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Brücke "Sprung über die Emscher" wird neue Landmarke
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Aufsicht Stadtplan mit Bruecke
Einleitungstext

Die Brücke „Sprung über die Emscher“ wird eine neue Landmarke der Stadt Castrop-Rauxel und des Emscherlandes. Der Sieger des Wettbewerbs um die Gestaltung des einmaligen Brückenbauwerks steht nun fest. Als nationales Projekt des Städtebaus wird die 449 Meter lange Fuß- und Radwegeverbindung am Wasserkreuz Castrop-Rauxel und zwei dazugehörige Anlagen mit der Rekordsumme von bis zu 9 Mio. Euro gefördert. Damit wird eine Verbindung über Emscher und den Rhein-Herne-Kanal geschaffen, die Bestandteil der interkommunalen Handlungsstrategie Emscherland 2020 ist.

Fortsetzungstext

Siegerentwurf

Das architektonische Konzept der Büros Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft GmbH, Düsseldorf, DKFS, London und SMEETS Landschaftsarchitekten Planungsgesellschaft mbH, Erftstadt habe die Jury überzeugt, sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft bei der gestrigen (02.05.) Pressekonferenz gemeinsam mit Bürgermeister Rajko Kravanja und dem Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt in Castrop-Rauxel.

Einladung zum Kennenlernen

Zu sehen sein wird der Siegerentwurf und die Arbeiten aller am Wettbewerb teilgenommen Bewerber ab Dienstag, 7. Mai, 16.00 Uhr im Oberen Ratssaalfoyer im Rathaus am Europaplatz. Dort kann man sich zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtverwaltung bis zum 28. Mai selbst ein Bild von den eingereichten Vorschlägen machen.

Emscherland 2020

Die Aufenthaltsqualität an der Emscher wird mit der Brücken-Landmarke und dem geplanten Platz der Schichten, der die neue Emscher mit den getrennten Wasserwegen sichtbar macht, sowie einem „gläsernen“ Schacht, wesentlich gesteigert. Schon jetzt werden die Rad- und Wanderwege und der Ankerpunkt Hof Emschertal gut frequentiert. 

Durch die Brücke wird auch eine Verbindung vom Norden der Stadt zu den entstehenden Emscherterrassen und dem Natur- und Wasser-Erlebnispark geschaffen, der am Suderwicher Bach geplant ist. Hier erwartet die Emschergenossenschaft ein weiteres Glanzstück des Emscherlandes: Am Südhang soll ein kleiner Weinberg entstehen. „Rotwein soll es werden, dafür ist die Bodenbeschaffenheit geeignet“, so der Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft Prof. Dr. Uli Paetzel.

Neue Landmarke im Ruhrgebiet und für Castrop-Rauxel 

Bürgermeister Rajko Kravanja stellte die Bedeutung der Brücke für Castrop-Rauxel heraus. „Das Bauwerk wird die Skyline von Castrop-Rauxel verändern. Neben dem Erin-Turm und dem Hammerkopfturm, der Sonnenuhr auf der Bergehalde Schwerin, dem denkmalgeschützten Ensemble von Arne Jacobsen am Europaplatz und dem Wasserschloss Bladenhorst wird die Brücke ein neues Wahrzeichen der Stadt werden. Die Brücke verbindet Castrop-Rauxel nicht nur mit Recklinghausen, sondern auch mit den Städten der Emscher. Wohnen in Castrop-Rauxel, leben im Ruhrgebiet – auch das verknüpfe ich mit diesem besonderen Brückenprojekt.“ Bürgermeister Kravanja dankte auch dem Bundestagsabgeordneten Michael Groß für dessen Unterstützung auf Bundeseben. Der Bund fördert die Brücke mit einem Anteil von 90 Prozent.

Wettbewerbsverfahren 

An dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb hatten sich zehn Bürogemeinschaften beteiligt, drei Entwürfe waren in das engere Auswahlverfahren gekommen. Auf Grundlage des Konzepts wird nun ein Planungsentwurf entwickelt. Die Fußgänger- und Radwegbrücke soll eine gesamte Spannweite von 105 Metern haben, barrierearm sein und mit einer Breite von 2,50 bis 3,70 Metern auch Sitzmöglichkeiten bieten. Schon 2020 sollen nach den notwendigen Vorarbeiten die ersten Bagger rollen. Ende 2021 soll die Brücke fertig sein. Der „Sprung über die Emscher“ gilt auch im Hinblick auf die Internationale Gartenausstellung 2027 als Meilenstein.

Die Emschergenossenschaft

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband und wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet. Ihre Aufgaben sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. 

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,38 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.



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