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Emscherland 2020
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An der Emscher
Einleitungstext

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt des Emscher Umbaus um. Ein Teil des Umbaus ist das Projekt „Emscherland 2020“, mit dem in Castrop-Rauxel künftig ein neues Naherholungsgebiet entstehen wird. 2020 beginnen nun die Baumaßnahmen. Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.

Fortsetzungstext

Naherholungsgebiet Emerschland 2020

„Das Wasserkreuz an der Stadtgrenze von Recklinghausen zu Castrop-Rauxel bildet den räumlichen Schwerpunkt der interkommunalen Handlungsstrategie „Emscherland 2020“. Die vielen Einzelmaßnahmen am Kreuzungsbauwerk von Emscher und Rhein-Herne-Kanal, darunter der Natur- und Wasser-Erlebnis-Park mit dazugehörigem Gewässer-Lernort und Wasser-Erlebnis, die Emscher-Terrassen, die Emscher-Promenade sowie das Brückenbauwerk Sprung über die Emscher mit dem Platz der Schichten werden bis Ende 2022 realisiert und bieten Besucher/Innen vielfältige Möglichkeiten des Aufenthalts und der Erholung am Wasser.

Durch die große Themenvielfalt bieten die neuen Projektflächen großes Potential für Bildungs- und Vermittlungsformate zu wasser-, natur- und umweltbezogenen Themen sowie für Beteiligungs- und Mitmachaktionen.

Besucher/Innen aus Castrop-Rauxel und Umgebung finden mit Fertigstellung des Emscherlandes am Wasserkreuz einen gewässerbegleitenden, auf naturnahen Nutzungen basierenden Landschaftspark wieder. Die im Norden des geplanten Parks gelegenen Flächen sind einer intensiven Nutzung gewidmet, im Süden schließen sich extensiv genutzte Areale an.

Die von Castrop-Rauxel bis Herten führende Emscher-Promenade durchquert den Park künftig von Osten nach Süden. Besucher/Innen betreten den Natur- und Wasser-Erlebnis-Park künftig entweder über den Eingang Nord oder von der Emscher-Promenade kommend über den Eingang Ost. Ein großzügig gestalteter und mit Sitzgelegenheiten ausgestatteter Entreebereich mit einem Eingangspavillon ermöglicht in beiden Fällen eine erste Orientierung und Informationsbeschaffung über den Park.

Vom Entreebereich Nord aus können Besucher/Innen durch vielfältig gestaltete Themen- und Staudengärten flanieren, bis sie inmitten des Parks zu einem Gärtnerhäuschen mit angrenzendem Veranstaltungsort „Naturerlebnis“ gelangen, von dem aus sie in die neue Gewässeraue aus Emscher und Suderwicher Bach blicken können. Zwischen der Promenade und dem Suderwicher Bach sind die Flächen dem Gewässer-Lernort und Wasser-Erlebnis gewidmet. Eine zentrale Spiel- und Liegewiese bietet ausreichend Platz zum Verweilen.

Der Wassererlebnispfad in Form eines Rundweges umschließt den Bereich. Besucher können sich über unterschiedliche Vermittlungselemente rund um das Thema Wasser informieren. Unmittelbar am Wassererlebnispfad liegt der Gewässer-Lernort – ein mit Sitzstufen am Suderwicher Bach ausgestalteter Bereich, an dem sich Kinder und Jugendliche spielerisch dem Thema Wasser nähern können. Ein naturnaher Spielbereich mit Sandfläche, Sitzplatz und Spielhügel komplettiert die Freizeit- und Informationsmöglichkeiten in diesem Parkabschnitt.

Die heutige Mündung des Suderwicher Baches in die Emscher bleibt als Relikt der Industriegeschichte erhalten. Ein Informationsstützpunkt Suderwicher Bach informiert über die Geschichte des Absturzbauwerks. Eine Aussichtsplattform verschafft den Besucher zusätzlich einen direkten Einblick in die ehemalige Mündung.

Der Emscher-Promenade Richtung Süd-Westen folgend wird der Informationsstützpunkt Auenlandschaft als Aufenthaltsfläche mit Sichtbeziehung in die neue Emscher-Aue erreicht. Beide Informationsstützpunkte werden mit Schautafeln ausgestattet und dienen schwerpunktmäßig der Wissensvermittlung. Angrenzend an den Informationsstützpunkt Auenlandschaft befindet sich oberhalb der Mündungsaue eine freie Wiesenfläche – die Veranstaltungsfläche Naturerlebnis – die künftig für kleinere Events (z.B. Bauernmarkt) und als Sammelstelle für Exkursionen, Führungen oder Bildungsveranstaltungen genutzt werden kann. Eine weitere Veranstaltungsfläche „Wassererlebnis“ komplettiert den Park als Mehrzweckfläche für kleinere Events. 

Im südlichen Bereich des Natur- und Wasser-Erlebnis-Parks schließen sich extensivere Nutzungen an, die das Thema der Ökosystemleistungen mit landwirtschaftlichem Charakter und die Freizeitnutzungen im Park verbinden. Westlich der neuen Gewässeraue wird eine Streuobstwiese mit angrenzendem Bienenhaus angelegt. Nördlich der Aue befindet sich eine Weidefläche, die künftig extensiv mit Kleintieren beweidet und bewirtschaftet werden soll.

Zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal erheben sich die künftigen Emscher-Terrassen – ein etwa sieben Hektar großes Landschaftsplateau mit hoher Aufenthalts- und Erholungsqualität, das Besuchern einen weitreichenden Blick über den Natur- und Wasser-Erlebnis-Park ermöglicht. Neben einem zentralen Platz mit Bänken und Fernrohren und einer Liegewiese bieten die südexponierten Hänge der Emscher-Terrassen Platz für einen regionalen Weinberg.

Eine neue Fußwegeverbindung über Emscher und Rhein-Herne-Kanal – der sogenannten „Sprung über die Emscher“ – ergänzt die vorhandenen Wege und bindet die Castrop-Rauxeler Stadtteile Henrichenburg und Habinghorst an die neuen Projektflächen an. Besucher erreichen die neue Brücke über die Emscher-Promenade kommend über den sogenannten „Platz der Schichten“ – einer freiräumlich gestalteten Platzfläche, die hauptsächlich der Zuwegung dient.“

Quelle: Emschergenossenschaft

Emscher Umbau

1899 gründete sich in Bochum die Emschergenossenschaft, Deutschlands erster Wasserwirtschaftsverband, der seit 1992 das Generationenprojekt Emscher-Umbau umsetzt.

Während des Bergbaus waren unterirdische Kanäle nicht möglich. Erdsenkungen hätten diese damals beschädigt. Daher wurden die Emscher und ihre Nebenbäche als offene Schmutzwasserläufe verwendet. Mit dem Ende des Bergbaus sind Bergsenkungen nicht mehr zu befürchten, so dass auch unterirdische Kanäle gebaut werden können.

So werden seit den 90er Jahren die Emscher und Zuflüsse durch die Emschergenossenschaft in enger Abstimmung mit Land und Kommunen renaturiert. Jedes Gewässer erhält dabei ein unterirdisches Pendant, durch das die Abwässer zu den Kläranlagen geleitet werden. Die Bäche sind damit abwasserfrei und können naturnah umgebaut werden.

Der Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel war eines der ersten Umgestaltungsprojekte im Rahmen des Emscher-Umbaus und wurde zum Vorbild und Modell für die ökologische Verbesserung der Emscher-Zuflüsse. Vom offenen Schmutzwasserverlauf verwandelte er sich bereits in den 1990er Jahren in ein naturnahes Gewässer.

Nun stehen auch die abschließenden Arbeiten zur Renaturierung am Suderwicher Bach kurz bevor. Bis 2016 wurde bereits ein langer Abschnitt renaturiert. Ab dem 22. Januar 2020 soll die Emscher-Aue auf bis zu 90 Meter erweitertet und die Trasse des Suderwicher Bachs verlegt werden. Bevor die ökologische Verbesserung des Gewässers allerdings beginnen kann, sind Rodungsarbeiten zur Baufeldfreimachung notwendig. Diese werden nun im Zeitraum vom 22. Januar bis zum 19. Februar stattfinden.

Und auch die schrittweise Inbetriebnahme des großen unterirdischen Abwasserkanals Emscher (AKE) schreitet weiter zügig voran. Seit dem Start im September 2018 wurden auf der 35 Kilometer langen Strecke von Dortmund-Deusen bis Bottrop bereits 14 seitliche Abwassereinleitungen aus den Kommunen an den AKE angeschlossen – darunter mittlerweile auch der Stauraumkanal Industriestraße in Castrop-Rauxel.

 



Wetterwarnung (GLÄTTE)
Amtliche WARNUNG vor GLÄTTE für den Zeitraum ab 26.01.2020 06:25 Uhr -26.01.2020 10:00 Uhr


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Amtliche WARNUNG vor NEBEL für den Zeitraum ab 26.01.2020 05:06 Uhr -26.01.2020 10:00 Uhr


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