Emscherumbau | Stadt Castrop-Rauxel

Emscherumbau

Auf 9,7 Kilometern durchquert die Emscher Castrop-Rauxel und hat die nördlichen Stadtteile nachhaltig in der Entwicklung geprägt. Die einst wilde Emscher wurde Anfang des 20. Jahrhunderts begradigt. Aus der "schwarzen" Emscher der Industriealisierung soll die "Blaue Emscher" mit Wohnqalität und Freizeitcharakter werden. Deshalb ist die Stadt Castrop-Rauxel intensiv in den Emscherumbau, der durch die Emschergenossenschaft betrieben wird, mit eigenen, wesentlichen städtebaulichen Projekten beteiligt und eingebunden.´

Einfahrt und Bergung der Maschine am Schacht Wartburgstr_3Emschergenossenschaft_Rupert Oberhaeuser

HRB Ickern Emschergenossenschaft Klaus Baumers

Entlastungsbauwerks Stauraumkanal Industriestraße_Rupert Oberhauuser Emschergenossenschaft

 Fotos: Emschergenossenschaft

Auf dem Weg zu einer blauen Emscher gilt es, eine Fülle von Aufgaben zu lösen. Im Bereich Wasserwirtschaft ist dies die Ableitung des Abwassers in unterirdische Kanäle, aber auch die Bewirtschaftung der Abwassermengen und die Sicherung des Hochwasserschutzes. Für die Gewässergestaltung wurden Konzepte erarbeitet, die es dem Fluss im Rahmen der vielfältigen Umfeldbedingungen erlauben, wieder zu einem funktionierenden Gewässerökosystem mit typischen Strukturen und typischer Vegetation zu werden. Ziel der Umgestaltung ist es, die Voraussetzungen für eine natürliche Entwicklung der Gewässer zu initiieren. Ein wesentlicher ökologischer Aspekt ist dabei die Verstetigung der Abflüsse. Dieser Ausgleich der Wasserführung ist eine Kernforderung, an der sich alle Maßnahmen des Hochwasserschutzes, der Regen- sowie der Grundwasserbewirtschaftung orientieren müssen.

Der Hochwasserschutz beschäftigt sich beim Ausgleich der Wasserführung mit seltenen, extremen Abflussereignissen, die Regenwasserbewirtschaftung dagegen mit niederschlagsbedingten, regelmäßig eintretenden und normalen Abflusssituationen. Hinzu kommt die Grundwasserbewirtschaftung, deren Aufgabengebiet die beständigen geringen Abflüsse sind, die den Niedrigwasserabfluss ausmachen. Ein erfolgreicher Ausgleich der gesamten Wasserführung kann nur in einem gut abgestimmten, einzugsgebietsweiten Zusammenspiel dieser drei wasserwirtschaftlichen Kernaufgaben gelingen.

Bei der ökologischen Verbesserung des Emschersystems kann auf ein umfangreiches Fachwissen und einen breiten Erfahrungshintergrund zurückgegriffen werden. Standardvorgaben für die Umgestaltung gibt es jedoch nicht. Gerade für ein vom Menschen so erheblich verändertes Gewässer wie die Emscher ist eine eigenständige Konzeption erforderlich, die der besonderen Situation Rechnung trägt, dass der Fluss die ihn umgebende Landschaft derzeit als Fremdkörper ohne ökologische Funktion durchfließt.

Grundlage des Umbaus ist ein ökologisches Konzept, das auf der Basis leitbildorientierter Entwicklungsziele maximale Ansprüche an die Gewässergestaltung definiert. So soll der Verlauf des Gewässers wieder leitbildgemäß schwingen, die Profile aufgeweitet, bepflanzt und gestaltet und das Abflussregime der Neuen Emscher wieder stärker in Richtung der natürlichen Verhältnisse entwickelt werden. Vor allem im Mittel- und Unterlauf stehen nur begrenzte Flächen für eine Aufweitung des Flussprofils zur Verfügung. Dennoch werden sowohl Verlegungen der Emscher als auch Deichrückverlegungen in die Betrachtung einbezogen. Die resultierenden konkreten Gewässerstrukturen und Bepflanzungen werden Abschnitt für Abschnitt als Entwicklungsziel formuliert. Generell müssen auch in Abschnitten mit geringem Raumangebot Verhältnisse geschaffen werden, die bei Niedrig- bis Mittelwasser sowie kleineren Hochwassern eine gewässertypische Besiedlung mit leitbildgemäßen Arten ermöglichen.

Projektbeispiele

  • "Wohnen an der Emscher"
  • "Sprung über die Emscher"
  • "Emscherpromenade"
  • Hochwasserrückhaltebecken Ickern
  • Abwasserkanal Emscher (AKE)
  • Umbau des Rhein-Herne-Kanal


Luftbild des Emscherverlaufs in Castrop-Rauxel

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Stadtentwicklung
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44575 Castrop-Rauxel
E-Mail stadtentwicklung@castrop-rauxel.de
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Weitere Informationen zum Emscher-Umbau finden Sie auf der Internetseite der Emschergenossenschaft