Der Garten wächst mit seinen Menschen
„Naturzauber Merklinde“ soll Menschen zusammenbringen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Gartenerfahrung. Ziel ist es, gemeinsam mit Geflüchteten und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen lebendigen Ort zu schaffen, an dem nicht nur Blumen, Gemüse und Kräuter wachsen, sondern auch Begegnungen, Freundschaften und gegenseitiges Verständnis. Der Garten versteht sich als offener Treffpunkt für den gesamten Stadtteil.
Ob erfahrene Gärtnerin oder erfahrener Gärtner, neugierige Kinder, engagierte Jugendliche, Familien, Seniorinnen und Senioren oder einfach Menschen mit Freude an der Natur – alle sind herzlich eingeladen, sich einzubringen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend sind die Freude am gemeinsamen Tun und die Bereitschaft, den Garten mitzugestalten. „Der Garten wächst mit seinen Menschen“, betont Stadtteilkümmerer Devrim Ozan und ruft damit alle Interessierten auf, sich zu melden und zu beteiligen. Teilnehmende erwartet ein vielfältiges Gartenprojekt mit gemeinschaftlich bewirtschafteten Beeten zum Pflanzen, Pflegen und Ernten sowie experimentellen und nachhaltigen Anbaumethoden der Permakultur. Darüber hinaus entstehen Lebensräume für Insekten und Vögel, Ruhebereiche zum Entspannen sowie ein Ort für Bildung, Erfahrungsaustausch und nachbarschaftliches Miteinander.
Ein Garten für Familien, für die Nachbarschaft
Jede helfende Hand, jede Idee und jede Form der Unterstützung trägt dazu bei, dass aus dem Garten ein lebendiger Treffpunkt für Merklinde wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand regelmäßig Zeit investieren kann oder nur gelegentlich mithilft – jede Unterstützung ist willkommen. „Aber auch Mütter mit ihren Kindern, die keinen eigenen Garten haben, können gerade im Sommer hierherkommen, sitzen und reden, während die Kinder im Garten spielen oder von den Sträuchern naschen“, erklärt Silke Berten-Buchwald von der Flüchtlingshilfe Castrop-Rauxel. Bereits jetzt sind u.a. Johannisbeeren, Stachelbeeren sowie Kartoffelpflanzen, Erbsen und Kräuter im Garten angelegt. „Auch ein gemeinsamer Kochabend mit dem geernteten Gemüse könnten wir hier im Begegnungszentrum dann stattfinden lassen“, ergänzt Devrim Ozan. Fachlich unterstützt wird die Gartenumsetzung u.a. von Peter Friße, Mitglied im Klimabeirat, der bereits in Habinghorst ein ähnliches Projekt umgesetzt hat.
Jetzt mitmachen!
Wer Lust hat, Teil des Projekts „Naturzauber Merklinde“ zu werden, kann sich ab sofort anmelden bei Devrim Ozan, dem städtischen Quartierskümmerer Merklinde: Tel. 0157 3474 5185, E-Mail devrim.ozan@castrop-rauxel.de
Federführend umgesetzt wird das Projekt von der Flüchtlingshilfe Castrop-Rauxel in Zusammenarbeit mit dem Quartierskümmerer Merklinde und dem Stadtteilverein Wir sind Merklinde e.V., gefördert wird es durch die „anstiftung“, während die Stadt Castrop-Rauxel die benötigte Fläche hinter dem Begegnungszentrum unentgeltlich zur Verfügung stellt.