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Stadt unterstützt "Charta zur Betreuung Sterbender"
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„Würde und Selbstbestimmung auch am Lebensende sind so elementar, dass ich die Charta von Herzen gern unterschrieben habe“, sagt Bürgermeister Rajko Kravanja mit Blick auf die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“. Damit setzt sich die Stadt Castrop-Rauxel für die Verbesserung der Situation von Menschen an ihrem Lebensende und ihren Angehörigen ein. Am 26. Februar überreichten Vertreter des Palliativ-Netzwerks Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel e.V. dem Bürgermeister dazu das offizielle Zertifikat.

Fortsetzungstext

 

 

 

 

Über die offizielle Unterstützung freute sich Dr. Karin Leutbecher, Vorsitzende des Palliativ-Netzwerks: „Wir möchten mit der Überreichung des Zertifikats deutlich machen, wie wichtig uns die Umsetzung der Charta ist und dass wir dies als gesellschaftspolitische Aufgabe sehen. Deswegen begrüßen wir es, dass die Stadt Castrop-Rauxel sich mit Vertreter*innen der Palliativversorgung gemeinsam auf den Weg macht.“

Im Gespräch mit Dr. Karin Leutbecher, Dr. Wolfgang Scherbeck, ebenfalls aus dem Vorstand des Netzwerks, Verena Kappen vom Förderverein Ambulanter Hospizdienst Castrop-Rauxel und Nina Vogel, Koordinatorin des Hospizdienstes, wurde eine engere Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Palliativ-Netzwerk beschlossen, wie zum Beispiel der Erfahrungsaustausch auch innerhalb politischer Gremien und die Öffentlichkeitsarbeit für bestehende Angebote.

Angebote in Castrop-Rauxel
Das Palliativ-Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Palliativärzten, Krankenhäusern, Pflegediensten und vielen anderen Einrichtungen der Städte Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel und wurde vor gut zehn Jahren gegründet, um unter anderem tatkräftige Arbeitsgemeinschaften zu verschiedenen Themen zu bilden. So gibt es seit zwei Jahren des Ambulante Ethikkomitee, das in ethisch schwierigen Situationen am Lebensende zwischen Angehörigen, Ärzten, Pflegediensten einen Konsens vermittle: „Und das ist uns bislang auch immer gelungen“, sagt Dr. Wolfgang Scherbeck. Das Beratungsangebot ist kostenlos und kann von jedem unter der Info-Hotline 0800 / 900 91 91 angefordert werden.

Seit 2019 gibt es zudem die „Letzte Hilfe Kurse“, die in wenigen Stunden das „kleine 1x1 der Sterbebegleitung“ vermitteln. So auch wieder am 18. März, von 15.00 bis 19.00 Uhr in der Wittener Straße 145. Anmeldungen nimmt Nina Vogel unter 02305 / 92355-30 oder unter n.vogel@caritas-castrop-rauxel.de entgegen. In Zukunft ist hier eine besondere Zusammenarbeit mit der VHS Castrop-Rauxel angestrebt.

„Unser großes Anliegen ist es auch, in Castrop-Rauxel mehr Beteiligte für unser Netzwerk zu gewinnen“, sagt Dr. Karin Leutbecher. Schon im Netzwerk organisiert ist zum Beispiel der Ambulante Hospizdienst Castrop-Rauxel. 25 Ehrenamtliche begleiten hier Sterbende und schenken ihnen Zeit. „Manchmal ist das leichter für einen Außenstehenden – und eine Entlastung der Angehörigen“, sagt Koordinatorin Nina Vogel. Der Caritasverband für die Stadt Castrop-Rauxel e.V. lädt am 11. März um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung am Lambertusplatz 16 ein. Ein neuer Kurs „Sterbende begleiten lernen“ beginnt am 26. März. Informationen gibt Nina Vogel gerne unter 02305 / 92355-30 oder unter n.vogel@caritas-castrop-rauxel.de.

Unterstützt wird der Ambulante Hospizdienst vom eigenen Förderverein zum Beispiel mit einem Bücherbasar am 14. und 15. März, jeweils von 10.00 – 14.30 Uhr im Pfarrheim St. Lambertus in der Altstadt.

Zeitgleich zur Übergabe des Zertifikats zur Unterschrift unter die Charta im Rathaus am 26. Februar erklärte das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung für verfassungswidrig. „Ich halte dieses Urteil für sinnvoll“, sagt Bürgermeister Rajko Kravanja. „Es kann nicht sein, dass Ärzte verurteilt werden, die hier unter strengen Voraussetzungen handeln.“ Dem schließt sich Dr. Wolfgang Scherbeck vom Palliativ-Netzwerk an: „Das Urteil ist letztendlich in unserem Sinne.“

Die fünf Grundsätze der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland sind unter www.charta-zur-betreuung-sterbender.de einsehbar. Weitergehende Informationen zum Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel gibt es unter www.palliativ-netzwerk.de.



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