In einem ersten Teilbereich hat die Emschergenossenschaft den einst offenen Schmutzwasserlauf von Hinterlassenschaften der Vergangenheit befreit. In diesem rund 250 Meter langen Abschnitt nahe der Wartburgstraße wurde zudem mit einem Substratgemisch aus Sand und Kies die Sohle der Emscher angehoben – eine Voraussetzung für die Etablierung einer Artenvielfalt im zentralen Fluss des Ruhrgebietes. Insgesamt wird die Emscher in diesem Bereich auf einer Länge von 4,5 Kilometern ökologisch verbessert. In die Maßnahme zur Aufwertung der ehemaligen „Köttelbecke“ investiert der öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsverband rund vier Millionen Euro.

Mit dem Umbau der Emscher zwischen dem Natur- und Wasser-Erlebnis-Park „Emscherland“ und dem Hochwasserrückhaltebecken Emscher-Auen an der Stadtgrenze zu Dortmund-Mengede hat die Emschergenossenschaft im April dieses Jahres begonnen. Eine bauliche Herausforderung in diesem Abschnitt ergibt sich durch die eng an den Fluss angrenzende Wohnbebauung sowie durch zahlreiche Brückenbauwerke, weswegen die Emscher hier – anders als zum Beispiel im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park – künftig nicht weitläufig mäandern kann. Innerhalb des bestehenden Gewässerbettes hat die Emschergenossenschaft das Emscher-Profil jedoch bereits auf einer Länge von insgesamt 750 Metern aufgeweitet, indem stellenweise die sogenannte Gewässerberme abgegraben wurde. Bei der Berme handelt es sich um den letzten Absatz der Böschung kurz oberhalb des Wassers.

Begonnen wurden die Arbeiten zunächst bewusst im Bereich direkt östlich der Wartburgstraße, damit die Renaturierung des Flusses nicht mit der nun anstehenden Erneuerung der Brücke Wartburgstraße kollidieren. Mittlerweile bewegen sich die Arbeiten zur Gewässerreinigung und -umgestaltung in Richtung des Hochwasserrückhaltebeckens Emscher-Auen.

In einem darauffolgenden Schritt werden an geeigneten Stellen entlang des gesamten Bauabschnittes sogenannte Buhnen in die zuvor naturferne Emscher eingebaut, welche die Strömung des Wassers so lenken und beeinflussen, dass die neue Sand-Kies-Sohle eine natürliche Struktur bekommt und dadurch Lebensbedingungen für unterschiedliche Tiere schafft.

Nach aktueller Planung der Emschergenossenschaft sollen die ökologischen Arbeiten bis Herbst 2027 abgeschlossen sein. Dann wird die einst stark begradigte und biologisch praktisch tote „Köttelbecke“ in einem weiteren Abschnitt der Vergangenheit angehören und sich wieder zu einem blauen Fluss mit grünen Ufern entwickeln können.

(Pressemitteilung der Emschergenossenschaft vom 1. Oktober 2026)

Emscher in Ickern