Fahrbahndecke erneuert und Radweg eingerichtet
Der motorisierte Verkehr kann auf diesem Abschnitt den Altstadtring einspurig in jede Fahrtrichtung nutzen. Für den Radverkehr entstand in beide Fahrtrichtungen ein gesicherter Radweg. Die Fahrbahndecke auf dem gesamten Abschnitt wurde erneuert, ebenso wie auf dem Teilstück der Bochumer Straße zwischen Altstadtring und Viktoriastraße.
Darüber hinaus wurden unter anderem noch die Ampelanlagen modernisiert und einzelne Verkehrsinseln (Querungshilfen) angepasst. Zudem wurden die Kreuzungsbereiche mit taktilen Elementen ausgestattet, die Menschen mit visuellen Beeinträchtigungen die gefahrlose und selbstständige Nutzung der Infrastruktur ermöglichen.
Indirektes Linksabbiegen für Radfahrende
An den beiden neuen Ampelanlagen, die beim Umbau des Altstadtrings erneuert wurden, wird erstmals in Castrop-Rauxel das indirekte Linksabbiegen für Radfahrende ermöglicht. Dafür wurden an den Kreuzungen Altstadtring / Widumer Straße / Erinstraße sowie Altstadtring / Bochumer Straße / Karlstraße besondere Aufstellflächen und eigene Fahrradsignale eingerichtet.
Das indirekte Linksabbiegen bietet Radfahrenden eine sichere Alternative zum direkten Einordnen auf der Fahrbahn. Wer links abbiegen möchte, fährt zunächst geradeaus über die Kreuzung und stellt sich anschließend in dem dafür vorgesehenen Aufstellbereich quer zur ursprünglichen Fahrtrichtung auf. Sobald das eigene Fahrradsignal Grün zeigt, kann die querende Straße sicher überquert werden.
Mit den neuen Anlagen wird in Castrop-Rauxel erstmals eine zeitgemäße und besonders sichere Führungsform für den Radverkehr an signalisierten Kreuzungen umgesetzt. Radfahrende müssen sich dadurch nicht mehr zwischen geradeausfahrenden und abbiegenden Kraftfahrzeugen einordnen, sondern können den Abbiegevorgang übersichtlich in zwei Schritten durchführen.
An den beiden Kreuzungen gibt es für Radfahrende eigene Ampelsignale. Dadurch wird die Führung des Radverkehrs vom Kraftfahrzeugverkehr getrennt und der Abbiegevorgang besser erkennbar. Zusätzlich befinden sich die Aufstellbereiche teilweise vor den wartenden Kraftfahrzeugen. Damit werden Radfahrende frühzeitig sichtbar und können die Kreuzung sicherer passieren.
Sicherheit und Orientierung im Radverkehr verbessert
Indirektes Linksabbiegen bedeutet, dass Radfahrende nicht unmittelbar über die Gegenfahrbahn abbiegen. Stattdessen überqueren sie die Kreuzung zunächst geradeaus und warten anschließend in einem gekennzeichneten Aufstellbereich auf das Freigabesignal für die neue Fahrtrichtung. Diese Lösung eignet sich insbesondere an stark belasteten Kreuzungen und kann dazu beitragen, Konflikte mit dem Kraftfahrzeugverkehr zu vermeiden. Dabei gilt:
- geradeaus über die erste Signalquerung fahren
- im markierten Aufstellbereich neben beziehungsweise vor der Haltelinie warten
- das eigene Fahrradsignal beachten
- bei Grün die Straße in der neuen Fahrtrichtung überqueren
Mit den neuen Ampelanlagen wird der Radverkehr am Altstadtring sicherer, verständlicher und komfortabler geführt. Gleichzeitig leisten sie einen weiteren Beitrag zur Förderung des umweltfreundlichen Radverkehrs in Castrop-Rauxel. Die Stadtverwaltung bittet Radfahrende, an den Kreuzungen auf die Markierungen und die jeweiligen Fahrradsignale zu achten.
Auf dem sanierten Teilstück gilt wieder Tempo 50
Die Beschilderungs- und Markierungsarbeiten auf dem umgebauten und sanierten Abschnitt des Altstadtrings sind vollständig abgeschlossen, und auf diesem Abschnitt mit „frischer“ Asphaltdecke gilt auch wieder die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Auf dem noch nicht umgebauten Abschnitt des Altstadtrings gilt weiterhin Tempo 30.
Zweiter Bauabschnitt
Die Planungen für den Altstadtring, die der Landesbetrieb Straßen.NRW gemeinsam mit der Stadt Castrop-Rauxel erarbeitet hat, erstrecken sich auf den gesamten Altstadtring zwischen Bochumer Straße und Engelsburgplatz.
Auch im zweiten Bauabschnitt bis zum Engelsburgplatz erhält der Altstadtring nicht nur eine neue Fahrbahndecke, sondern soll auch attraktiver für Radfahrende werden. Dafür werden auch in diesem Abschnitt in beide Fahrtrichtungen breite Radfahrstreifen angelegt. Auch hier wird die Verkehrsführung angepasst, so dass dem motorisierten Verkehr künftig zwei statt vier Fahrspuren zur Verfügung stehen. Auch hier werden unter anderem die Ampelanlagen modernisiert, Verkehrsinseln angepasst und Kreuzungsbereiche mit taktilen Elementen ausgestattet.
Die Arbeiten dafür sollen voraussichtlich 2027 beginnen, vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Ressourcen des Landesbetriebs.