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„Licht an!“ im Landschaftsarchäologischen Park Burg Henrichenburg
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Erleuchteter Landschaftsarchäologischer Park Burg Henrichenburg
Einleitungstext

Pünktlich vor Weihnachten erstrahlt der Landschaftsarchäologische Park Burg Henrichenburg in neuem Licht. Seit dem 22. Dezember lassen Bodenstrahler die Umrisse der ehemaligen Burg auch in den Abendstunden erkennbar werden. Eine sogenannte mitlaufende Beleuchtung entlang der Wege und auf dem ehemaligen Burgplatz sorgt darüber hinaus für stimmungsvolles Licht und gut ausgeleuchtete Fußwege.

Fortsetzungstext

Im Herbst hatten die Arbeiten zur Aufwertung des Areals der ehemaligen Burg begonnen. Noch vor den Weihnachtsfeiertagen konnte nun die Beleuchtung auch dank des Einsatzes der beteiligten Fachfirmen in Betrieb genommen werden. Eine Besonderheit ist dabei die mitlaufende Beleuchtung: Sensortechnik in den einzelnen Laternen nimmt annähernde Personen wahr und fährt die Helligkeit in den Laternen entsprechend der Laufrichtung der Personen hoch. So werden die Wege beim Durchqueren des Parks in den Abendstunden gut ausgeleuchtet. Die installierten Bodenstrahler inszenieren darüber hinaus die Grundrisse der ehemaligen Burg. Säulenbäume, die die vormaligen Ecktürme und den Bergfried nachbilden und die Ecken der „grünen Mauern“ werden nun im Dunkeln angestrahlt. 

Nach einem ersten Probeleuchten muss an einigen wenigen Leuchten nachgebessert werden, daher können diese erst Anfang des Jahres in Betrieb genommen werden. Ein abendlicher Spaziergang zur Henrichenburg lohnt sich jedoch schon jetzt.

Ergänzt wird die Beleuchtung des Landschaftsarchäologischen Parks durch eine neue Infotafel, die auf die Geschichte des Ortes aufmerksam macht. Ein QR-Code wird Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich eingehender über die Burg und ihre Bewohner zu informieren. Sitzbänke sowie Fahrradständer werden darüber hinaus künftig zum Verweilen im Landschaftsarchäologischen Park einladen. Aufgrund der aktuell verschärften Situation durch Covid-19 wird der offizielle Akt zur Vorstellung der Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Finanziert wird die Maßnahme durch Fördermittel aus dem Landesprogramm „Dorferneuerung 2020“. Die Aufwertung des landschaftsarchäologischen Parks Henrichenburg ergänzt die Entwicklungen am nahegelegenen Wasserkreuz im Rahmen der IGA 2027.

Die ehemalige Henrichenburg

Die 1263 erstmals erwähnte und 1787 wegen Baufälligkeit abgebrochene die Burg wurde in den 1990er Jahren bei Bauarbeiten wiederentdeckt. Dabei stieß man auf massive Ziegelfundamente, die zum ehemaligen Süd- und Ostflügel der Hauptburg gehörten.

Wasserleitungen, Gräften und Kleinfunde ließen später auf das anscheinend luxuriöse Leben der Bewohner schließen. Gerade der Burggraben förderte wichtige Überreste zu Tage, die ein vielsagendes Bild vom Alltag der adeligen Herrschaften sowie von ihrer Kleidung, ihren Möbeln und Mahlzeiten zeichnen. Neben Gemüse und Fleisch fanden sich Reste von Fischen und Muscheln im Burggraben. Schon damals gab es Mineralwasser in tönernen Einwegflaschen.

In späteren Zeiten trank man auch Tee und Kaffee. Ein Pfeifchen Tabak wurde ebenfalls nicht verschmäht. Kurz vor dem Abriss der Burg warf man wohl übriggebliebenes Geschirr einfach in den Burggraben. Die archäologischen Untersuchungen förderten Löffel aus Zinn, feinste Gläser aus Italien, Steingutgeschirr aus England und Porzellan aus China und Meißen zutage.

Die Fundamente der Burg überdeckte man nach der Ausgrabung wieder mit einer 1,5 Meter mächtigen Bodenschicht und erklärte das Areal zum Bodendenkmal. Hecken und säulenförmige Bäume bilden heute die Mauern, Gebäude und Türme der Burg nach.



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