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Tag des offenen Denkmals - Altes in Castrop-Rauxel neu entdecken
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Hammerkopfturm in Castrop-Rauxel, Zeche Erin
Einleitungstext

Immer am zweiten Sonntag im September öffnen in ganz Europa denkmalgeschützte Bauten ihre Türen. Anlass ist der Tag des offenen Denkmals, an dem sich auch die VHS Castrop-Rauxel wieder beteiligte. Gleich vier Veranstaltungen und Orte, die Castrop-Rauxeler Denkmale zeigen und erklären, standen Interessierten kostenlos am Sonntag, 8. September, zur Verfügung.

Fortsetzungstext

Erstmalig wurde am Tag des offenen Denkmals um und im Hammerkopfturm an der Bodelschwingher Straße 3 ein Turmfest veranstaltet. Der Bürgerverein „Wir auf Schwerin“, der „Förderturmverein Castrop-Rauxel“, der Verein „Kultur und Heimat Castrop-Rauxel“ und die VHS präsentierten ein vielfältiges Programm am Hammerkopf. Neben Führungen auf dem Hammerkopfturm zu jeder halben Stunde, stellten sich die Vereine mit Infoständen vor. Höhepunkt war der Auftritt von Janina Becker & Band aus Münster. Die Gruppe ließ das Turmfest mit einem tollen Konzert ausklingen.

Bereits zum zehnten Mal öffnete Schloss Bladenhorst, Westring 346, seine Pforten. Stadtarchivar Thomas Jasper erläuterte die wechselvolle Geschichte des Renaissance-Wasserschlosses aus dem 16. Jahrhundert im Rahmen einer Führung. 

Mit der St. Antonius Kirche besitzt Castrop-Rauxel einen Bau, der im zeitgleich mit dem Bauhaus bedeutenden Stil des Expressionismus errichtet wurde. Als früheste Parabelkirche Deutschlands wurde sie gebaut mit den neuen Materialien der modernen Industriearchitektur: Stahl, Beton und industrieresistente Ziegel. Besucher erfuhren unter der Leitung von Ulrike Mühle mehr über diesen eindrucksvollen Bau. 

Auch das Forum Stadtmittelpunkt, Europaplatz 1, war wieder Ort einer Führung, bei der das Gebäude-Ensemble umfassend erläutert wurde. Zwischen 1971-75 und 1976-84 nach einem Entwurf von dem dänischen Architekten Arne Jacobsen errichtet, umfasst das Forum Stadtmittelpunkt das Rathaus mit dem vorgelagerten Ratssaal, die Europahalle, die Stadthalle und ein dazwischen gelegenes Restaurant. Hinzu kommt die große Platzfläche zwischen den Gebäuden und das darunter gelegene Parkdeck. Das Bild der raumgreifenden Anlage wird durch die an Pylonen hängenden Dächern von Ratssaal, Europa- und Stadthalle bestimmt.

Am Nachmittag stand dann noch ein historischer Stadtrundgang der VHS durch Altcastrop an. Die Spuren aus der Geschichte Castrops reichen zurück bis ins 9. Jahrhundert. Doch wurde der älteste Stadtteil vor allem durch die Zeit der Industrialisierung und den Wandel danach geprägt. Eine besondere Anziehungskraft haben die Wohn- und Geschäftshäuser im malerischen Historismus und im Jugendstil auf dem Marktplatz mit dem Reiterdenkmal.

Zum Tag des offenen Denkmals

Vom Europarat 1991 als "European Heritage Days" ausgerufen griff dieser die Idee des 1984 von Jack Lang in Frankreich gegründeten "Journées Portes ouvertes monuments historiques" auf und läuft seit 1993 unter dem Titel „Tag des offenen Denkmals“.

Anhand von Denkmälern und kulturellen Objekten, die erhalten werden, ist es möglich, ein breites öffentliches Bewusstsein für Denkmalschutz und Denkmalpflege und für die Bedeutung baukulturellen Erbes zu entwickeln. Denn durch sie kann auch in der Gegenwart die wechselvolle Entwicklungsgeschichte der Stadt abgelesen und nachvollzogen werden.

Passend zu 100 Jahre Bauhaus stand der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ und richtete den Blick auf die revolutionären Ideen und technischen Fortschritte der Jahrhunderte, die neue Kunst- und Baustile herbeiführten.