ehrenamt möglich. Die Statteilvereine (Bürger für Deininghausen e.V., Unser Habinghorst e.V., Mein Ickern e.V., Wir sind Merklinde e.V., Verein zur Erhaltung von Jugend- und Kulturarbeit Pöppinghausen e.V., Unser Rauxel e.V.,Wir auf Schwerin e.V.) bieten eine gute Möglichkeit aktiv mitzugestalten. 

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