Klimafit Ruhr | Stadt Castrop-Rauxel

Klimafit Ruhr - Solarmetropole Ruhr

Gemeinsam klimafit werden und zwar in der gesamten Metropole Ruhr. Das ist das Ziel der Zusammenarbeit der Stadt Castrop-Rauxel, dem Regionalverbands Ruhr (RVR) und des Handwerks Region Ruhr. Der Regionalverband Ruhr steht dabei gemeinsam mit seinen zahlreichen Verbandskommunen.

Das Handwerk Region Ruhr wird vertreten durch die Handwerkskammern Dortmund, Düsseldorf und Münster und ihren elf in der Metropole Ruhr zuständigen Kreishandwerkerschaften. Viele Projektpartner für ein großes Ziel: bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein. Unter der gemeinsamen Dachmarke Klimafit Ruhr werden die Klimaschutzaktivitäten gemeinsam und zielgerichtet angegangen, für die Bürgerinnen und Bürger der Metropole Ruhr und für eine lebenswerte Zukunft.

Als stetig wachsendes Projekt unterstützen wir die Bürgerinnen und Bürger aktuell mit zwei großen Initiativen: der Solarmetropole Ruhr im Bereich Solarenergie und dem Energiesparhaus Ruhr im Bereich Gebäudesanierung/Energieeffizienz.

Solarmetropole Ruhr
In der gesamten Metropole Ruhr sind über eine Million Dächer vorhanden, die gemäß der Sonneneinstrahlung für eine Photovoltaikanlage geeignet sind und dadurch grünen Strom produzieren könnten. Würden alle diese Dächer zur Solarstromerzeugung genutzt, könnten in der Region über neun Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Für Deutschland entspricht das dem CO2-Jahresausstoß von etwa einer Million Menschen. Das schont das Klima und gewährleistet die Versorgungssicherheit in der Region.

Aus diesem Grund haben der Regionalverband Ruhr (RVR) und das Handwerk Region Ruhr 2019 die Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr ins Leben gerufen. In 21 Städten und Gemeinden in der Region, zu denen nun auch die Stadt Castrop-Rauxel gehört, wird über das Thema Photovoltaik informiert. Auf unserer Projektseite solarmetropole.ruhr können Sie mit dem Solardachkataster schnell und einfach den Dach-Check machen und herausfinden, ob sich ihr Dach für Solarenergie eignet. Parallel dazu bekommen Sie dort Informationen rund um Photovoltaik zum Nachlesen und zu Aktionen im Projekt. So  finden regelmäßig kostenlose (Online-) Veranstaltungen zu verschiedenen Photovoltaikthemen statt oder Solarspaziergänge in den teilnehmenden Städten und  Gemeinden. Zusätzlich unterstützen wir Sie durch unseren starken Partner das Handwerk Region Ruhr bei der Suche von lokalen Handwerksfachbetrieben. Auf den zahlreichen Plattformen der Kreishandwerkerschaften, Fachverbänden und Handwerkskammern finden Sie Ihren geeigneten Handwerksfachbetrieb.

Neben den bestehenden Angeboten entwickelt die Solarmetropole Ruhr stetig neue Maßnahmen und Konzepte für den Ausbau von Solarenergie, um das große Potential in der Metropole Ruhr bestmöglich auszuschöpfen. Denn neben den positiven Effekten von Photovoltaik auf den Klimaschutz und auf die Gesellschaft hat die Sonnenenergie auch Vorteile für jeden Einzelnen: Die Produktion von Solarstrom ist günstiger als der Bezug des Stroms aus dem Netz. So können Besitzerinnen und Besitzer einer PV-Anlage nicht nur Geld sparen, sondern sind dazu noch unabhängig von zukünftigen Preissteigerungen der Stromanbieter. Mit der Solarmetropole Ruhr soll aber auch allen Bürgerinnen und Bürger der Metropole Ruhr die Chance geben, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen, wenn sie selbst kein eigenes Haus besitzen. So bietet die Solarmetropole Ruhr aktiv Informationen für Steckersolargeräte an, damit auch Mietern und Wohnungseigentümern von der Solarenergie profitieren können. Auch Unternehmen und Bürgerenergiegenossenschaften sind wichtige Akteure bei der Energiewende. Wenn Sie schon von Floating-PV Anlagen, Agri-Photovoltaik oder Solarparkplätzen gehört haben, dann stammen diese Großprojekte in der Regel von Unternehmen, Bürgerenergiegenossenschaften oder im besten Fall von beiden zusammen. Solarenergie ist damit ein echter Allrounder und kann fast in jedem Bereich genutzt werden. Solar lohnt sich einfach.

Die Solarmetropole Ruhr ist Bestandteil der übergeordneten Mission Klimafit Ruhr zwischen dem RVR und dem Handwerk Region Ruhr, mit dem wir gemeinsam die regionalen Klimaschutzziele erreichen möchten: bis 2045 klimaneutral sein. Unterstützt
wird die Solarmetropole dabei unter anderem durch die Verbraucherzentrale NRW.

Kostenfreie (online) Informationsveranstaltungen
Die Solarmetropole Ruhr bietet zu unterschiedlichen Themen Informationsveranstaltungen ein, die derzeit meist online und kostenlos angeboten werden.

Förderungen

Förderung von Stecker-Solargeräten bzw. Balkon-Solarmodulen
Mit der Förderung von Stecker-Solargeräten können auch Mieter*innen an der Energiewende teilhaben und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der RVR stellt dafür im Rahmen des Rollouts einen Fördertopf von 7.000 Euro für sogenannte Balkon-Solarmodule bzw. Stecker-Solargeräte zur Verfügung. Damit werden in teilnehmenden Kommunen jeweils die ersten zehn Balkon-Solarmodule, für die ein Förderantrag gestellt wird, einen Zuschuss von 100 Euro erhalten.

Ein solches Stecker-Solargerät besteht in der Regel aus bis zu zwei Standard-Solarmodulen und kostet etwa 350 bis 500 € pro Modul. Es ist also deutlich günstiger als eine große Auf- Dach-Photovoltaikanlage. Der mit dem Stecker-Gerät erzeugte Strom kann von verschiedenen Haushaltgeräten wie zum Beispiel Fernseher, Kühlschrank und Waschmaschine genutzt werden. Dadurch dreht sich der Stromzähler langsamer und die Stromrechnung vom Energieversorger fällt niedriger aus. Sie tun jedoch nicht nur für Ihr Portemonnaie etwas Gutes, sondern auch für die Umwelt: durch die Nutzung der Sonnenenergie können Sie nachhaltig Ihren CO2-Ausstoß senken. Wichtig ist eine verschattungsfreie und möglichst nach Süden ausgerichtete sowie sichere Aufstellung bzw. Anbringung des Stecker-Solargeräts auf dem Balkon oder der Terrasse. Und das Schöne ist: die Solarmodule funktionieren in der Regel störungsfrei mindestens über einen Zeitraum von 20 Jahren und können bei einem Umzug mitgenommen und woanders wieder montiert werden.

Auch wenn sich Stecker-Solargeräte langfristig selbst finanzieren können, möchte der RVR mit dem Zuschuss einen Anreiz bieten, jetzt zu handeln, denn ein bisschen Arbeit und Papierkram muss schon erledigt werden. Eine Checkliste „Schritt für Schritt zum Stecker-Solargerät“ und viele weitere Informationen bietet die Internetseite der Verbraucherzentrale NRW.

Zudem wird am 7. Juni 2022 von 18-20 Uhr eine Online-Veranstaltung des RVR zusammen mit der Verbraucherzentrale NRW (VZ) durchgeführt. Der Energieberater der VZ Martin Halbrügge erläutert dabei alles Wissenswerte rund um die Stecker-Solargeräte und beantwortet Ihre Fragen. Ab sofort können Sie sich hier anmelden.

Den 100 EUR Zuschuss gibt es ab dem 17.05.2022 auch in Castrop-Rauxel. 

Rückfragen
Karin Graf, EUV Stadtbetrieb Castrop-Rauxel-AöR-
Tel. 02305 / 9686-330 
Förderung von Photovoltaik-Anlagen für Unternehmen

Die Solarpflicht auf neuen Parkplätzen, die mehr als 35 Stellplätze aufweisen, gibt es in Nordrhein-Westfalen bereits seit Anfang dieses Jahres. Die Verpflichtung alle gewerblichen Neubauten mit einer Solaranlage auszustatten, wird zur Zeit im Rahmen des Solarbeschleunigungspakets auf Bundesebene vorbereitet.

Neue Solaranlagen sollten jedoch nicht nur dann ins Auge gefasst werden, wenn eine Verpflichtung dafür besteht. Sie sind generell eine wichtige Maßnahme, um sich unabhängiger von den steigenden Energiekosten zu machen. Aber auch aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist die Verstärkung von Klimaschutzmaßnahmen und der Umbau unseres Energiesystems dringender als nie zuvor: Der neue IPCC Bericht des Weltklimarats bezeichnet den Klimawandel erstmals als eine eindeutige Gefahr für das Wohl der Menschheit. Die Ukraine-Krise verschärft zusätzlich den Druck auf die Sicherung unserer Energieversorgung und zeigt die Bedeutung einer unabhängigen Energieerzeugung. Und hier können insbesondere die meist großen Dachflächen von Gewerbebetrieben einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten.

Der RVR möchte engagierten Unternehmen dafür einen Anreiz bieten und stellt im Rahmen des Rollouts der Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr Fördermittel zur Verfügung. Auch Castrop-Rauxel beteiligt sich an dieser Aktion. Die ersten drei Photovoltaik-Anlagen, die fristgerecht durch ein Unternehmen beantragt und installiert werden, erhalten einen Zuschuss von 500 Euro.

Der erste Schritt, um den Zuschuss zu bekommen, ist der Blick in das regionale Solardachkataster: dort können Sie mit wenigen Klicks einschätzen, ob Ihr Dach genug Sonneneinstrahlung erhält, damit sich eine Photovoltaik-Anlage rechnet. Das Kataster und viele weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Ausbau-Initiative https://solarmetropole.ruhr.


Neben dem finanziellen Anreiz durch den RVR gibt es zusätzlich eine Förderung des Landes NRW für Beratungsleistungen beim Photovoltaikausbau durch Unternehmen:
• Gefördert werden: Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsanalysen, Vorplanungsstudien und Voruntersuchungen der Statik sowie der Standsicherheit für die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Gewer-beflächen.
• Die Förderhöhe beträgt bei Unternehmen je nach Größe maximal 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, die maximale Förderung ist bei 25.000 Euro gedeckelt.
Weitere Informationen zur Förderung durch das Land NRW: https://www.bra.nrw.de/energie-bergbau/foerderinstrumente-fuer-die-energiewende/foerderung-von-beratungsleistungen-zum-photovoltaikausbau

Rückfragen
Karin Graf, EUV Stadtbetrieb Castrop-Rauxel-AöR-
Tel. 02305 / 9686-330
E-Mail umwelt@euv-stadtbetrieb.de