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Hoch hinaus: LoRaWAN und Webcam am Turm der Feuerwache installiert
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Bürgermeister Rajko Kravanja mit Bereichsleiter Informationstechnik und zentrale Dienste, Benjamin Matzmorr
Einleitungstext

Ob der öffentliche Parkplatz mit Ladesäule für E-Autos frei oder nicht frei ist, sollen Bürgerinnen und Bürger bald über eine Website online abfragen können. Möglich wird dies mit der LoRaWAN-Technologie (Long Range Wide Area Network). Seit Freitag, 18. September, hängt die erste LoRaWAN-Antenne in Castrop-Rauxel am Turm der Feuerwache an der Frebergstraße. Zeitgleich wurde dort auch eine Webcam angebracht, die ab sofort Livebilder von Castrop-Rauxel ins Netzt überträgt.

Fortsetzungstext

 

 

 

 

 

Hin zur Smart City

Bürgermeister Rajko Kravanja: „Mit dem Aufbau der LoRaWAN-Technologie setzen wir einen weiteren Baustein zur digitalen Stadt Castrop-Rauxel und bieten damit auch Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit das Netz mit nutzen zu können.“

Aber was kann LoRaWAN eigentlich? Ein LoRaWAN-Netz besteht aus Sensoren, Gateways und Auslese- sowie Analysetools. Mit der Technologie können kleine Datenpakete über mehrere Kilometer hinweg verschickt werden. So können beispielsweise Steuerungen der Straßenbeleuchtung über das Netzwerk stattfinden oder auch Daten unter anderem zur Luftqualität erhoben werden. Dabei ist der Vorteil gegenüber dem klassischen Mobilfunk, dass bei LoRaWAN keine Mobilfunkkosten entstehen.

Da LoRaWAN bewusst energiesparend ausgerichtet wurde, halten zudem Batterien und Akkus in den Sensoren in der Regel mehrere Jahre.

 

Für Technikliebhaber

Über das community-basierte öffentliche Netzwerk „The Things Network (TTN)“ kann die Technologie zudem auch privat genutzt werden. So erklärt Benjamin Matzmorr, Bereichsleiter Informationstechnik und zentrale Dienste: „Wir stellen die Infrastruktur des LoRaWAN-Netztes frei zur Verfügung. So können sich technikaffine Bürgerinnen und Bürger sowie Schulen für den Informatikunterricht mit der Technologie auseinandersetzen und diese auch nutzen.“

Eine erste Anwendung seitens der Stadt wird nun mit Unterstützung der IST planbar GmbH realisiert. Dabei werden Sensoren an den öffentlichen Parkplätzen mit Ladesäulen für E-Autos installiert, die übermitteln, ob der Parkplatz frei oder belegt ist. Um die Technik voranzutreiben, werden darüber hinaus auch weitere Anwendungsfälle und Antennenstandorte durch die Stadt geprüft. Sensoren sollen vor allem Daten für Daseinsvorsorge, den Umwelt- und Naturschutz sammeln. So ist die Steuerung der Straßenbeleuchtung, u.a. von Solarleuchten, sowie die Überwachung abwassertechnischer Anlagen in der konzeptionellen Planung.

Gefördert wurde die Anschaffung der notwendigen Technik durch „Emscher-Lippe-Things.net“ vom Landesministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie im Digitalisierungsprojekt „Umbau 21“.

 

Webcam überträgt Livebilder

Neben der LoRaWAN Antenne hängt zudem nun auch eine Webcam am Turm, die Livebilder aus Castrop-Rauxel überträgt. Die Bilder können über www.castrop-rauxel.de/webcam abgerufen werden!

 

Das Projekt hat das Ziel, ein frei verfügbares Funknetzwerk für Sensoren und Akteure in der Emscher-Lippe-Region aufzubauen, woran sich die Stadt Castrop-Rauxel aktiv beteiligt.