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Zulässigkeit von Bauvorhaben im Außenbereich

 

Bauvorhaben, die weder im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes noch im unbeplanten Innenbereich liegen, werden nach dem § 35 BauGB als Bauvorhaben im Außenbereich beurteilt.

 

Zielsetzung des § 35 BauGB ist eine weitere Zersiedlung der Landschaft zu vermeiden. Aus diesem Grund ist das Bauen im Außenbereich vom Gesetzgeber besonders stark reglementiert und eingeschränkt worden.

 

Zu unterscheiden sind drei Kategorien von Vorhaben im Außenbereich: privilegierte Vorhaben, begünstigte Vorhaben undsonstige Vorhaben.

 

Zu privilegierten Vorhaben gehört der Bau von landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Betrieben einschließlich ihrer betrieblichen Wohngebäude. Ebenfalls genehmigt werden können ortsgebundene Anlagen, die aufgrund ihrer besonderen Art nicht an anderen Stellen im Siedlungszusammenhang möglich sind (zum Beispiel Windkraftanlagen, Kernenergieanlagen, Kraftwerke, Kläranlagen, Steinbrüche, Ziegeleien usw.).

 

Zu den begünstigten Vorhaben im Außenbereich zählen Erweiterungen von Wohngebäuden und gewerblichen Betrieben, Ersatzbauten oder Neuerrichtungen von Wohngebäuden, die durch zum Beispiel einen Brand zerstört worden sind sowie Nutzungsänderungen ehemaliger land- und forstwirtschaftlicher Betriebe.

 

Alle übrigen Vorhaben sind sogenannte sonstige Vorhaben. Eine Baugenehmigung wird nur in Einzelfällen erteilt. Sonstige Vorhaben können nur dann genehmigt werden, wenn durch sie öffentliche Belange, zum Beispiel er Schutz von Natur und Landschaft, nicht beeinträchtigt werden. Durch die Planungen dürfen darüber hinaus keine für die Allgemeinheit unwirtschaftlichen Aufwendungen für die Erschließung wie den Bau einer zusätzlichen Straße entstehen, und es darf keine neue Ansiedlung von Gebäude im Außenbereich (Splittersiedlung) entstehen oder verfestigt werden.