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10 Jahre Tagesmütter und -väter
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Gruppenbild in der AGORA: Tagesmütter und -väter, Brigitte Kasa-Kuhenn und Harry Junghans, AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, Bürgermeister Rajko Kravanja und Vertreterinnen der Stadtverwaltung
Einleitungstext

Vor 10 Jahren wurde die erste Kindertagespflege in Castrop-Rauxel eingerichtet. Heute ist die Betreuung gerade kleinerer Kinder bei Tagesmüttern- und -vätern ein fester Bestandteil des städtischen Betreuungsangebotes. Zum Jubiläum trafen sich die heute knapp 50 Tageseltern und tauschten sich auch mit Vertretern der Verwaltung und des AWO Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen aus, die bei der Tagespflege in Castrop-Rauxel Kooperationspartner sind.

Fortsetzungstext

Brigitte Kasa-Kuhenn, Mitglied des ehrenamtlichen Vorstands der örtlichen AWO, stellte die Leistungen und die Entwicklung der Tagespflege heraus. Im anschließenden Gespräch konnten die Tageseltern sich auch mit Harry Junghans, Geschäftsführer des AWO Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen, austauschen. Bürgermeister Rajko Kravanja schilderte seine persönlichen Erfahrungen mit der Betreuung bei Tageseltern und betonte die Bedeutung der Kindertagespflege für das Betreuungsangebot und die Gesamtsituation für Familien in der Stadt Castrop-Rauxel. 

 

Entwicklung der Kindertagespflege
Um ein möglichst großes, flexibles und qualitätsvolles Betreuungsangebot für Kinder in Castrop-Rauxel anzubieten, baut die Stadt Castrop-Rauxel in Kooperation mit der AWO, Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, seit 2009 die Kindertagespflege kontinuierlich aus. Wie in Kindertageseinrichtungen geht es in der Kindertagespflege um Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsleistungen.  

In den letzten zehn Jahren erhöhte sich dementsprechend die Anzahl der betreuten Kinder um mehr als das Vierfache. Gestartet wurde 2009 mit ca. 24 Tagespflegepersonen und ca. 45 betreuten Kindern. Mittlerweile sind regelmäßig 45 bis 50 Tagespflegepersonen für die Stadt tätig und betreuen im Mai 2019 184 Kinder.

 

Quantität und Qualität
Mit dem quantitativen Ausbau der Kindertagespflege erfolgte ebenfalls die qualitative Weiterentwicklung. Die Qualifizierung der Tagespflegepersonen erfolgt seit 2009 nach dem Curriculum des Deutschen Jugend Instituts mit 160 Stunden; zunächst durch die rebeq GmbH übernommen, qualifiziert die VHS seit 2016 angehende Tagespflegepersonen in diesem Rahmen und sorgt für das kontinuierlich stattfindende Fortbildungsprogramm. Besonders hervorzuheben sind Fortbildungen zum Thema „Kinderschutz“ und „alltagsintegrierte Sprachbildung“. Hier ist Castrop-Rauxel eine der ersten Städte, die seit 2016 die mit Landesmittel geförderte Fortbildung „alltagsintegrierte Sprachbildung“ für Tagespflegepersonen verbindlich anbietet.

 

Verbesserungen der Arbeitskonditionen im Tagespflegebereich
Die Kindertagespflege in Castrop-Rauxel entwickelt sich stetig weiter. So konnten in den vergangenen Jahren die Richtlinien für Kindertagespflege immer wieder angeglichen werden, auch in Hinblick der Arbeits- und Vergütungsbedingungen der Tagespflegemütter- und Väter. Regelungen für Urlaubs- und Krankheitsfälle sowie die schrittweise Erhöhung der Vergütung sind hier Beispiele.

 

Ausbau der Betreuungsangebote
2017 wurde die erste Großtagespflege, also die Betreuung durch zwei bis drei Tagespflegepersonen, die sich um bis zu neun Kinder in angemieteten Räumlichkeiten kümmern, in Castrop-Rauxel eröffnet. Im August dieses Jahres steht eine weitere Eröffnung einer Großtagespflegestelle an. Zeitgleich wird auch der weitere Ausbau der Plätze in Kindertageseinrichtungen weiter vorangetrieben. 2019 / 2020 will die KiTa Rasselbande an der Holzstraße mit 55 Plätzen an den Start gehen. Die KiTa Meisenweg wird weitere 86 Plätze anbieten. Drei weitere Kindertageseinrichtungen sind in Planung bzw. möchten sich erweitern.

 

Rückblick
Im Juni 2009 startete der Ausbau der Kindertagespflege mit dem zweijährigen ESF (Europäischer Sozialfonds) Förderprogramm in den Räumlichkeiten der Griechischen Gemeinde Castrop-Rauxel e.V. Ab 2011 wurde die Fachstelle Kindertagespflege der AWO als festes und weiterbestehendes Angebot in die Betreuungslandschaft der Stadt aufgenommen. Von 2009 bis Ende 2013 erfolgte die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Griechische Gemeinde e.V., die den Bereich der Verwaltung übernahm und der rebeq GmbH, die für die Qualifizierung der Tagespflegepersonen verantwortlich war. Die Fachstelle Kindertagespflege wird bis heute durch die AWO UB Münsterland-Recklinghausen besetzt. Im Januar 2014 erfolgte der Umzug der Fachstelle Kindertagespflege der AWO ins Haus der Jugend und Familie. Die Verwaltungsaufgaben wurden somit der Stadt Castrop-Rauxel übertragen. Mit der AWO führt die Stadt seit vielen Jahren die Qualifikation der Tagesmütter und -väter durch und übernimmt die Fachberatung.

Im Laufe der Jahre haben sich viele Kooperationen mit unterschiedlichen Bereichen entwickelt. Im Besonderen mit den Kindertageseinrichtungen. Unter anderem ist die Fachstelle Kindertagespflege mit jedem Familienzentrum eine schriftliche Kooperation eingegangen.

 

Ansprechpartner

Direkte Ansprechpartnerin für die Kindertagespflege ist Yvonne Hoffmann, AWO Fachberatung Kindertagespflege, E-Mail: Y.Hoffmann@awo-msl-re.de im Haus der Jugend und Familie, Bochumer Straße 17.