Fairer Handel | Stadt Castrop-Rauxel

Fairer Handel in Castrop-Rauxel

Fairtrade Town

fairtrade townLondon, Rom, Brüssel, Kopenhagen und Castrop-Rauxel haben eines gemeinsam: Sie sind Fairtrade-Towns und damit Teil der weltweiten gleichnamigen Kampagne der TransFair e.V. . Weltweit existieren bereits etwa 2.000 Fairtrade Towns in 25 Ländern.

Castrop-Rauxel ist seit 2009 Fairtrade Town und gehört damit zu den ersten fünf Städten in ganz Deutschland, die diese Zertifizierung erreichten. Doch nicht nur das: Seit November 2013 gehört Castrop-Rauxel nun auch zur "Fairen Metropole Ruhr". Als erste Großregion erhält das Ruhrgebiet diesen Titel - und Castrop-Rauxel sowie 20 andere Städte und der Kreis Wesel haben durch ihre Zertifizierung als Fairtade Towns den Weg zu der Auszeichnung geebnet.

Die Kampagne Fairtade Towns hat das Ziel, Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zu vernetzen, um gemeinsam den Fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern.

Kriterien für die Fairtrade-Town:

  • Ratsbeschluss, dass bei allen Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und im Bürgermeisterbüro Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird - ein Ratsbeschluss in Bezug auf Kaffee existiert seit 1993.
  • Lokale Steuerungsgruppe - in Castrop-Rauxel durch den Aktionskreis "Fairen Handel".
  • In Schulen, Vereinen und der Stadt müssen Bildungsveranstaltungen stattfinden - läuft kontinuierlich.
  • Die Medien sollen über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt berichten - gute Medienresonanz in den Castrop-Rauxeler Zeitungen.
  • In Einzelhandelsgeschäften und in der Gastronomie müssen Partner gefunden werden, die mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten - Castrop-Rauxel hat die Zielmarke übererfüllt: Lidl, Kaufland, Edeka, Rewe, Real, Penny, K+K, Tchibo, Aral, Jet, Naturkostladen Löwenzahn, Weltladen Castrop, Blumen Risse und die Segafredeo CafèBar im Gartencenter Augsburg machen mit. Gastronomiebetriebe: Las Buenas Tapas, Bahia de Cochinos, Tchibo, Café Residenz, Gartenhaus der Kleingartenanlage Nord, Vereinshäuser der Kleingartenanlagen "Am Schellenberg“ und "Im Spredey“, "Dein Treff" und die Cafeteria im Adalbert-Stifter-Gymnasium.

Faire Woche

Gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern feiert die Stadt Castrop-Rauxel einmal im Jahr die Faire Woche. Auch im September 2016 beteiligt sich Castrop-Rauxel wieder an der bundesweiten Fairen Woche. Informationen über Produktions- und Lebensbedingungen und Aktionen werden dabei meist verbunden, um ein lebendigen und alltagsnahen Fair Trade zu zeigen.

Fair Einkaufen

In Castrop-Rauxel bestehen viele Möglichkeiten, fair einzukaufen. Der Flyer FAIR EINKAUFEN listet die Einkaufsmöglichkeiten für fair gehandelte Produkte in Castrop-Rauxel auf und zeigt, welche fairen Produkte und in welcher Vielfalt sie in den jeweiligen Geschäften erhältlich sind und woran faire Produkte erkannt werden. Ein "fairer“ Stadtplan mit genauer Beschreibung der Geschäftsstandorte ergänzt die Informationen. Entwickelt wurde der Flyer vom Aktionskreis "Fairer Handel“, in dem sich Vertreter des Eine-Welt-Zentrums Herne, des Weltladens Castrop, der Verbraucherzentrale NRW, des Bezirksverbandes der Kleingärtner und der Lokalen Agenda 21 der Stadt Castrop-Rauxel organisiert haben.

Politik und Fair Trade

Der Rat der Stadt Castrop-Rauxel hat bereits 1993 beschlossen, dass bei Sitzungen und öffentlichen Veranstaltungen fair gehandelten Kaffee angeboten wird. 2006 wurde dieser Beschluss durch das Kaufverbot von Produkten, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen, ergänzt. Als eine der ersten Städte hat Castrop-Rauxel zum gleichen Thema auch eine entsprechende Erklärung zur Magna Charta im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 unterzeichnet.