Öffentliche Auslegung zum Bebauungsplan Nr. 245H „Am Emscherufer“ | Stadt Castrop-Rauxel

Bebauungsplan Nr. 245H , Planbereich: "Am Emscherufer" , hier: Bekanntmachung der Öffentlichen Auslegung

Der Rat der Stadt Castrop-Rauxel hat in seiner Sitzung am 25.06.2020 die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 245H "Am Emscherufer" beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt und den nachfolgenden Beschluss über die öffentliche Auslegung der Planunterlagen nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) gefasst:

"a) Der Rat beschließt, den Bebauungsplan Nr. 245H "Am Emscherufer" aufzustellen. Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplans ist in der zum Beschluss gehörenden Anlage 1 dargestellt.
b) Der Rat stimmt dem Entwurf des Bebauungsplans Nr. 245H "Am Emscherufer" einschließlich Begründung und Umweltbericht ausdrücklich zu und beauftragt die Verwaltung, den Entwurf des Bebauungsplans mit Begründung einschließlich Umweltbericht und den Fachgutachten in noch abschließend ausgearbeiteter Fassung sowie mit den vorliegenden umweltbezogenen Informationen zur Einsicht für die Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 BauGB öffentlich auszulegen und im Internet bereitzustellen. Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplans ist in der zum Beschluss gehörenden Anlage 1 dargestellt."

Inzwischen ist das Konzept weiterentwickelt worden. Nunmehr sollen die für die Wohnbauentwicklung an der Heerstraße erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen auf Flächen in der Gemarkung Bladenhorst umgesetzt werden. Der Geltungsbereich ist auf diese Flächen erweitert worden. Er besteht nunmehr aus drei Teilflächen.
Die Teilfläche des räumlichen Geltungsbereichs an der Heerstraße (Teilfläche 1) liegt im Ortsteil Habinghorst und wird von folgenden Straßen und Grundstücksgrenzen begrenzt:
- Im Norden: durch den Grünzug entlang der Emscher
- Im Osten: durch den Friedhof Habinghorst und durch die Flächen des städtischen Betriebshofs
- Im Süden: durch die bereits bebauten Wohngrundstücke entlang der Heerstraße und durch die Heerstraße
- Im Westen: durch die Bebauung entlang der Wartburgstraße und durch die Wartburgstraße
Die genauen Grenzen für die an der Heerstraße liegende Teilfläche des räumlichen Geltungsbereichs ergeben sich aus der beigefügten Übersichtsskizze 1, die der zum Beschluss angefügten Anlage zur Darstellung des räumlichen Geltungsbereichs entspricht.

Die Teilflächen des räumlichen Geltungsbereichs für Ausgleichsmaßnahmen (Teilflächen 2 und 3) liegen in der Gemarkung Bladenhorst nördlich des Rhein-Herne-Kanals. Die Teilflächen 2 und 3 umfassen dort in der Flur 1 die Flurstücke 1, 2, 6, 13, 22 und 24. Es handelt sich dabei um heute landwirtschaftlich genutzte Flächen nördlich angrenzend zu den Waldflächen Vorderdicken und Hinterdicken im Bereich der alten Ziegelei an der Straße Westring. Die Flächen liegen beiderseits der Straße. Die genauen Grenzen dieser Teilflächen des räumlichen Geltungsbereichs ergeben sich aus der beigefügten Übersichtsskizze 2.

Innerhalb der Teilfläche 1 des Geltungsbereichs ist beabsichtigt, eine aufgelockerte Wohnbebauung bestehend aus Einfamilienhäusern in Form von Doppel- und Einzelhäusern zu entwickeln. An der Wartburgstraße und mitten im Baugebiet sind zusätzlich zwei Mehrfamilienhäuser geplant. Insgesamt sind ca. 70 Wohneinheiten im Plangebiet vorgesehen. Die Siedlung soll durchgrünt werden und die Ansprüche an klimagerechtes Wohnen erfüllen.
Im Vergleich zur bisherigen Planung soll der Bebauungsplan Nr. 245H "Am Emscherufer" den Erhalt der alten Eiche dauerhaft sichern. Die alte Eiche findet nunmehr in einer ausreichend großen Grünfläche ihren Platz. Infolgedessen wurden der Verlauf der Erschließungsstraße und die Bauflächen in diesem Bereich dem neuen Konzept angepasst.
Die Planung erfolgte bislang unter der Bezeichnung Bebauungsplan Nr. 245 "Wohnen an der Emscher". Nunmehr wird das Planverfahren unter der Bezeichnung Bebauungsplan Nr. 245H "Am Emscherufer" ergänzt. Die Teilfläche 1 des Bebauungsplans Nr. 245H "Am Emscherufer" deckt sich fast vollständig mit dem Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 245 "Wohnen an der Emscher". Der Bebauungsplan Nr. 245H überlagert den Bebauungsplan Nr. 245 mit einer Ausnahme. Für die im Bebauungsplan Nr. 245 im nördlichen Bereich als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung "Parkanlage" festgesetzten Fläche besteht kein weiteres Planerfordernis, so dass diese nicht innerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplans Nr. 245H liegt.
Innerhalb der Teilflächen 2 und 3 des Geltungsbereichs ist beabsichtigt, eine ökologische Aufwertung durch die Entwicklung eines Waldrandes mit Krautsaum, durch die Anpflanzung von Gehölzen und das Anlegen artenreicher extensiver Grünlandwirtschaftsflächen vorzunehmen.

Neben dem Entwurf des Bebauungsplans mit Begründung sind umweltbezogene Informationen in Form des Umweltberichtes, von Gutachten und Fachbeiträgen sowie von Stellungnahmen verfügbar. Darin liegen umweltbezogene Informationen zu folgenden Themen vor und werden öffentlich ausgelegt:

- Schutzgüter: Mensch und seine Gesundheit (u.a. Lärm, Erholung, Elektromagnetische Felder), Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Boden, Fläche, Wasser, Klima, Luft, Orts- und Landschaftsbild, Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter
- Erneuerbare Energien, Energieeffizienz
- Gefahrenschutz, Risiken, Katastrophen, Störfälle
- Umgang mit Abfällen und Abwässern
- Landschaft, Freiraum
- Altlasten
- Anlagenbezogener Immissionsschutz
- Artenschutz
- Natur- und Landschaftsschutz
- Belange der historischen Kulturlandschaft sowie von Denkmalschutz und Denkmalpflege
- Belange der Bodendenkmalpflege
- Bergbauliche Belange
- Kampfmittelbeeinflussung und -beseitigung
- Baugrund
- Umweltverträgliche Verkehrsmittel (Fahrrad, Bus)
- Gefahrenschutz bei Versorgungsleitungen
- Vermeidung, Ausgleich und Ersatz der zu erwartenden Eingriffe in Natur und Landschaft

Gemäß § 3 Abs. 1 des Planungssicherstellungsgesetzes des Bundes (PlanSiG) sind der Bebauungsplanentwurf und seine Begründung mit Umweltbericht, jeweils in der Fassung zur öffentlichen Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB, sowie die verfügbaren umweltbezogenen Informationen vom 27.11.2020 bis einschließlich 08.01.2021 (Auslegungsfrist) hier einsehbar.
Zudem besteht die Möglichkeit, die vorgenannten Planunterlagen während der Auslegungsfrist im oberen Foyer des Ratssaals im Rathaus der Stadt Castrop-Rauxel, Europaplatz 1 (Zugang im Bereich des Eingangs B) zu den allgemeinen Öffnungszeiten und zwar 

montags, dienstags und donnerstags von 8.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr,
mittwochs von 8.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 15.00 Uhr und
freitags von 8.00 bis 12.30 Uhr 

einzusehen. Ausgehängt wird mit den Planunterlagen ein Hinweisschild mit den Telefonnummern der Ansprechpartner des Bereichs Stadtplanung und Bauordnung und dem Hinweis, dass auf Wunsch die Gelegenheit besteht, direkt Auskunft über den Inhalt der Planung zu erhalten, Anregungen und Bedenken vorzubringen und diese mit Beschäftigten der Stadtplanung zu erörtern. In der Zeit vom 24.12.2020 bis einschließlich 03.01.2021 bleibt das Rathaus der Stadt Castrop-Rauxel geschlossen.

Während der o.g. Auslegungsfrist kann die Öffentlichkeit Äußerungen und Stellungnahmen in das Verfahren einbringen. Dazu gibt es keine Formvorschrift – Äußerungen und Stellungnahmen können schriftlich, mündlich, elektronisch oder auf andere Weise an die Stadt Castrop-Rauxel, Bereich Stadtplanung und Bauordnung (61), weitergegeben werden. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können nach § 3 Abs. 2 BauGB bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben. 

Personenbezogene Daten werden zum Zwecke des Verfahrens gespeichert und verarbeitet. Die Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage des § 3 BauGB i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Weitergehende Informationen zum Datenschutz und Umgang mit personenbezogenen Daten sind hier einsehbar. 
 
Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs mit seiner Begründung einschließlich Umweltbericht und den erstellten Gutachten wird hiermit öffentlich bekannt gemacht.


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