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Wiederaufbau des Sirenensystems
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Beispielbild elektronische Sirene
Einleitungstext

Derzeit befindet sich das Sirenensystem im Kreis Recklinghausen im Wiederaufbau. Im Laufe der nächsten Jahre wird es wieder kreisweit zur Verfügung stehen. Bis dahin werden regelmäßig all die Sirenen getestet, die an das Kreissystem angeschlossen und für die Warnung der Bevölkerung geeignet sind.

Fortsetzungstext

Ende der 1960er Jahre gab es etwa 90 Sirenenstandorte in Castrop-Rauxel. Nach Ende des „Kalten Krieges“ gab der Bund den Warndienst auf. Neues Ziel ist es, ein landesweit umfassendes, reaktionsschnelles und zentral steuerbares Warnsystem zu entwickeln und vorzuhalten.

Bis Ende 2020 soll es in Castrop-Rauxel wieder knapp 30 Sirenenstandorte geben:

Zunächst wurden im Herbst 2016 die beiden Sirenenstandorte am Feuerwehrgerätehaus Habinghorst (Dornbachstraße) und an der Wilhelmschule (Wilhelmstraße) erneuert. Auch an der Erich-Kästner-Schule (Lessingstraße), an der Fridtjof-Nansen-Realschule (Lange Straße), an der Cottenburgschule (Cottenburgstraße), an der Lindenschule (In der Fühle), an der Martin-Luther-King-Schule (Bahnhofstraße) und an der Hauptwache der Feuerwehr (Frebergstraße) und am Feuerwehrgerätehaus Merklinde (Wittener Straße) gibt es mittlerweile Sirenen.

Als nächstes wird die Sirene an der Elisabethschule (Elisabethstraße) erneuert. Geplant sind weitere Sirenen u.a. an der Grundschule Grüner Weg (Grüner Weg), an der Waldschule (Ahornstraße), am Familienzentrum Mikado (Bodelschwingher Straße), an der Grundschule Am Busch (Am Busch), am Feuerwehrgerätehaus Henrichenburg (Hedwig-Kiesekamp-Straße), am Adalbert-Stifter-Gymnasium (Leonhardstraße), an der Marktschule (Kirchstraße) und am Rathaus (Europaplatz).

Kartenansicht: Alle aktuellen Sirenenstandorte im Kreis Recklinghausen

Mit den neuen elektronischen Sirenen als Weck- und Warnmittel können dann etwa 90 Prozent der Bevölkerung über heraufziehende oder bereits eingetretene Gefahren effektiv gewarnt und informiert erreicht. Die restliche Abdeckung erfolgt durch mobile Sirenen. Die Castrop-Rauxeler Feuerwehr verfügt über drei mobile Sirenen, die auf jedem ihrer Fahrzeuge eingesetzt werden können.

Dazu hat das Land NRW eine Anschubfinanzierung bereitgestellt, für Castrop-Rauxel in Höhe von gut 30.000 EUR. Das gesamte Investitionsvolumen bis 2020 ist mit etwa 330.000 EUR kalkuliert.

In den Planungen für neue Sirenenstandorte werden folgende Kriterien berücksichtigt: Bevölkerungsdichte in den Stadtteilen, Art der Bebauung (Häuserschluchten u.ä.), Gewerbliche Standorte mit erhöhtem Gefahrenpotenzial, Öffentliche Gebäude (Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser u.ä.) und besondere Verkehrswege (Autobahnen, Wasserwege, Bahnlinien).

Anhand der Planungskriterien wurde eine Prioritätenliste für das Stadtgebiet erstellt, die bei der zeitlichen Planung der zukünftigen Sirenenstandorte berücksichtigt wird. Voraussichtlich wird es bis auf eine Ausnahme gelingen, ausschließlich städtische Gebäude als Sirenenstandorte zu nutzen. So können die laufenden Kosten gering gehalten werden.

Warnungen werden auch über die Cas-APP verschickt 

Über sogenannte Push-Nachrichten können die Nutzer der Cas-APP auch von der Feuerwehr über aktuelle Ereignisse und Gefahrenlagen informiert werden. Außerdem ist dei App an die Meldesysteme des Deutschen Wetterdienstes und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (NINA) angebunden, sodass Unwetterwarnungen und Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes die App-Nutzer auf Wunsch automatisch erreichen.

Zweimal im Jahr kreisweiter Probealarm

Ein Probebetrieb dient einerseits der technischen Überprüfung der vorhandenen Sirenen. Andererseits soll er dazu beitragen, dass die Bevölkerung die Sirenen wahrnimmt und sich mit den Signalen vertraut macht. So soll sichergestellt werden, dass im Falle von Gefahrgutunfällen und großen Schadenslagen die Bevölkerung möglichst gut gewarnt werden kann.

Der Probealarm wird einmal pro Halbjahr ausgelöst, um möglichst viele Teile der Bevölkerung mit den Signalen erreichen zu können. Er wird vorher auch über die Warn-App NINA angekündigt. Je nach Ausbaustufe des Sirenennetzes wird der Alarm aber noch nicht in allen Stadtteilen zu hören sein.

Signalfolge und Bedeutung der Sirenen

Zuerst wird das Signal mit der Bedeutung „Entwarnung“  (1 Minute Dauerton) ausgelöst. Danach erfolgt ein 1minütiger auf- und abschwellender Heulton mit der Bedeutung „Radio einschalten und auf Durchsagen achten“. Zum Abschluss erfolgt nochmals ein 1minütiger Dauerton mit der Bedeutung „Entwarnung“.

Die unterschiedlichen Sirenentöne können Sie sich auf der Internetseite des Innenministeriums anhören.