Wahl des Bürgermeisters
Die Wahlbeteiligung lag bei 54,25 Prozent. Bei der letzten Kommunalwahl 2020 waren es 44,7 Prozent (2014 42,3, Bürgermeisterwahl 2015 37,2). 52,21 Prozent der Castrop-Rauxeler Wähler*innen stimmten für den amtierenden Bürgermeister Rajko Kravanja von der SPD (2020: 49,31, 2015: 43,0). Damit ist eine Stichwahl für die Bürgermeisterwahl nicht nötig, da Kravanja die absolute Mehrheit erreichte. Auf den gemeinsamen Kandidaten von CDU und FDP, Thomas Thiel, entfielen 21,92 Prozent (CDU-Kandidaten Dr. Oliver Lind 2020: 25,12, 2015: Michael Breilmann 39,9) der Stimmen. Karsten Bergmann, Kandidat der AfD, erhielt 20,96 Prozent der Stimmen. Der parteiunabhängige Mario Rommel bekam 2,02 Prozent (2020: 4,57 Prozent). Die Partei trat mit Sandra Goerdt zur Wahl an. Sie erhielt 2,89 Prozent der Stimmen. Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und das BSW stellten keine Kandidaten für dieses Amt auf.
Wahl des Rates der Stadt Castrop-Rauxel
Bei der Wahl des Rates der Stadt Castrop-Rauxel kommt die SPD auf 33,82 Prozent der Stimmen (2020: 38,86, 2014: 40,1), die CDU auf 24,04 Prozent (2020: 26,75, 2014: 30,6). Die AfD trat 2025 erstmals zur Kommunalwahl in Castrop-Rauxel an. 21,84 Prozent gaben dieser Partei ihre Stimme. Bündnis 90/Die Grünen kamen auf 8,66 Prozent (2020: 15,11, 2014: 8,0), die FDP auf 2,10 Prozent (2020: 3,84, 2014: 4,4). Die Linke konnte 4,02 Prozent (2020: 3,87, 2014: 5,3) für sich verbuchen und Die Partei 1,97 Prozent der Stimmen (2020: 2,94). Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) trat ebenfalls erstmals in Castrop-Rauxel zur Kommunalwahl an und erhielt 2,95 Prozent. Der Einzelbewerber erhielt 0,61 Prozent. Die UBP und die FWI traten bei der Kommunalwahl 2025 nicht mehr an.
62 Ratsmitglieder
Das bedeutet für die Sitzverteilung im neu gewählten Stadtrat: Die SPD gewinnt einen Sitz dazu und erhält 21 Sitze (2020: 20, 2014: 20). Die CDU bekommt ebenfalls einen Sitz dazu und kommt auf 15 Sitze (2020: 14, 2014: 15). Bündnis 90/Die Grünen verliert 3 Sitze und ist künftig mit 5 Sitzen vertreten (2020: 8, 2014: 4). Die Linke zieht mit 3 Sitzen (2020: 2, 2014: 3), die FDP mit 1 Sitz (2020: 2, 2014: 2), DIE Partei mit 1 Sitz (2020: 2) wieder in den Rat ein. Das BSW ist mit 2 Sitzen vertreten. Neu im Castrop-Rauxeler Rat vertreten ist die AfD mit 14 Sitzen.
Am 6. November findet die konstituierende Ratssitzung mit den heute gewählten 62 Ratsmitgliedern statt. Die Zahl der Ratsmitglieder ist abhängig vom Wahlergebnis und den Überhangmandaten, die anschließend entstehen. Bevor die Amtsperiode des neuen Rates beginnt, kommt der Rat der Stadt in seiner bisherigen Besetzung noch einmal am 2. Oktober zusammen.
Wahl des Landrates
Im Kreis müssen die beiden Spitzenkandidaten in die Stichwahl am 28. September. Das Wahlergebnis aus Castrop-Rauxel für das Amt des Landrats am 14. September verteilt sich mit 41,53 Prozent der Stimmen für den SPD-Kandidaten Dr. Karsten Schneider (2020: Michael Hübner 37,33, 2014: Landrat Cay Süberkrüb 41,9) und 30,61 Prozent für Bodo Klimpel, den Kandidaten von CDU und FDP (2020: Bodo Klimpel 29,62, 2014: Benno Portmann 32,9). Steffen Christ (AfD) erhielt 23,07 Prozent, Prof. Dr. Oliver Kayser (BSW) 4,79 Prozent.
RVR-Wahl
Das Ruhrparlament wurde 2020 zum ersten Mal direkt gewählt. Davor wurden die Vertreter des Gremiums aus den Städten entsandt. 91 Vertreter kommen aus elf kreisfreien Städten und vier Kreisen des Ruhrgebiets. In Castrop-Rauxel entfielen auf die SPD 31,53 Prozent der Stimmen (2020: 35,34), auf die CDU 24,37 Prozent (2020: 25,11), auf Bündnis 90/Die Grünen 8,41 Prozent (2020: 17,62), auf die AfD 22,43 Prozent (2020: 6,28), auf Die Linke 4,26 Prozent (2020: 3,73), auf die FDP 1,47 Prozent (2020: 2,86), auf BSW 2,50 Prozent, auf TIERSCHUTZ 2,20 Prozent (2020: 2,25), auf Die Partei 1,22 Prozent (2020: 1,8) und 1,6 Prozent auf Sonstige.
Integrationsratswahl
Die Stimmzettel für die Integrationsratswahl wurden gesondert ausgezählt. Hier lag das Ergebnis um 22.19 Uhr vor. Die Freie Liste Vielfalt erhielt 57,61 Prozent der Stimmen, Interkultur Castrop bekam 42,39 Prozent. Die Wahlbeteiligung bei der Integrationsratswahl lag bei 14,76 Prozent (2020: 10,02, 2014: 13,06).
Wahlablauf
Insgesamt wurde das Stadtgebiet Castrop-Rauxel in 23 Wahlbezirke eingeteilt, mit 46 Wahllokalen. Gewählt wurde meist in Schulen, Jugend- und Bürgerzentren, Kindergärten und Gemeindehäusern. Außerdem wurden 24 Briefwahlbezirke eingerichtet, die in der Stadthalle ausgezählt wurden. Die Ergebnisse eines Stimmbezirks, des Wahllokales 13.2 an der Wilhelmschule, gingen in die repräsentative Wahlstatistik ein. Hier wurde das Geschlecht und die Alterskohorte erhoben. Das Wahlgeheimnis bleibt dabei gewahrt.
Die Wahllokale schlossen um 18.00 Uhr. 491 ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer waren am Wahlsonntag im Einsatz sowie rund 40 Mitarbeitende der Stadtverwaltung im Rathaus. Ausgezählt wurden die Stimmen in der festgelegten Reihenfolge Landrat, Kreistag, Bürgermeister, Rat der Stadt, Ruhrparlament. Der Integrationsrat wurde gesondert ausgezählt.
Das erste Ergebnis lieferte um 18.33 Uhr das Wahllokal 5.1. im Jugendzentrum Trafo – wohlgemerkt erstmal nur das Wahlergebnis für die Landratswahl, denn diese wurde als erste ausgezählt. Um 21.38 Uhr ging die letzte Meldung über Ergebnisse der Kommunalwahl aus einem Briefwahlbezirk ein – es war das Ergebnis der RVR-Wahl, die zuletzt ausgezählt wurde. Damit stand das vorläufige amtliche Endergebnis für die Kommunalwahl fest.
Briefwahl
Der Briefwahlanteil bei dieser Kommunalwahl war in absoluten Zahlen mit 13.781 Wähler*innen in etwa so hoch wie bei der vorherigen Wahl 2020 (13.748). Fast 44 Prozent der Wählenden übten das Wahlrecht per Briefwahl aus.
Die Wahlergebnisse im Einzelnen sind abrufbar über castrop-rauxel.de/wahlen.