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Weltmädchentag erleuchtete die Stadt
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Castroper Altstadtmarkt pink beleuchtet
Einleitungstext

Der Castroper Marktplatz, der Simon-Cohen-Platz und der Erin-Turm erstrahlten am Sonntagabend, 11. Oktober, in Magenta. Castrop-Rauxel setzte damit ein Zeichen zum Weltmädchentag, der unter dem Motto „girls get equal“ auf die Situation von Mädchen und jungen Frauen weltweit aufmerksam macht. Dabei nahm Castrop-Rauxel die Idee des Kinderhilfswerks Plan International auf, das sich seit 2003 gezielt für die Belange und die Chancengleichheit von Mädchen einsetzt. Seit 2011 wird der Tag auch von der UNO unterstützt.

 

Fortsetzungstext

In Deutschland wurden am 11. Oktober u.a. auch der Funkturm in Berlin, das Planetarium in Hamburg, das Schokoladenmuseum in Köln und das Alte Rathaus in München magenta leuchten.

Leitthema: Digitale Gewalt in sozialen Medien

In diesem Jahr liegt der Fokus des Aktionstages auf dem Thema digitale Gewalt, die sich in den sozialen Medien oft ganz gezielt gegen Mädchen und junge Frauen richtet. Neben einem Bericht aus 22 Ländern gibt es in der gerade stattfindenden Aktionswoche u.a. eine zweitägige digitale Versammlung mit Teilnehmerinnen aus allen Teilen der Welt und die gemeinsame Beleuchtungsaktion, an der sich auch Castrop-Rauxel auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten, der Fachstelle für Mädchenarbeit und des Kinder- und Jugendparlaments beteiligt.

Umgesetzt wurden die Ideen in Zusammenarbeit mit Lichtwechsel Ruhr. Die Lichtaktion wird in dieser Woche durch eine Kampagne mit Postern, Posts und Videos im Internet und in den sozialen Netzwerken der Stadt bei Facebook, Instagram und Youtube begleitet.

Weltmädchentag - Bildung und Führungspotenzial

Der Weltmädchentag ist neben dem Weltkindertag und dem Welt-Frauentag ein weiterer Baustein, um auf die spezielle Situation von Mädchen aufmerksam zu machen. „Für Mädchen gibt es immer noch besondere Barrieren beispielsweise beim Zugang zur Bildung“, unterstreicht Bürgermeister Rajko Kravanja den Sinn eines weiteren Stichtages. „Frühverheiratung, Frühschwangerschaft und sexuelle Gewalt erschweren ihnen den Zugang zu Bildung und hindern sie, selbstbestimmt zu leben. Deshalb ist es wichtig, hierauf hinzuweisen und dagegen anzugehen.“ Rund 130 Millionen Mädchen gingen weltweit schon vor der Covid-19 Pandemie nicht zur Schule. Durch die zeitweiligen Schulschließungen und die Umorientierung im Lebensalltag befürchtet das Kinderhilfswerk Plan einen Anstieg um weiter elf Millionen Mädchen, die nicht in die Schulen zurückkehren können. 

Plan International rückt zum Welt-Mädchentag auch das Führungspotenzial von Mädchen ins Blickfeld und fördert die politische Teilhabe von Mädchen. 2020 waren nur 6,6 Prozent der gewählten Staatsoberhäupter (10 von 152) und 6,2 Prozent der Regierungschefs (12 von 193) auf der Welt weiblich. Deutschland lag 2020 im weltweiten Vergleich der Ministerposten auf Platz 26 von 190 Ländern. Im Januar 2020 waren im weltweiten Durchschnitt 24,9 Prozent aller Abgeordneten weiblich. Dabei stand Ruanda an der Spitze der fünf Länder mit den meisten weiblichen Parlamentsabgeordneten mit 61,3 Prozent Frauenanteil im Unterhaus und 38,5 Prozent im Oberhaus (2019), gefolgt von Kuba (Platz 2), Bolivien (Platz 3), Vereinigte Arabische Emirate (Platz 4) und Mexiko (Platz 5). Deutschland rangierte mit 31,2 Prozent und 36,2 Prozent auf Platz 48 im Ranking (zum Vergleich: Platz 23 2017) von insgesamt 193 Ländern. Der Frauenanteil im neuen Castrop-Rauxeler Stadtrat beträgt 25 Prozent. 

Weitere Informationen bietet die Internetseite des Kinderhilfswerks Plan International