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Neue Beleuchtung für den Park Burg Henrichenburg
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Eingang zum Landschaftsarchäologischen Park Burg Henrichenburg
Einleitungstext

Um das Areal der einstigen Burg Henrichenburg weiter aufzuwerten, starten am Freitag, 9. Oktober, verschiedene Arbeiten. Mit Fördermitteln aus dem Landesprogramm „Dorferneuerung 2020“ werden unter anderem eine neue Wegebeleuchtung und punktuell inszenierende Beleuchtungselemente sowie Informationstafeln zur Burg Henrichenburg, Sitzbänke und Fahrradständer installiert.

Fortsetzungstext

1994 wurden bei Bauarbeiten die Fundamente der einstigen Burg Henrichenburg entdeckt. Heute lässt der Landschaftsarchäologische Park Henrichenburg die Geschichte der Burg am historischen Standort wiederaufleben. So bilden Hecken und säulenförmige Bäume die Mauern, Gebäude und Türme der Burg nach. 

Die Burg Henrichenburg wurde erstmals 1263 urkundlich erwähnt. 1787 wurde sie wegen Baufälligkeit abgebrochen. In den 1990er Jahren entdeckte man bei Bauarbeiten massive Ziegelfundamente, die zum Süd- und Ostflügel der Hauptburg gehörten sowie Wasserleitungen, Gräften und Kleinfunde. Nach den Ausgrabungsarbeiten wurden die Fundamente der Burg wieder mit einer 1,5 Meter mächtigen Bodenschicht überdeckt und man erklärte das Areal zum Bodendenkmal.

Aufwertung durch neue Beleuchtung

Mit verschiedenen Maßnahmen wird der Landschaftsarchäologische Park Burg Henrichenburg nun weiter aufgewertet. Die Arbeiten werden noch in diesem Jahr abgeschlossen. Dabei werden Bodenstrahler, die die Hecken und Bäume im Park illuminieren und damit die Struktur des historischen Ortes auch am Abend betonen, installiert sowie neue Laternen entlang der Wege zwischen dem Rhein-Herne-Kanal, der Freiheitsstraße, der Wartburgstraße und der angrenzenden Siedlungen aufgestellt. In Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutz- sowie der Unteren Naturschutzbehörde wird in beiden Fällen auf eine warme Lichtfarbe zurückgegriffen. Das Licht zur Illuminierung der Burg kann darüber hinaus auch komplett abgeschaltet werden. Bei den Laternen wird ein mitlaufendes Licht installiert, das aufhellt, sobald es Bewegungen durch Fußgänger oder Fahrradfahrer wahrnimmt.

Stromanschlüsse im Park erleichtern zudem auch die Durchführung kleiner Veranstaltungen für den Ortsteil. Mit einer neuen Informationstafel werden Besucher in Zukunft auf den historischen Ort aufmerksam gemacht. Sitzbänke sowie Fahrradständer laden künftig zum Verweilen im Landschaftsarchäologischen Park ein.

Förderprogramm „Dorferneuerung 2020“ ermöglicht die Maßnahmen

Im September 2019 hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, einen Antrag für die Förderung der Aufwertung des Landschaftsarchäologischen Parks Burg Henrichenburg an das Förderprogramm „Dorferneuerung 2020“ zu stellen. Dieser Antrag wurde im Mai 2020 bewilligt, sodass nun die Arbeiten starten können. Noch in der dunklen Jahreszeit soll die Beleuchtung eingeschaltet werden können. Bereits im Vorfeld hatten sich Castrop-Rauxeler Bürgerinnen und Bürger während einer öffentlichen Veranstaltung der Stadtverwaltung Ideen zur gestalterischen Aufwertung und Entwicklung des Landschaftsarchäologischen Parks beigetragen.

Vor dem Hintergrund der künftigen größeren Vorhaben rund um das nahegelegene Wasserkreuz, u. a. dem Sprung über die Emscher oder die IGA 2027, trägt auch die Inszenierung des Parks zur Aufwertung des gesamten Areals bei.