Castrop-Rauxel.de aktuell

Überschrift
Castroper Marktplatz erstrahlt in neuem Glanz
Bild
Blick auf die Marktplatz-Baustelle
Einleitungstext

Nach einem Jahr Bauzeit ist die Umgestaltung des Castroper Marktplatzes abgeschlossen. Seit Mitte Februar 2016 war der Altstadtmarkt eine Baustelle. Rund 6.000 m² Fläche wurden nicht nur neu gepflastert, sondern umgestaltet, technisch auf einen modernen Standard gehoben und sind nun sowohl für die alltägliche Nutzung als auch als Veranstaltungsort nutzbar.

Fortsetzungstext

Einzelne Maßnahmen

Die im Bürgerworkshop ausgesuchten 22 Gold-Gleditschien sind auf dem Marktplatz neu gepflanzt worden. Auch neue Holzbänke wurden aufgestellt. Rund um den Reiterbrunnen und auf dem neu geschaffenen Boulevard auf der Platzseite zur Targo-Bank hin bieten zehn Bänke Platz für mindestens 30 Personen.

Acht neue Mülleimer hat der EUV Stadtbetrieb aufgestellt. Soweit technisch möglich wurden sie mit Unterflurreservoiren ausgestattet, was nicht nur die Leerungshäufigkeit verringert, sondern mit einem Fassungsvermögen von einem Kubikmeter viel Raum für mehr Sauberkeit in der Stadt bietet. Vier Unterflurverteiler versorgen den Marktplatz bei Bedarf mit zusätzlichem Strom.

Eine Informationstafel mit Stadtplan bietet auch auswärtigen Besuchern einen schnellen Überblick. Drei Parkplatzautomaten stehen auf dem bewirtschafteten Parkplatz zur Verfügung sowie eine E-Ladesäule zwischen Commerzbank und Sparkasse. Auch neue Fahrradständer wurden an beiden Platzseiten aufgestellt.

Die alten Straßenlaternen wurden durch neue Mastleuchten ersetzt. Zusätzliche Lichtsteelen, die durch privates Sponsoring mitfinanziert wurden, ermöglichen die Umsetzung eines variablen vielfarbigen Beleuchtungskonzepts. Auch der Reiterbrunnen, der im Frühjahr 2017 noch aufgearbeitet wird, soll in die Beleuchtung mit einbezogen werden.

Nach dem Ende der Bauarbeiten auf dem Marktplatz schließt sich im Sommer 2017 - voraussichtlich „Castrop kocht über“ - im Juli auf der gegenüberliegenden Straßenseite noch der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle und die Erneuerung bzw. Anpassung der Straßendecke an. Hier muss noch einmal mit einer Bauzeit von etwa zwei bis drei Monaten gerechnet werden.

Besonderheiten der Bauabschnitte

Planmäßig konnte der erste Bauabschnitt, die Sanierung der 2.200 m² großen Parkplatzfläche, von Februar bis Juni 2016 durchgeführt werden. Obwohl sich entgegen der vorlaufenden Probebohrungen während der Bauarbeiten herausstellte, dass der Untergrund nicht überall wie erwartet war. Zusätzlich mussten hier ca. 1.100 m³ Boden ausgebaut und durch standfestes Baumaterial ausgetauscht werden. Außerdem wurde ein Geotextil verlegt.

Im ersten Bauabschnitt wurde das schadhafte Natursteinpflaster durch Segmentbogenpflaster aus Beton ersetzt. Nur etwa 20 Parkplätze standen während dieser Bauarbeiten zur Verfügung. Veranstaltungen mussten auf den sogenannten Viehmarkt ausweichen. Der Wochenmarkt, der in der Altstadt dienstags, donnerstags und samstags stattfindet, zog während der gesamten Bauarbeiten in die Fußgängerzone um.

Im zweiten Bauabschnitt wurden rund 3.800 m² Pflasterfläche aus portugiesischem Granit rund um die bewirtschaftete Parkplatzfläche erneuert. Die Parkfläche war bis auf Einschränkungen in unmittelbarer Nähe der Bauarbeiten durchgängig nutzbar. 108 Parkplätze stehen nach der Umgestaltung auf dem Marktplatz zur Verfügung (vorher 122). Nach einem zügigen Beginn der Bauarbeiten durch die Dortmunder Firma Boymann wurden im Juli 2016 bei den Erdarbeiten rund um den Reiterbrun-nen verwitterte Balken und Scherben im Erdreich gefunden.

Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL-Archäologie für Westfalen) wurden hinzugezogen, und es stellte sich heraus, dass es sich um Funde handelt, deren Ursprung teilweise bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Zwölf Wochen lang, bis Ende September 2016, begleitete das Archäologieteam die Bauarbeiten und achtete darauf, dass die Vorgaben des Denkmalschutzes eingehalten wurden. Nach den Untersuchungen und Kartierungen verblieben die meisten Funde im Boden. Der Bauablauf geriet hierdurch ins Stocken.

Trotzdem konnte die Teilfläche um den Reiterbrunnen rechtzeitig zum Viktualienmarkt fertiggestellt und freigegeben werden. Auch das erklärte Teilziel, die Aufstellung des Adventszeltes zu ermöglichen, war nicht gefährdet. Ende Oktober 2016 begannen die Arbeiten an der östlichen Platzseite, an der die Sparkasse liegt. Unterbrechungen bei den Arbeiten gab es lediglich in den Weihnachtsferien sowie witterungsbedingt im Januar. Zeitweise musste die Zufahrt vom Biesenkamp auf den Marktplatz in dieser Bauphase gesperrt werden.

Die Geschäfte am Marktplatz waren zu jeder Zeit der Bauarbeiten erreichbar. In regelmäßigen Treffen wurde der Baufortschritt mit Vertretern der Kaufmannschaft durchgesprochen.

Insgesamt wurden im Jahr 2016 auf dem Castroper Marktplatz für den ersten und zweiten Bauabschnitt inklusive der Nebenleistungen ca. 2,4 Millionen EUR verbaut.

Rückblick

Ende 2014 hatte der Stadtrat der Sanierung des Marktplatzes zugestimmt. In mehreren Bürgerworkshops konnten die Castrop-Rauxeler sich über den Stand der Planungen informieren und ihre Meinung einbringen. Das Pflaster, die Beleuchtung und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, u.a. die Auswahl der Bäume und Sitzgelegenheiten, wurden dabei diskutiert. Ende Juni 2015 begannen mit der Kanalsanierung entlang der Ostseite des Marktplatzes die vorbereitenden Arbeiten. Mitte Januar 2016 wurden die alten Bäume gefällt und die alte Zisterne unter dem Marktplatz verfüllt.

Weitere Informationen zur Umgestaltung des Castroper Marktplatzes

Kontakt

Ansprechpartner für Fragen rund um die Bauarbeiten ist die Abteilung Straßeninfrastruktur beim EUV Stadtbetrieb, E-Mail altstadtmarkt@castrop-rauxel.de



Veranstaltungen
Zum Veranstaltungskalender
Wetterwarnungen

Derzeit sind keine Wetterwarnungen bekannt.